missio - glauben.leben.geben
Eine Frau in traditioneller Kleidung sitzt vor einer lehmgebaute Hütte mit Strohdach. Neben ihr liegen Stöcke, und ein Topf steht auf dem Boden. Im Hintergrund sind vereinzelte Bäume und eine offene Landschaft sichtbar. Der Himmel ist leicht bewölkt.
Im Hexendorf Gushegu in Ghana leben die Frauen in großer Armut. Die Missionsschwestern der Ärmsten der Armen kümmern sich um die Verstoßenen, organisieren Lebensmittelhilfe und ein Dach über dem Kopf.

Auch in Afrikas Vorzeigestaat Ghana ist der Glaube an die Macht von Hexen und Zauberern immer noch tief verwurzelt. Vor allem auf dem Land gehört die Angst vor Hexerei zum Alltag. Geschieht etwas, das die Ordnung in der Gemeinschaft stört oder bedroht, wird nach Schuldigen gesucht. Nicht nur Erwachsene, auch  Kinder werden beschuldigt, von bösen Geistern besessen zu sein. Wird ein Baby mit Behinderung geboren, stirbt die Mutter bei der Geburt, kommen Zwillinge zur Welt, ist der oder die Schuldige für ein vorangegangenes Unglück schnell gefunden.

Flucht in ein sogenanntes Hexen-Camp

Der Aberglaube dient aber auch immer wieder dazu, wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. So wie bei Vivian (Name geändert). Die Brüder ihres verstorbenen Mannes beanspruchten die Kühe und das Land, das er ihr hinterließ, für sich. Darum diffamierten sie Vivian als Hexe. Ein Mob wollte Vivian und ihre drei Kinder lynchen, doch Ordensschwestern und die örtliche Polizei konnten die Familie retten. Sie brachten sie nach Gushegu, in ein sogenanntes Hexen-Camp.

Helfen Sie den als Hexen verfolgten Menschen!

Offiziell spricht in Ghana niemand gerne von diesen Siedlungen. Immer wieder sollen sie geschlossen werden. Doch wo sollen Frauen wie Vivian hin, fragt Schwester Ruphina Anosike von den Missionsschwestern der Ärmsten der Armen. Ihre Gemeinschaft kümmert sich um die Verstoßenen: Die Schwestern organisieren Lebensmittelhilfe und ein Dach über dem Kopf, leisten medizinische Versorgung und ermöglichen den Kindern den Schulbesuch.

Damit Siedlungen wie Gushegu irgendwann überflüssig werden, gehen die Schwestern in die Dörfer und klären auf, sprechen über die anhaltende Gewalt gegen Frauen und demontieren die Mythen rund um die Hexerei. Ihr Ziel: Frauen sollen frei und ohne Angst leben können, ein Opfer des Hexenwahns zu werden.

Helfen Sie den als „Hexen“ verleumdeten Menschen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Fragen zum Projekt?

Sie möchten weitere Informationen zu diesem Projekt? Kathrin Pontzen und ihre Kolleginnen vom Fachbereich Projektvermittlung sind gerne für Sie da. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns gerne an.

Alle unsere Projekte werden von einheimischen kirchlichen Partnern organisiert. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine solide Planung und einen gewissenhaften Umgang mit Fördermitteln.

Sollte das von Ihnen ausgesuchte Projekt bereits voll finanziert sein, werden wir Ihre Spende für das Folgeprojekt oder ein ähnliches Projekt verwenden. Außerdem unterstützen wir unsere Partnerinnen und Partner durch Bildungs- und Aufklärungsarbeit in Deutschland.

 

  • Land: Ghana
  • Laufzeit: 2024/25
  • Projektnummer:
    MP/121/017/2024/003
  • Projektsumme: 50.000 Euro
  • Benötigte Förderung: 22.000 Euro
  • Schwerpunkt: Pastoral/Seelsorge

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Ein lächelnde Frau mit langen, glatten Haaren trägt ein grünes Oberteil. Sie wirkt freundlich und offen, was eine positive Ausstrahlung vermittelt.

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