In Madagaskar arbeiten Kinder unter gefährlichen Bedingungen in Mica-Minen. Armut zwingt viele Familien dazu, ihre Kinder statt in die Schule zur Arbeit zu schicken. Bildung ist der einzige Weg, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Mit jedem Beitrag wächst die „Grüne Schule“ in Ampasimbe – und mit ihr die Chance auf ein Leben ohne Kinderarbeit.
Im Süden Madagaskars graben Familien in einfachen Gruben nach Mica. Das Mineral wird weltweit für Autos, Elektronik und Kosmetik verwendet. Die Arbeit ist hart, gefährlich und schlecht bezahlt. Viele Kinder helfen täglich mit. Sie tragen schwere Säcke, sortieren das Gestein, arbeiten in staubiger Hitze. Nicht aus freien Stücken. Sondern weil das Einkommen der Eltern nicht ausreicht. Wer arbeitet, geht nicht zur Schule. Und wer nicht zur Schule geht, bleibt in Armut gefangen.
Das Projekt setzt genau hier an. Kinder sollen wieder lernen statt arbeiten. Gemeinsam mit dem Projektpartner vor Ort werden Mädchen und Jungen in Schulen integriert. Schulgebühren, Material und Begleitung werden übernommen. Gleichzeitig werden Familien unterstützt, damit sie nicht mehr auf das Einkommen ihrer Kinder angewiesen sind. Denn Kinderarbeit endet nicht durch Verbote. Sie endet durch Alternativen.
Neben dem Schulzugang werden Eltern in einkommensschaffenden Maßnahmen unterstützt. Ausbildungsangebote, kleine wirtschaftliche Projekte und soziale Begleitung helfen, neue Wege zu gehen. So entsteht Schritt für Schritt eine Veränderung: Kinder erhalten Bildung. Familien gewinnen Stabilität. Gemeinden entwickeln Perspektiven.