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Jungen Menschen Perspektiven öffnen

In einem Land, in dem Unsicherheit und Einschränkungen zum Alltag gehören, setzt Sr. Elizabeth Phyu Phyu Aung ein klares Zeichen der Hoffnung. Die 46-Jährige ist Projektkoordinatorin der Salesianerinnen Don Boscos in Myanmar. Von Yangon aus organisiert sie Bildungsprojekte, unterstützt Bedürftige und begleitet junge Menschen auf ihrem Weg. „Als ich sah, wie eine Gruppe junger Menschen ihr Ausbildungsprogramm unter schwierigsten Bedingungen abschloss, war das einer der glücklichsten Momente in meiner Arbeit“, erzählt sie.

Mitschwestern stärken

Seit über zwei Jahrzehnten lebt Sr. Elizabeth ihre Berufung als Ordensfrau. Neben ihrer Rolle als Koordinatorin ist sie auch innerhalb ihrer Ordensgemeinschaft tätig und Ansprechpartnerin für Partnerorganisationen und Spender. Sr. Elizabeth trägt in ihrer Gemeinschaft Verantwortung dafür, dass das geistliche Leben lebendig bleibt und die Mitschwestern gestärkt werden. 

 

Solange ich Hoffnung habe, 

habe ich auch eine Zukunft.  

- Sr. Elizabeth Phyu Phyu Aung

Der Fokus ihrer Arbeit liegt vor allem auf Kindern und Jugendlichen. Viele von ihnen leben in Angst oder mussten wegen Gewalt und Vertreibung ihr Zuhause verlassen. Der Bedarf ist groß: sichere Unterkünfte, ausreichende Ernährung und vor allem Zugang zu Bildung. Ein Beispiel dafür ist das von missio unterstützte „Mazzarello Ausbildungszentrum“. Es bietet jungen Mädchen, die sich für eine Ausbildung im Bereich Hauswirtschaft und Management interessieren, eine Vorbereitung auf eine Beschäftigung in Restaurants und Hotels in Yangon. „Ich sehe Hoffnung in der Entschlossenheit junger Menschen, trotz aller Schwierigkeiten weiterzulernen“, sagt Sr. Elizabeth. 

Leben in der Gemeinschaft

Kraft schöpft sie aus dem gemeinsamen Gebet und dem Leben in der Gemeinschaft. Besonders bedeutsam ist für sie, junge Menschen auf ihrem Glaubensweg zu begleiten. Etwa wenn sie nach ihrer Berufung suchen oder vor schwierigen Lebensentscheidungen stehen. „Für mich sind sie Zeichen der Gegenwart Gottes“, sagt sie. „Und Gott freut sich über das, was ich tue.“

Der Bibelvers „Diese Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen“ ist für Sr. Elizabeth mehr als ein Leitspruch. Er ist ein Versprechen. „Auch in dunklen und unsicheren Zeiten bleibt Gottes Liebe unser fester Grund. Solange ich Hoffnung habe, habe ich auch eine Zukunft.“ 

Bettina Tiburzy

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