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Sr. Kidist Habtegiorgies und Sr. Askalemariam Karlo

Gemeinsam stark für Frauen und Mädchen

Von Bettina Tiburzy

Den Ausgegrenzten und Ausgestoßenen ihre Freundschaft anzubieten, für Sr. Kidist Habtegiorgies und Sr. Askalemariam Karlo ist das eine Selbstverständlichkeit. Die beiden Ordensfrauen gehören zur Kongregation der „Little Sisters of Jesus“, die sich in Wush-Wush, einem Dorf in der Kaffeeregion Äthiopiens besonders für Frauen und Mädchen vom Volk der Menjas einsetzt.

Über Jahrhunderte ist dieses Waldvolk von den äthiopischen Volksgruppen des Hochlandes an den Rand gedrängt und diskriminiert worden. Auch heute gelten sie vielen als unberührbar und leiden unter drückender Armut. „Wir leben in einem Dorf, in dem viele Menschen nicht einmal genug zu essen haben“, berichtet Schwester Askalemariam, die in Kenia Theologie studiert hat und seit vielen Jahren im Vikariat Jimma-Bonga in der Frauen- und Jugendarbeit tätig ist. Ein Großteil der Arbeit laste auf den Frauen, erzählt die 58-Jährige. Trotzdem erführen sie kaum Anerkennung und dürften keine Entscheidungen treffen.

Wir leben in einem Dorf,
in dem viele Menschen nicht einmal
genug zu essen haben.
Schwester Askalemariam Karlo

„Als wir vor ein paar Jahren nach Wush-Wush kamen, haben wir überlegt, wie wir ihnen helfen können, um ihre Einkommenssituation, aber auch ihr Selbstwertgefühl zu verbessern“, ergänzt Mitschwester Kidist Habtegiorgies. Die 45-jährige Ordensfrau leitet die Gemeinschaft in Wush-Wush. Fast täglich klopfen Menschen an ihre Tür und bitten um Rat.

Um den Frauen helfen zu können, vor allem um ihnen mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen, haben die „Little Sisters of Jesus“ ein Frauenförderzentrum errichtet. Dort schulen sie Mädchen und Frauen aus besonders armen Familien. Das Angebot, das von missio unterstützt wird, besteht vor allem aus handwerklichen Qualifizierungskursen wie Näh- und Strickkursen. Die Schwestern haben sogar eine Strickmaschine angeschafft, mit der sie Strickjacken, Pullover und Decken für den lokalen Markt produzieren.

Vielen der Frauen und Mädchen konnten die Schwestern durch das Frauenförderzentrum helfen. „Sie vertrauten uns. Viele sind heute mit uns befreundet. Ihr Leben verändert sich“, erklärt Schwester Askalemariam. „Wir empfinden die größte Freude, wenn wir sehen, wie die Frauen aufblühen und sich bewusst werden: ‚Ja wir sind genauso viel wert wie alle anderen auch‘“.

 

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Schwester Kidist Higiorgies von den Little Sisters of Jesus aus Wush-Wush, Äthiopien

Sr. Kidist Habtegiorgies

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Schwester Askale Mariam von den Little Sisters of Jesus aus Wush-Wush, Äthiopien

Sr. Askalemariam Karlo

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Sr. Kidist und Sr. Askalemariam

Gäste im Monat der Weltmission 2018

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