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Zuflucht für vertriebene Frauen

Der Glaube an dunkle Kräfte ist in der afrikanischen Kultur fest verwurzelt. Auch der Glaube an Hexerei ist in einigen Regionen Burkina Fasos noch stark verbreitet. Die Motive für die Hexenverfolgung sind meist einfach. Dorfbewohner machen sich ihn oft zunutze, um eigene Interessen zu verfolgen. Die Frauen kommen oft verletzt und verängstigt ins Centre Delwendé, wo sie Zuflucht finden und Hoffnung schöpfen.

Alleinstehende Frauen, Witwen oder Frauen mit psychischen Erkrankungen sind die Opfer des Wahns. Oft sind es Männer, die ihre Ehefrau loswerden wollen, Dorfbewohner, die auf das Land ihres Nachbarn spekulieren oder Neider, die anderen ihren wirtschaftlichen Erfolg nicht gönnen.

Eine Frau, die der Hexerei beschuldigt und verjagt wurde, im Schutzzentrum Delwendé, Burkina Faso. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio

Der Hexenwahn

Die Folgen sind der Ausschluss aus der Dorfgemeinschaft oder gar Misshandlung. Verstoßene Frauen müssen fliehen, um zu überleben. Sie legen weite Strecken zu Fuß zurück, um den Zufluchtsort, der ihnen wieder eine Perspektive bieten kann, zu erreichen.

Hoffnung durch Zuwendung

Im Centre Delwendé finden die vertriebenen Frauen ein neues Zuhause und sozialen Halt. Daneben bekommen sie hier Lebensmittel, medizinische Versorgung und vor allen Dingen seelsorgerische Betreuung durch die Gemeinschaft der Weißen Schwestern, zu der auch Schwester Hortência gehört, die das Zentrum seit 2013 leitet. Durch die Zuwendung schöpfen die Frauen neuen Mut und hoffen, dass sie unter anderem durch die Kooperation der Schwestern irgendwann einmal in ihr Dorf und zu ihren Familien zurückkehren können. Vor einigen Jahren lebten hier noch über 400 Frauen. Doch dank der Aufklärungsarbeit geht die Zahl kontinuierlich zurück.

  • 36 Euro betragen die Kosten für die medizinische Versorgung einer Frau, die von ihrer Dorfgemeinschaft verstoßen wurde.

Ihre Spende unterstützt das Centre Delwendé in Burkina Faso, in dem die Frauen Zuflucht finden. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

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Stehen Sie Frauen bei, die als Hexen verfolgt werden

Als Hexe verunglimpft, verprügelt und vertrieben: Das haben fast alle der 245 Frauen erlebt, die heute im Zentrum Delwendé in Ouagadougou in Burkina Faso leben. Der Glaube an die Hexerei ist weit verbreitet. Ein als unnatürlich empfundener Tod kann schnell zum Auslöser für eine Hexenjagd werden - meist bei älteren Frauen.

„Es sind traumatische Erlebnisse. Wenn die Frauen nicht ermordet werden wollen, müssen sie fliehen. Sie lassen alles zurück“, erklärt Schwester Hortência Sizalande, die das Zentrum Delwendé leitet. Alle haben einen Traum: Sie möchten zurückkehren zu ihren Familien. Schwester Hortência steht ihnen dabei zur Seite.

Werden Sie Schutzengelpate von Schwester Hortência. Mit 35 Euro im Monat tragen Sie dazu bei, dass sie langfristig planen kann.