Im Süden Madagaskars schenkt Pfarrer Eric Stephan Randrianantenaina den Menschen Hoffnung in einer Region, die von Dürre und Armut geprägt ist.
Auf einen Blick
Gemeindepfarrer in Amboasary-Süd (Diözese Tolanaro/Fort Dauphin)
Verantwortlich für 54 Kirchen in einem weitläufigen Seelsorgegebiet
Bis zu 120 Kilometer zu den entferntesten Gemeinden
Einsatz für Familien, die unter Armut, Dürre und Ernährungsunsicherheit leiden
Begleitet Gemeinden, Kinder und Hilfesuchende vor Ort
Für viele Menschen ist Pfarrer Eric ein wichtiger Ansprechpartner im Alltag. Der 44-Jährige legt oft weite Strecken auf schwer befahrbaren Wegen zurück, um die Menschen in den abgelegenen Dörfern seiner Pfarrei zu erreichen. Trotz der großen Entfernungen ist ihm die Nähe zu den Gemeinden besonders wichtig.
Der Süden Madagaskars
Madagaskar ist ein Inselstaat im Indischen Ozean vor der Südostküste Afrikas. Der äußerste Süden des Landes zählt zu den trockensten Regionen der Insel. Dürre und Wassermangel bestimmen dort den Alltag vieler Familien. Auch im Bistum Tolanaro (Fort Dauphin), in dem Pfarrer Eric tätig ist, ist das der Fall. Besonders Frauen und Kinder sind oft stundenlang unterwegs, um Wasser zu holen.
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Die anhaltende Dürre hat die Felder von Sana und Mosa verdorren lassen und ihre Ernten zerstört. Jetzt suchen sie in den Saphirminen nach einer neuen Einkommensquelle.
Einer der älteren beiden Söhne muss bereits mithelfen, um das Überleben der Familie zu sichern.
Oft suchen Familien monatelang nach einem Saphir. Wird ein Edelstein gefunden, müssen sie den Erlös mit Zwischenhändlern und weiteren Beteiligten teilen, nur ein kleiner Teil bleibt bei den Findern selbst.
Video
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In der Region Amboasary prägen Saphir- und Mica-Minen den Alltag vieler Familien. Frauen und Kinder zerkleinern, sortieren und reinigen das abgebaute Mica, der weltweit unter anderem für Autolacke, Kosmetik oder Elektrogeräte verwendet wird. Trotz der harten Arbeit verdienen die Frauen oft nur sehr wenig.
Kinder suchen in der trockenen Landschaft nach Kaktusfrüchten, weil viele Familien oft keine andere Nahrung finden. Die Früchte helfen in Zeiten von Dürre wenigstens für kurze Zeit gegen das Schlimmste.
Heuschreckenplage
Immer wieder bedrohen Heuschreckenplagen die Menschen im Süden Madagaskars. In großen Schwärmen fallen die Tiere über Felder und Pflanzen her und zerstören innerhalb kurzer Zeit ganze Ernten. Für viele Familien bedeutet das noch weniger Nahrung und eine zusätzliche Verschärfung von Hunger und Armut.
Pfarrer Eric besucht mit seinem Motorrad die weit verstreuten Gemeinden seiner Pfarrei. Manche Dörfer liegen mehr als 100 Kilometer entfernt. Oft ist er tagelang unterwegs.
Viele Kirchen in der Gemeinde von Pfarrer Eric wurden von den oft sehr armen Gemeindemitgliedern selbst gebaut – mit einfachsten Materialien, großem Einsatz und großem Zusammenhalt.
Die kleinen Kirchen aus Holz und einfachen Materialien sind für viele Familien wichtige Orte der Gemeinschaft und Hoffnung.
„Die Menschen brauchen oft Stunden oder sogar Tage, um Kranke ins Krankenhaus zu bringen. Viele schwangere Frauen sterben unterwegs oder verlieren ihr Kind auf dem Weg. Das sind Erfahrungen, die mich jeden Tag berühren und prägen.“
Pfarrer Eric Stephan Randrianantenaina
Hilfe im entscheidenden Moment
Wenn Menschen krank werden, bleibt ihnen oft nur der lange Weg zu Fuß oder mit dem Ochsenkarren zur nächsten Gesundheitsstation. Besonders in Erinnerung geblieben ist Pfarrer Eric die Rettung einer jungen Mutter, die bei der Geburt ihrer Zwillinge in Lebensgefahr schwebte. Als er der Familie unterwegs begegnete, fuhr er sofort mit seinem Motorrad zurück, um eine Hebamme aus dem Gesundheitszentrum der Gemeinde zu holen. Gemeinsam kehrten sie rechtzeitig zu der jungen Frau zurück – Mutter und Kinder überlebten.
„Gemeinsam versuchen wir Schritt für Schritt zu helfen – mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.“ — Pfarrer Eric Stephan Randrianantenaina
Jetzt helfen
Sie können Pfarrer Eric und den Menschen im Bistum Tolanaro (Fort Dauphin) helfen.