Pfarrer Juan Francisco García Pérez stammt ursprünglich aus El Salvador. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet er jedoch in Madagaskar. Seit zwei Jahren ist er Gemeindepfarrer in einem kleinen Dorf an der Westküste der Insel.
Auf einen Blick
Stammt aus El Salvador, seit zehn Jahren in Madagaskar
Studium in Antananarivo, seit zwei Jahren Priester
Gemeindepfarrer in Kimony in der Diözese Morondava
Engagiert für Fischerfamilien, die unter Armut und Wassermangel leiden
Begleitet Familien, Kinder, Kranke und Menschen in Not
Arbeitet mit Ordensschwestern zusammen, die eine Schule und eine Gesundheitsstation führen
Madagaskars Westküste
Morondava liegt an der Westküste Madagaskars. Die meisten Menschen leben vom Fischfang, von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und der Viehzucht. Zugleich verändert sich die Küste zunehmend.
Auch der steigende Meeresspiegel und die Küstenerosion verändern die Küstenlandschaft. Häuser und Felder gehen verloren, sodass viele Familien um ihre Lebensgrundlage fürchten.
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Die berühmte Baobab-Allee bei Morondava ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Madagaskars.
Für viele Menschen der Region sind die jahrhundertealten Bäume ein Symbol für Heimat, Identität und die enge Verbundenheit mit der Natur.
Doch die scheinbare Idylle täuscht. Viele Fischerfamilien an der Küste leben in großer Armut.
Die einfachen Unterkünfte aus Holz mit Strohdächern zeugen davon, wie wenig manche Menschen zum Leben haben.
Die Fischerfamilien von Kimony leben unmittelbar an der Küste. Pfarrer Francisco erlebt hier, wie eng ihr Alltag mit dem Meer und ihrer natürlichen Umgebung verbunden ist.
Auch die Mangroven gehören zu diesem Lebensraum. Doch Teile der Mangroven wurden zur Gewinnung von Holz abgeholzt. Damit ist zugleich ein wichtiger natürlicher Schutz der Küste verloren gegangen.
Schwarze Baumstümpfe am Strand zeigen, wo einst Mangroven wuchsen. Gleichzeitig rückt das Meer immer weiter vor.
Nacht für Nacht fahren die Männer mit ihren einfachen Pirogen hinaus aufs Meer – oft unter gefährlichen Bedingungen. Nicht jeder kehrt zurück. Und selbst wenn der Fang gelingt, reicht er häufig kaum aus, um die Familie zu ernähren.
Florianne Maimona ist 19 Jahre alt und seit drei Monaten Mutter. Mit ihrer kleinen Tochter Marianne wartet sie auf die Rückkehr ihres Mannes Christophe, 22, der in der Nacht zum Fischfang aufs Meer hinausgefahren ist.
Die Erleichterung ist groß, als Christophe schließlich zurückkehrt. Über der Schulter trägt er seine Fischernetze, an denen kleine Styroporstücke als Schwimmer befestigt sind. Pfarrer Francisco begleitet die junge Familie ein Stück auf ihrem Heimweg.
„Es geht darum, nah bei den Menschen zu sein, ihr Leben zu teilen und nicht auf Distanz zu bleiben“, sagt er.
Pfarrer Francisco leitet das kleine Pastoralteam in Kimony. Dazu gehören auch drei Ordensschwestern, die eine Schule führen und eine Gesundheitsstation betreiben. Gemeinsam begleiten sie Familien, besuchen Kranke und unterstützen Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Die Schwestern der Kongregation Saint Joseph de Cluny haben in Kimony eine Schule errichtet.
Ohne das Engagement der Ordensfrauen hätten viele Kinder kaum eine Chance auf eine gute Schulbildung.
Schwester Gorvetty leitet die Gesundheitsstation in Kimony.
Dort arbeitet sie mit einer Hebamme zusammen. Pro Tag kommen etwa 20 kranke Menschen und suchen Hilfe.
Sauberes Trinkwasser ist in Kimony Mangelware. In ihrer Not graben die Menschen am Strand nach Wasser, obwohl es salzhaltig und deshalb nicht als Trinkwasser geeignet ist.
Pfarrer Francisco und die Schwestern teilen das Leben der Menschen – die Sorgen ebenso wie die schönen Momente.
Plakat zum Weltmissionssonntag 2026
„Ich habe verstanden, dass meine Aufgabe nicht nur darin besteht zu geben, sondern auch zu empfangen – und mich von den Menschen verändern zu lassen.“
— Pfarrer Juan Francisco García Pérez, 32
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