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Kongo: Versöhnung zwischen Bantu und Pygmäen fördern

Wer gemeinsam lernt und sich gegenseitig beim Hausbau unterstützt, lässt sich nicht so einfach gegeneinander aufbringen. Mit einer Schule für Bantu- und Pygmäen-Kinder sowie einem Bauprojekt, das beiden Völkern zugute kommt, möchte missio gemeinsam mit Ihrer Hilfe zur Versöhnung im Südostkongo beitragen.

Traditionell leben die Pygmäen, die sogenannten Ureinwohner der zentralafrikanischen Regenwälder, vom Jagen und Sammeln. Doch in den vergangenen Jahren haben sich ihre Lebensbedingungen zunehmend  verändert. Es gibt nicht mehr so viel Wild zum Jagen, außerdem sind weite Teile des Regenwaldes zum Naturschutzgebiet ernannt worden. Mit weitreichenden Folgen für die  Regenwaldbewohner: Viele der etwa 700.000 Pygmäen in der Demokratischen Republik Kongo wurden vertrieben und fristen nun am Rand der Städte ein elendes Dasein. Die Pygmäen finden in den Städten keine Arbeit, die Analphabetenrate ist hoch. 80 bis 100 Prozent der Erwachsenen können weder lesen noch schreiben, nur fünf Prozent der Pygmäenkinder gehen zur Schule.

Helfen Sie, beim Schul- und Häuserbau

Zunehmende Spannungen

Besonders verschärft hat sich die Situation zwischen den sesshaften Bantuvölkern und den Pygmäen in den vergangenen zehn Jahren in der Diözese Manono im Südosten der DR Kongo. Die Pygmäen, die in der Kolonialzeit als nicht vollwertige Menschen galten, werden bis heute rechtlich diskiminiert und in vielen Bereichen des Lebens benachteiligt: bei der Bildung, der Wohnungssuche, der Gesundheitsversorgung. So dürfen Pygmäen-Frauen etwa nicht in dieselben Geburtsstationen wie andere Kongolesinnen gehen. Erst Ende 2020 verabschiedete das Parlament in der DR Kongo das „Gesetz zur Förderung und zum Schutz der autochthonen Pygmäenvölker“ – ein Hoffnungsschimmer.  

Versöhnungsprozess initiiert

Die diözesane Kommission für Menschenrechte der Diözese Manono hat – unterstützt von missio bereits vor einigen Jahren einen Versöhnungsprozess zwischen den Bantu und Pygmäen initiiert. Vergewaltigte Frauen und traumatisierte Kinder erhielten medizinische und psychologische Hilfe. Außerdem wurden je 20 Stammesführer ausgebildet, um Konflikte möglichst im Vorhinein zu verhindern. Vertreter von Militär, Polizei und den Gemeindeverwaltungen wurden in den Versöhnungsprozess eingebunden. Dieser zeigt Wirkung: Beide Völker haben nun den Wunsch nach einer gemeinsamen Schule für ihre Kinder an missio herangetragen. Sie sind überzeugt, dass fehlende Bildung und mangelnde Chancen Konflikte und Hass schüren, gemeinsames Lernen aber Verständnis.

Bitte helfen Sie, Schule und die 120 Häuser für Bantu und Pygmäen zu bauen.

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