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Burkina Faso: Zwangsheiraten verhindern

Bereits mit 14 oder 15 Jahren werden Mädchen in Burkina Faso zu Zwangsehen gezwungen. Doch viele junge Frauen widersetzen sich und fliehen vor der eigenen Familie. Doch wohin? Katechistinnen und Katechisten geben den Mädchen Obdach und Schutz, obwohl sie selbst kaum genug zum Überleben haben.

Auch Pauline war einfach losgelaufen, bloß weg. Durch Vermittlung der örtlichen Kirchengemeinde fand sie Zuflucht bei Edmond und Bernadine, einem Katechistenehepaar. Obwohl die beiden selbst kaum genug haben, um sich und ihre acht Kinder zu ernähren, nahmen sie die neue Pflegetochter bei sich auf.

Mädchen in Burkina Faso werden von Katechisten vor der Zwangsehe gerettet Foto: Hartmut Schwarzbach/missio

Helfen Sie, Mädchen vor Zwangsheiraten zu retten!

Flucht vor Zwangsheirat

Die Gemeindehelferinnen und Gemeindehelfer in Burkina Faso bekommen kein festes Gehalt. Um sich versorgen zu können, baut die Familie ein wenig Mais und Hirse an. „Leider besitzen wir keinen Esel, der uns bei der Feldarbeit helfen kann", erzählt Edmond. Und auch um andere Nutztiere anschaffen zu können, ist die Familie zu arm. Wenn dann die Hirse in ihrem kleinen Getreidespeicher zur Neige geht, kommt der Hunger.

Hilfe zur Selbsthilfe

Mit einem Starthilfeprogramm für Selbstversorger möchte die Diözese Koupéla Katechisten wie Bernadine und Edmond unterstützen. Mit Ackergerät und zwei Schweinen können Sie eine kleine Zucht aufbauen, die ihnen und ihren Schützlingen das Überleben ermöglicht.

Folgend eine Kostenaufstellung:

  • 60 Euro für ein Schweinchen
  • 115 Euro für einen Karren
  • 170 Euro für einen Esel
  • 275 Euro für einen Pflug

Mit Ihrer Spende helfen Sie Katechisten und ihren Schützlingen, sich selbst besser versorgen zu können und ermöglichen so ein Überleben in kargen Zeiten. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Haben Sie Fragen zu unseren Projekten?

Christoph Tenberken und sein Team sind gerne für Sie da. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Spenderkommunikation

Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 535
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Erste Erfolge für Frauenrechte

Foto: Projektpartner
Claudine konnte vor einer Zwangsheirat bewahrt werden.

Schulung und Sensibilisierung

Ein weiterer Baustein dieses Projektes besteht darin, dass kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Dörfer gehen, um den Menschen die negativen Folgen von Zwangsehen vor Augen zu führen. So werden sie für die Problematik senisibilisiert und in Frauenrechten geschult. Eine solche Schulung hat die Eltern von Claudine zur Einsicht gebracht. Sie wollten ihre Tochter zwangsverheiraten - mit einem 45 Jahre älteren Mann! Claudine weigerte sich und ihr Vater verstieß sie. Nun die erfreuliche Wende: Die Eltern haben dank einer Schulung gegen Zwangsehen erkannt, dass ihr Handeln falsch war. Sie haben sich mit Claudine versöhnt und sie wieder zuhause aufgenommen.

Unser Projektpartner Abbe Gérard will noch viele weitere Mädchen wie Pauline und Claudine vor Zwangsheiraten retten. Helfen Sie mit!