Der Name „Happyland“ klingt fröhlich, aber glücklich ist an diesem Ort niemand. Der Begriff ist abgeleitet vom Namen des Visayan-Dialekts für stinkenden Müll: Hapilan. In „Happyland“, einem Wasserslum in Manila, hat das „Shelter for Joy and Feeding Center“ seinen Standort. Ein Center, das Kindern eine Zukunft bietet.
Die Flüsse mitten in der philippinischen Hauptstadt Manila sind voller Plastikmüll. Die Slumbewohner von Happyland arbeiten dort nach den Prinzipien einer Recyclinganlage: Sie sammeln Plastikflaschen und anderen recycelbaren Abfall und sortieren ihn vor. Anschließend verkaufen sie den Müll für wenige Pesos an Recycling-Händler. Die „Scavengers“ (übersetzt: Aasgeier), so nennen sie sich selbst, verdienen mit dem Müllsammeln ihren Lebensunterhalt. Unter den Müllsammlern sind auch viele Kinder. Denn den Schulbesuch können sich diese Eltern meist nicht leisten - stattdessen müssen die Kinder auf der Müllkippe „arbeiten“.
Viele Familien in „Happyland“ leben am oder im Wasser oder unter Brücken, die Hütten sind aus Abfall oder Bauschuttresten gebaut. Dies hat Folgen für die Gesundheit: Kinder und Erwachsene leiden an Atemwegserkrankungen, Tuberkulose und Hautkrankheiten. Gestank, Hitze und schwere Winde ergeben eine toxische Mischung. Mangels fehlender Sanitäranlagen und sauberem Trinkwasser gehören Ruhr, Tuberkulose, Durchfall und Blutarmut zu den vielen Krankheiten. Die Kindersterblichkeit hoch. Ärzte und Krankenschwestern arbeiten in diesem Gebiet kaum. Das vom Staat vernachlässigte Gebiet gehört zu den ärmsten auf den Philippinen.
Das „Shelter for Joy and Feeding Center“ hat einen ganzheitlichen Ansatz und verbessert neben der Lebenssituation der dort betreuten Kinder auch die der gesamten Familien.
Die Fortschritte des Programms in 2025 werden vor allem daran sichtbar, wie das Bildungsangebot für die Kinder ausgebaut wurde.
missio unterstützt seit 2017 die sozialpastorale Arbeit in Tondo. Die Kirche dort ist arm, aber nah bei den Menschen. Projektpartner Priester Reynaldo Daguitera ist missio persönlich bekannt und ein verlässlicher Partner. Er verfügt über Erfahrung in der Projektkoordination. Er weiß um die Sorgen und Nöte der Menschen in „Happyland“. Regelmäßig ist er in der Gemeinde vor Ort. Seine Erfahrung und umfängliche Kenntnis der Situation der Kinder in „Happyland“ ist maßgeblich in das Projektdesign des „Shelter for Joy and Feeding Centers“ eingeflossen.
Im „Shelter Joy and Feeding Center“ sind die Kinder tagsüber versorgt, damit sie keinen Plastikmüll im Hafenbecken sammeln. Die Eltern bringen ihre Kinder morgens in das Zentrum. Von hier aus werden sie in die Schule gefahren und nach dem Unterricht wieder abgeholt. Die Kinder erhalten Materialien und Schulkleidung, die die Eltern nicht bezahlen können. Bis zum Sonnenuntergang finden sie dann im Center Raum für Lernen, Erholung und Spiel, betreut durch geschultes Personal. Den Abend verbringen sie wieder in ihren Familien. Diese Routine bringt Stabilität in das Leben der Kinder. Die Kinder erhalten täglich gesunde Mahlzeiten, und regelmäßige ärztliche und zahnärztliche Untersuchungen.
Das Programm unterstützt auch praktische Initiativen zur Sicherung des Lebensunterhalts der Familien und gleichzeitig die Umwelt zu schonen wie beispielsweise:
Durch diese Initiativen verdienen die Familien nicht nur ihren Lebensunterhalt, sondern lernen auch nachhaltige Praktiken und Handwerkskunst und bauen so eine stärkere, widerstandsfähigere Gemeinschaft für die Zukunft auf, für die ihrige und die ihrer Kinder.
Da die Mehrheit der Menschen unterhalb der Armutsgrenze lebt, sind Verbrechen jeglicher Art aus der Not heraus alltäglich. Illegale Drogen, familiäre Gewalt, Prostitution und auch Kindesmissbrauch, sind nur einige der größten Probleme. Insbesondere Kinder sind in dieser Gesellschaft verletzlich.
Father Rey und sein Team wollen die Kinder besonders schützen und ihnen durch Bildung den Weg in eine bessere Zukunft weisen.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den missio-Projektpartner Father Rey, so dass konkrete Maßnahmen zum Schutz und zur Bildung der Kinder weiterhin durchgeführt werden können.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!