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Burkina Faso: Terror, Hunger und jetzt auch noch Corona

Das kleine Land hat neben der Coronapandemie mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen. Die Zahl der der Menschen, die in Burkina Fasos vor Terror und Gewalt fliehen mussten, hat sich innerhalb von sechs Monaten fast verdoppelt.

Kardinal Philippe Ouedraogo hat die bewaffneten Konflikte in Afrika während der Corona-Krise verurteilt. „Es ist beschämend und bedauerlich, dass nicht einmal eine tödliche Krankheit wie Covid-19 Gewalt und Terrorismus in einigen afrikanischen Ländern verhindert", erklärte der Erzbischof von Ouagadougou. Er selbst war im März an Covid-19 erkrankt, hat sich aber wieder von der Krankheit erholt.

Schulbesuch für tausende Kinder unmöglich

Angriffe von Islamisten machten bereits vor der Corona-Krise für tausende Kinder in Burkina Faso den Schulbesuch unmöglich. Im Februar schlossen alle Schulen, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Viele Kinder arbeiten jetzt wieder, um ihren Eltern zu helfen - auch in den gefährlichen Goldminen. Die Angst ist groß, dass sie selbst nach einer Wiedereröffnung der Schulen nicht wieder in die Bildungseinrichtungen zurückkehren.

Mädchen auf dem Schulweg in Burkina Faso Foto: Hartmut Schwarzbach/missio

Burkina: Radio gegen Fake News

  • Die WHO hilft bei der Schulung der Moderatoren von Radiosendungen in Burkina Faso, um sie in Kommunikationspraktiken im Zusammenhang mit COVID-19 zu trainieren. Denn Falschinformationen sind weit verbreitet.
  • Die gewalttätigen Konflikte und Vertreibungen im Land dauern an. Für die Bevölkerung ist die Pandemie eine zusätzliche Belastung in der bereits bestehenden Krise. 2,2 Millionen Menschen sind in Burkina Faso vom Hungertod bedroht.
  • Kardinal Philippe Ouedraogo aus Burkina Faso verurteilt bewaffnete Konflikte in Afrika während der Corona-Krise.