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Weltmissionssonntag 2021

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun“

Das Wort, das Paulus an die Gemeinden in Galatien schrieb (Gal 6,9) ist das Leitwort zum Monat der Weltmission 2021. Lasst uns Gutes tun: damals wie heute die Aufforderung zu einem Leben in Geschwisterlichkeit. Es gehört Mut dazu, auf Menschen zuzugehen und Brücken zu bauen.

Die missio-Aktion zeigt am Beispiel von Nigeria, was möglich ist, wenn Menschen aus diesem Geist heraus handeln. Die Menschen in dem westafrikanischen Land sind stark gezeichnet von der Coronapandemie. Armut und Jugendarbeitslosigkeit nähren Gewalt und religiösen Fundamentalismus. Entführungen und Anschläge säen Furcht und Misstrauen.    

Staatsversagen und eine schlechte Regierungsführung, die den Menschen keinerlei Sicherheit oder Zukunftsaussichten bietet, sind ein Nährboden für religiösen Extremismus. Hinzu kommt der Missbrauch der Religion durch Politiker, die an Macht und Einfluss gewinnen und wirtschaftlich profitieren wollen. Die Instrumentalisierung von Religion und die Vermischung von Religion und Politik führt zu Spaltung, Misstrauen und letztlich Gewalt.

Nigeria: Interreligiöser Dialog als Weg zum Frieden

In dieser explosiven Gemengelage setzt die katholische Kirche weiterhin auf den Dialog. Gemeinsam mit ihren muslimischen Partnern macht sie deutlich, dass Gewalt im Namen Gottes dem Wesen der Religion zutiefst widerspricht. Die katholische Kirche in Nigeria zeigt im Alltag, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt.

Angehörige verschiedener Religionen arbeiten in den missio-Projekten zusammen, von denen Menschen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit profitieren. Die aufrichtigen Zeichen gegenseitiger Wertschätzung stärken das Vertrauen ineinander und schaffen das Fundament für Freundschaft über die Grenzen der Religion hinaus.

Eröffnung des Monats der Weltmission

Die missio-Projektpartnerinnen und -partner aus Nigeria sind im Oktober 2021 drei Wochen lang in deutschen Diözesen zu Gast, wenn es die Coronasituation zulässt. Sie werden bei Veranstaltungen und in Vorträgen in den Gemeinden unter anderem von der Situation der Christen in ihrer Heimat berichten. Die bundesweite Eröffnung des Monats der Weltmission findet am Sonntag, 3. Oktober, in Essen statt.

 

In einer sehr schlichten Dorfkirche der Pfarrei Namtari in Nigeria schützt ein Messdiener eine brennende Kerze mit seiner Hand. Hartmut Schwarzbach / missio

Liturgische Hilfen

Nutzen Sie unser breites liturgisches Angebot, um den Weltmissionssonntag in Ihrer Gemeinde zu gestalten. Hier finden Sie die liturgischen Materialien auch zum Herunterladen.

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Eine Tastatur mit dem Begriff Webinar Foto: pixabay

Webinar zum Weltmissionssonntag

In einem einstündigen Webinar geben wir Ihnen einen Überblick zu den Materialien und Ideen, wie Sie diese in Ihrer Gemeinde einsetzen können. Melden Sie sich kostenlos an!

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Frauengebetskette

Die Frauengebetskette ist eine WortGottesFeier. Unter dem Motto „mutig-klug-friedvoll“ reisen wir zu den Frauen und ihren Projekten in Nigeria und Senegal. Wir freuen uns, wenn Sie sich in die Gebetskette einreihen. Mehr lesen »

Musikalische Einstimmung auf Nigeria

Die Katechistin Patricia Okoh singt den Refrain des Lieds „Creator"

In Jos, Nigeria, arbeitet Patricia Okoh ehrenamtlich als Katechistin. Die engagierte Katholikin singt den Refrain des Lieds „Creator", das sie selbst geschrieben hat.

Spenden am Weltmissionssonntag 2021

Die Kollekte am Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Mehr als 100 päpstliche Missionswerke auf allen Kontinenten sammeln an diesem Sonntag für die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen. Gläubige weltweit setzen damit ein Zeichen der Hoffnung für die Ärmsten und Bedürftigsten in Afrika und Asien.

Ihre Spende zum Weltmissionssonntag wirkt, weil sie dort ankommt, wo die Not am größten ist.

Machen auch Sie mit und schenken Sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Fragen & Antworten

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Sie wird im Auftrag des Papstes durchgeführt. Mehr als 100 päpstliche Missionswerke sammeln am Sonntag der Weltmission auf allen Kontinenten für die soziale und pastorale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Bistümern der Welt. Die Kollekte zum Sonntag der Weltmission fließt in einen globalen Solidaritätsfonds der Päpstlichen Missionswerke. Einmal im Jahr stimmen die Nationaldirektoren der rund 100 Päpstlichen Missionswerke darüber ab, welche Diözesen der ärmsten Ortskirchen mit der Sammlung unterstützt werden. In Deutschland findet der Weltmissionssonntag am vierten Sonntag im Oktober statt.

In Deutschland organisieren missio Aachen und München den Weltmissionssonntag.

Der Weltmissionssonntag geht auf das Werk der Glaubensverbreitung zurück. Pauline Jaricot », Tochter eines reichen Seidenfabrikanten in Lyon, organisierte 1818 erste Kollekten für Missionen in Übersee. Ihr Engagement führte 1822 schließlich zur Gründung eines Missionsvereins, der die Mission durch ihr Gebet und ihre regelmäßige Spende unterstützt. Die Aktion wurde zur Geburtsstunde der katholischen Laienmissionsbewegung, die bis heute in den Missionswerken weiterlebt.

Um die im 19. Jahrhundert entstandenen zahlreichen missionarischen Initiativen von Orden und Missionsinstituten besser zu koordinieren, rief Papst Pius XI. 1926 erstmals den Weltmissionssonntag aus.

Der Weltmissionssonntag ist der Sonntag im Oktober, an dem in rund 100 Ländern für die soziale und pastorale Arbeit der katholischen Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt wird. missio organisiert im Vorfeld des Weltmissionssonntags mit zahlreichen Veranstaltungen den Monat der Weltmission.

2021 ist der Weltmissionssonntag der 24. Oktober 2021.