Eine große Gruppe von Kindern in blauen T-Shirts sitzt im Freien auf rotem Boden und schaut auf einen Menschen, der mit ihnen interagiert. Umgeben sind sie von weiteren Erwachsenen, die auch teilnehmen. Im Hintergrund befinden sich Gebäude und ein klarer Himmel.
Mehrere Frauen stehen auf einem roten Erdboden und tragen Korbwaren sowie Behälter auf den Köpfen. Sie sind in bunten Kleidern gekleidet und haben verschiedene Gegenstände in den Händen. Im Hintergrund sind grüne Wiesen und ein bewölkter Himmel zu sehen.
Eine Baumstumpf steht im Vordergrund auf einer weiten, grünen Wiese. Dahinter sind sanfte Hügel und vereinzelte Bäume zu sehen, der Himmel ist klar und blau. Steinige Bodenelemente sind um den Baumstumpf verteilt.
Ein Mann steht in einem Wald und bearbeitet einen Baumstumpf mit einer Axt. Er trägt einen Kapuzenpullover und eine Mütze. Um ihn herum sind grüne Pflanzen und Bäume, und der Boden ist mit Laub und Erde bedeckt.
Eine Person steht auf einer verbrannten Fläche in einem Wald, umgeben von Kiefern und anderen Bäumen. Auf dem Boden ist ein kleiner Haufen mit Blättern und Ästen, aus dem Rauch aufsteigt. Die Umgebung wirkt ländlich und naturbelassen.
Luftaufnahme eines Waldgebietes mit langen Schatten. Ein schmaler Weg schlängelt sich durch den Wald, umgeben von Bäumen und offenen Flächen. Das grüne Laub und die Erdtöne sind deutlich sichtbar.
Luftaufnahme eines Waldgebietes mit langen Schatten. Ein schmaler Weg schlängelt sich durch den Wald, umgeben von Bäumen und offenen Flächen. Das grüne Laub und die Erdtöne sind deutlich sichtbar.
Schulkinder in schuluniformen stehen rund um Beeten mit grünen Pflanzen.
In einem Garten stehen mehrere Kinder und eine Frau in weißer Kleidung. Sie halten Pflanzen in den Händen und stehen zwischen Reihen von Setzlingen. Im Hintergrund sind weitere Personen zu sehen, die sich um die Pflanzen kümmern. Bäume spenden Schatten.
Schulkinder in schuluniformen stehen rund um Beeten mit grünen Pflanzen.
Ein Klassenzimmer mit vielen Kindern, die an Holztischen sitzen. Die Kinder tragen grüne T-Shirts und schauen in Richtung Kamera. Im Hintergrund sind weitere Kinder und Schulmaterialien zu sehen. Die Wände sind mit Zeichnungen und einem Kalender dekoriert.
Kinder mit Pflanzen in der Hand stehen vor einem Gebäude, das eine Schule sein könnte.
Eine Frau in einer blauen Tracht steht vor einem großen Baum in einer grünen Umgebung. Sie lächelt. Der Boden ist mit Erde und Pflanzen dekoriert, während der Weg hinter ihr sichtbar ist.
Gast im Weltmissionsmonat

Schwester Marie-Jeanne

In der Schule von Schwester Marie Jeanne lernen Kinder nicht nur Lesen und Schreiben. Sie lernen auch, wie sie ihre Heimat schützen können. Denn in ihrer Region verschwinden jedes Jahr weitere Waldflächen.

Auf einen Blick

  • Ordensschwester der Petites Soeurs de Marie Magnificat – engagiert für Bildung, Umwelt und die Förderung von Mädchen und jungen Frauen
  • Begleitet Kinder und Familien – für Bildung, Hoffnung und eine lebenswerte Zukunft
  • Schulleiterin mit Herz im Dorf Amparihy – der Name bedeutet „dort, wo es den Teich gibt“
  • Amparihy liegt 20 Kilometer von Tsiroanomandidy entfernt

Viele Familien in der Region, in der Schwester Marie Jeanne tätig ist, leben in großer Armut. Sie berichtet, dass die meisten Eltern das Schulgeld am Monatsende nicht bezahlen können und bitten um Zahlungsaufschub. Viele Familien bauen Reis an, sodass die Schwestern manchmal Reis als Unterstützung erhalten.

Madagaskars Hochland

Madagaskar ist ein Inselstaat im Indischen Ozean vor der Südostküste Afrikas. Die Region um Tsiroanomandidy im westlichen Hochland Madagaskars ist geprägt von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Die meisten Familien bauen Reis, Mais, Maniok an oder halten Rinder. Doch Brandrodungen und die Abholzung von Wäldern unter anderem zur Gewinnung von Holzkohle und zur Anlage neuer Felder setzen der Landschaft stark zu. Die Folgen sind Bodenerosion, Wassermangel und sinkende Ernten. 

Vielerorts werden Bäume gefällt. Teilweise legal mit entsprechender Genehmigung, häufig aber auch illegal.

Die Herstellung von Holzkohle ist in Madagaskar weit verbreitet. Für viele Familien ist sie eine wichtige Einnahmequelle.

Die Wälder Madagaskars schrumpfen Jahr für Jahr. Für die Herstellung von Holzkohle werden Bäume gefällt, vielerorts werden Wälder gerodet, um neue Felder anzulegen, und Brandrodungen zerstören jedes Jahr weitere große Flächen der Vegetation. Die Folgen für die Menschen sind gravierend: Ernten gehen zurück, Wasser wird knapper und viele Familien kämpfen täglich ums Überleben.

Genau hier setzt Schwester Marie-Jeanne an. Schon die Jüngsten lernen in ihrer Schule Sainte Marie Lubrini Amparihy, wie wichtig der Schutz der Natur ist. Gemeinsam ziehen sie junge Bäume heran und pflanzen sie.

Der Orden betreibt mehrere Schulen. An ihren Schulen hat die Schwesterngemeinschaft bereits drei große Baumschulen eingerichtet. Das Ziel: jede Schule soll 40.000 junge Setzlinge heranziehen. 

 

Wir vermitteln den Kindern, dass wir gemeinsam mit Gott Verantwortung für seine Schöpfung tragen. 

 

— Schwester Marie-Jeanne Razafiniriana, 48

 

Bildung ist für Schwester Marie-Jeanne der Schlüssel zu einer besseren Zukunft. Deshalb engagiert sie sich weit über den Unterricht hinaus. Sie begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene – besonders junge Frauen, die ihre Ausbildung nicht abschließen konnten. 

Was die Kinder heute in ihren Händen tragen, sind nicht nur junge Bäume. Es ist die Hoffnung auf eine Zukunft, die sie selbst mitgestalten können. Für Schwester Marie Jeanne beginnt Veränderung genau hier: bei den Kindern, die lernen, Verantwortung für ihre Heimat zu übernehmen.