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Ein Zuhause für die Opfer von Boko Haram

Bischof Stephen Mamza aus Yola im Norden Nigerias hat den Terror von Boko Haram am eigenen Leib erfahren. Sein Bruder wurde ermordet, sein Dorf zerstört. Seither setzt er sich für die Opfer ein.

In seiner Kirche beherbergt er mehr als 150 vertriebene Familien. Unter ausgesprochen einfachen Verhältnissen, bereits seit sechs Jahren. Nur Decken sorgen für etwas Privatsphäre. Die Menschen sind hier zum Nichtstun verdammt. Ohne Aussicht auf Änderung. Denn wer es wagt, in die Heimatdörfer zurückzugehen, riskiert sein Leben. Die Terroristen von Boko Haram bringen Ehemänner und Söhne vor den Augen der Frauen und Töchter um.

Hoffnung für vertriebene Familien

Bischof Stephen weiß, die vertriebenen Familien brauchen eine sichere Zukunft. Gemeinsam mit ihnen hat er überlegt: Die Kirche hat Land. Ein Grundstück. Auf dem sollen kleine Häuser gebaut werden.

„Die Zeit unserer Flüchtlingshilfe muss nun in eine Phase der Integration übergehen.“
Bischof Stephen Mamza

Nachdem eine Förderzusage von missio für die geplante Baumaßnahme vorlag, informierte Mamza die Menschen. „Es war einer der emotionalsten Momente der letzten Jahre. Die Menschen konnten ihr Glück kaum fassen.“

40 Quadratmeter Heimat

Dann ging alles recht schnell. Anfang 2020 konnte Mamza den Grundstein legen und schon Ende Februar waren die Rohbauten der ersten Hälfte der Gebäude errichtet. 40 Quadratmeter werden jeder Familie zur Verfügung stehen, dazu gemeinschaftliche Sanitäranlagen und jeweils ein Stück Ackerland für die Selbstversorgung. „Wir sind guter Hoffnung“, betonte Bischof Mamza beim Richtfest, „dass bis zum Beginn der Regenzeit alle vertriebenen Familien ein neues Dach über dem Kopf haben.”

Die Diözese Yola wird die Menschen auch in der neuen Siedlung weiter begleiten, denn soziale und spirituelle Hilfe ist für die oft traumatisierten Menschen nach wie vor notwendig. Geplant ist, eine Schule und eine Kapelle als neuen Gemeindemittelpunkt zu bauen.

Bitte helfen Sie mit, den Neubau von Schule und Kapelle für die Bevölkerung von Sangere-Marghi zu ermöglichen. Mit Ihrer Unterstützung erhalten die Menschen einen neuen Ankerpunkt in ihrem Leben. Herzlichen Dank!

Foto: H. Schwarzbach/missio
Schwester Maria Vitalis Timtere kümmert sich um Binnenflüchtlinge in Yola im Norden Nigerias.
Bischof Stephen Mamza spricht mit Kindern, die mit ihren Familien vor Boko Haram geflohen sind. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Bischof Stephen Mamza möchte den seit 2014 vertriebenen Flüchtlingsfamilien eine dauerhafte Heimat geben.
Hausbau in der Nähe von Yola für Flüchtlingsfamilien Foto: Projektpartner
Der Bau der Häuser schreitet zügig voran.

Helfen Sie den verzweifelten Flüchtlingsfamilien in Nigeria!

Bischof Stephen Mamza dankt Spenderinnen und Spendern

Der nigerianische Bischof Stephen Dami Mamza dankt missio-Spendern, die für das Hausbauprojekt in seiner Diözese Yola gespendet haben.

Fragen zum Projekt?

Sie möchten weitere Informationen zu diesem Projekt? Christoph Tenberken und seine Kolleginnen vom Fachbereich Gemeindeservice und Projektvermittlung sind gerne für Sie da. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns gerne an.

Alle unsere Projekte werden von einheimischen kirchlichen Partnern organisiert. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine solide Planung und einen gewissenhaften Umgang mit Fördermitteln.

Sollte das von Ihnen ausgesuchte Projekt bereits voll finanziert sein, werden wir Ihre Spende für das Folgeprojekt oder ein ähnliches Projekt verwenden.

 

  • Land: Nigeria
  • Laufzeit: 2019 - 2021
  • Projektnummer:
    MP/141/023/2019/002
  • Projektsumme: 223.000 Euro
  • Benötigte Förderung: 223.000 Euro
  • Schwerpunkt: Unterhalt

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