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Hilfe für eritreische Flüchtlinge

Sie riskieren ihr Leben, um dem Terrorregime in ihrer Heimat zu entfliehen. In den vier Flüchtlingslagern in Nord-Äthiopien sind die Eritreer sicher, aber die Lager dürfen sie nicht verlassen. Zehntausende Menschen, zum Nichtstun verdammt, träumen von einer besseren Zukunft für sich und ihre Kinder. 

Nebiat Ammanuel (Foto; Mitte) ist mit ihrem Mann aus Eritrea geflohen. Das Land gilt als Nordkorea Afrikas – ein Willkürregime, das die Menschenrechte mit Füßen tritt, religiöse Minderheiten verfolgt und Männer zu unbegrenztem Militärdienst zwingt. Auch Nebiats Mann musste schon als 15-Jähriger Soldat werden. Mit 30 war seine Entlassung immer noch nicht in Sicht. Deshalb flohen sie mit einem vier Wochen alten Säugling auf dem Rücken durch das Simin-Gebirge bis zur äthiopischen Grenze.

Nebiat Ammanuel aus Eritrea lebt mit ihren zwei Söhnen in einem Flüchtlingslager in Nord-Äthiopien. Foto: Hartmut Schwarzbach

Traurige Einzelschicksale

Im Flüchtlingslager Mai-Aini wurde der zweite Sohn geboren. Doch eine Familie hat der Kleine kaum erlebt. Sein Vater wurde im Lager von einem Blitzschlag getötet. Solche Schicksale gibt es viele in Mai-Aini. Mehr als 300.000 Eritreer haben ihr Land schon verlassen. Die meisten finden Zuflucht in Äthiopien, obwohl das Land selbst zu den ärmsten der Welt zählt. Ihre Unterkünfte in den Lagern schustern die Flüchtlinge aus dem zusammen, was sie gerade finden: Steine, Lehm, Wellblechteile, Plastikplanen. Ihr Glaube hilft den Menschen auszuhalten, was schwer zu ertragen ist: die ungewisse Zukunft, die Langeweile im Lager, die Angst um die jungen Männer, die sich auf den gefährlichen Weg Richtung Europa machen.

Flüchtlinge werden Gemeindearbeiter

Die Kirche bietet psychotherapeutische Beratung an, Beschäftigungsprogramme und Seelsorge. Weil das Personal fehlt, werden Flüchtlinge selbst zu Gemeindearbeitern ausgebildet. Sie stehen ihren Mitmenschen bei, haben ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte und bekommen gleichzeitig das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

Ihre Spende hilft Eritreern in den Flüchtlingslagern in Nord-Äthiopien, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken und gibt ihnen eine Perspektive. Herzlichen Dank.

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