Happyland - eine unglückliche Region
Der Name „Happyland“ klingt fröhlich, aber glücklich ist an diesem Ort niemand. Der Begriff ist abgeleitet vom Namen des Visayan-Dialekts für stinkenden Müll: Hapilan. In „Happyland“, einem Wasserslum in Manila, hat das „Shelter for Joy and Feeding Center“ seinen Standort. Ein Center, das Kindern eine Zukunft bietet.
Die Flüsse mitten in der philippinischen Hauptstadt Manila sind voller Plastikmüll. Die Slumbewohner von Happyland arbeiten dort nach den Prinzipien einer Recyclinganlage: Sie sammeln Plastikflaschen und anderen recycelbaren Abfall und sortieren ihn vor. Anschließend verkaufen sie den Müll für wenige Pesos an Recycling-Händler. Die „Scavengers“ (übersetzt: Aasgeier), so nennen sie sich selbst, verdienen mit dem Müllsammeln ihren Lebensunterhalt. Unter den Müllsammlern sind auch viele Kinder. Denn den Schulbesuch können sich diese Eltern meist nicht leisten - stattdessen müssen die Kinder auf der Müllkippe „arbeiten“.
Viele Familien in „Happyland“ leben am oder im Wasser oder unter Brücken, die Hütten sind aus Abfall oder Bauschuttresten gebaut. Dies hat Folgen für die Gesundheit: Kinder und Erwachsene leiden an Atemwegserkrankungen, Tuberkulose und Hautkrankheiten. Gestank, Hitze und schwere Winde ergeben eine toxische Mischung. Mangels fehlender Sanitäranlagen und sauberem Trinkwasser gehören Ruhr, Tuberkulose, Durchfall und Blutarmut zu den vielen Krankheiten. Die Kindersterblichkeit hoch. Ärzte und Krankenschwestern arbeiten in diesem Gebiet kaum. Das vom Staat vernachlässigte Gebiet gehört zu den ärmsten auf den Philippinen.
Helfen Sie den Kindern des Wasserslums
Das „Shelter for Joy and Feeding Center“ schenkt den Kindern Hoffnung auf eine bessere Zukunft
Das „Shelter for Joy and Feeding Center“ hat einen ganzheitlichen Ansatz und verbessert neben der Lebenssituation der dort betreuten Kinder auch die der gesamten Familien.
Die Fortschritte des Programms in 2025 werden vor allem daran sichtbar, wie das Bildungsangebot für die Kinder ausgebaut wurde.
- In der Grundschule einer Privatschule sind offiziell 13 Kinder aus dem Wasserslum eingeschrieben.
- Derzeit besuchen sechs Schülerinnen und Schüler die Oberstufe einer nahen gelegenen Privatschule.
- Es werden sowohl Präsenz- als auch Online-Nachhilfekurse durchgeführt, darunter virtuelle Mathematikstunden, die von Schülern aus Singapur geleitet werden. Sie bieten nicht nur akademische Unterstützung, sondern auch wertvolle Gelegenheiten für interkulturelle Interaktion.
- Darüber hinaus wurden Nachhilfestunden eingeführt, um den Kindern, die nicht im Center verortet sind grundlegende Lese- und Schreibfähigkeiten wie das Alphabet beizubringen.
- Mit Stolz berichtet der Projektpartner, dass das Zentrum 10 Laptops erhielt und der Computerraum renoviert wird, um ihn zu einer förderlicheren Lernumgebung zu machen.
- Während der Ferien erfüllte sich ein lang ersehnter Wunsch der Kinder, nämlich schwimmen zu gehen – in sauberem Wasser. Father Rey und sein Team hatten das Glück, dass eine nahe gelegene staatliche Einrichtung die Nutzung ihres Schwimmbads für die Kinder genehmigte.
„Der Tag war voller Lachen und Freude, als die Familien wertvolle Zeit miteinander verbrachten und ihre Bindung durch Spaß und gemeinsame Momente im Wasser stärkten“, erzählt Father Rey.
missio unterstützt seit 2017 die sozialpastorale Arbeit in Tondo. Die Kirche dort ist arm, aber nah bei den Menschen. Projektpartner Priester Reynaldo Daguitera ist missio persönlich bekannt und ein verlässlicher Partner. Er verfügt über Erfahrung in der Projektkoordination. Er weiß um die Sorgen und Nöte der Menschen in „Happyland“. Regelmäßig ist er in der Gemeinde vor Ort. Seine Erfahrung und umfängliche Kenntnis der Situation der Kinder in „Happyland“ ist maßgeblich in das Projektdesign des „Shelter for Joy and Feeding Centers“ eingeflossen.
Helfen Sie den Kindern des Wasserslums
Im „Shelter Joy and Feeding Center“ sind die Kinder tagsüber versorgt, damit sie keinen Plastikmüll im Hafenbecken sammeln. Die Eltern bringen ihre Kinder morgens in das Zentrum. Von hier aus werden sie in die Schule gefahren und nach dem Unterricht wieder abgeholt. Die Kinder erhalten Materialien und Schulkleidung, die die Eltern nicht bezahlen können. Bis zum Sonnenuntergang finden sie dann im Center Raum für Lernen, Erholung und Spiel, betreut durch geschultes Personal. Den Abend verbringen sie wieder in ihren Familien. Diese Routine bringt Stabilität in das Leben der Kinder. Die Kinder erhalten täglich gesunde Mahlzeiten, und regelmäßige ärztliche und zahnärztliche Untersuchungen.
Das Programm unterstützt auch praktische Initiativen zur Sicherung des Lebensunterhalts der Familien und gleichzeitig die Umwelt zu schonen wie beispielsweise:
- Verkauf von frischem Gemüse und Obst, Kontaktaufbau zwischen Erzeugern und Verbrauchern innerhalb der Gemeinde.
- Verarbeitung von Kaninchenfellen zu Lederartikeln, wodurch Materialien, die sonst auf Deponien landen würden, ein neues Leben erhalten.
- Im Rahmen seines Engagements für Nachhaltigkeit untersucht das Programm Bambus(an)bau als Alternative zu traditionellen Holzmaterialien. Durch die Verwendung von Bambus anstelle von Bäumen aus den Bergen trägt das Programm dazu bei, Erdrutsche zu verhindern und gleichzeitig sicherere, umweltfreundliche Wohnungen für bedürftige Familien zu bauen
Durch diese Initiativen verdienen die Familien nicht nur ihren Lebensunterhalt, sondern lernen auch nachhaltige Praktiken und Handwerkskunst und bauen so eine stärkere, widerstandsfähigere Gemeinschaft für die Zukunft auf, für die ihrige und die ihrer Kinder.
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So wirkt Ihre Spende
Da die Mehrheit der Menschen unterhalb der Armutsgrenze lebt, sind Verbrechen jeglicher Art aus der Not heraus alltäglich. Illegale Drogen, familiäre Gewalt, Prostitution und auch Kindesmissbrauch, sind nur einige der größten Probleme. Insbesondere Kinder sind in dieser Gesellschaft verletzlich.
Father Rey und sein Team wollen die Kinder besonders schützen und ihnen durch Bildung den Weg in eine bessere Zukunft weisen.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den missio-Projektpartner Father Rey, so dass konkrete Maßnahmen zum Schutz und zur Bildung der Kinder weiterhin durchgeführt werden können.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!