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Bischof Markos Gebremedhin

Einsatz für die Menjas

Von Bettina Tiburzy

Mit einem warmherzigen Lachen geht Bischof Markos Gebremedhin auf die Menschen zu. Für jeden nimmt er sich Zeit, hat immer ein offenes Ohr. Seit 2009 leitet der Kirchenmann das Apostolische Vikariat Jimma-Bonga, in dem zahlreiche Volksgruppen und Anhänger verschiedener Religionen zusammenleben. Es liegt im Südwesten Äthiopiens. Die bergige Region Kaffa gehört dazu, die Stadt Jimma ist das Zentrum der Kaffeeproduktion, genauso wie Regionen im Tiefland, die an den Südsudan und Kenia grenzen.

Die katholische Kirche ist in allen Distrikten des Vikariats präsent, engagiert sich in der Friedensarbeit zwischen verfeindeten Volksgruppen, kümmert sich um die Ärmsten und Bedürftigsten. Besonders setzt sie sich für ausgegrenzte ethnische Gruppen wie die Menjas ein. Über Jahrhunderte ist dieses Waldvolk von den äthiopischen Volksgruppen des Hochlandes an den Rand gedrängt und diskriminiert worden. Auch heute gelten die Menjas vielen als unberührbar und leiden unter drückender Armut.

Dank der Arbeit aller in der Kirche
ist die Akzeptanz der Menjas
deutlich gewachsen.
Bischof Markos Gebremedhin

„Viele Menjas können ihre Kinder nicht zur Schule schicken, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen“, erklärt Bischof Markos. „Wir unterstützen sie, bieten Kindergartenplätze, helfen beim Schulbesuch.“ Auch zwei Frauenzentren, in denen Ordensfrauen besonders Menja-Frauen und -Mädchen fördern, unterhält das Vikariat, eine Initiative, die von missio unterstützt wird. „Dank der Arbeit aller in der Kirche ist die Akzeptanz der Menjas deutlich gewachsen“, sagt Bischof Markos.

Der 51-jährige Bischof, der dem Orden der Vinzentiner angehört, stammt selbst aus der Kaffaregion. Während der Zeit des kommunistischen Derg-Regimes in Äthiopien (1974–1991) musste die katholische Kirche in der Region alle kirchlichen Aktivitäten einstellen, Kirchen wurden geschlossen, alle kirchlichen Gebäude konfisziert und die Missionare aus dem Gebiet vertrieben.

Erst nach Ende der kommunistischen Herrschaft konnten sie zurückkehren und begeisterten viele für den Glauben. „Ich bin ein Produkt ihrer harten Arbeit“, sagt Bischof Markos über seinen eigenen Werdegang. „Heute wächst die Kirche sehr schnell und ich bin froh und glücklich, wenn ich sehe, dass die Menschen ihren Glauben frei und mit großer Hingabe und Liebe leben.“

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