Als Rahila ihren Mann verlor, änderte sich ihr Leben von einem Tag auf den anderen. Gewalt hatte ihre Familie getroffen, wie so viele andere in ihrer Region im Zentrum Nigerias. An ihrer Seite blieb nur ihre kleine Tochter. Sie gab ihr einen besonderen Namen: Peace - Frieden.
Rahila wollte nicht, dass ihr Kind in einer Welt voller Angst und Hass aufwächst. Deshalb schloss sie sich einer Initiative von Frauen an, die einen anderen Weg gehen wollen. Sie nennen sich „Mütter für den Frieden“.
In vielen Regionen Nigerias leben Christen und Muslime Tür an Tür. Konflikte um Land, politische Macht oder knappe Ressourcen eskalieren immer wieder und werden häufig religiös aufgeladen. Ganze Dorfgemeinschaften geraten so in einen Kreislauf aus Misstrauen und Gewalt. Die „Mütter für den Frieden“ stellen sich diesem Kreislauf entgegen.
Frauen verschiedener Religionen kommen zusammen, sprechen über ihre Erfahrungen und suchen Wege zur Versöhnung. Sie besuchen Familien, die Gewalt erlebt haben, begleiten traumatisierte Menschen und vermitteln zwischen Gemeinschaften, die einander nicht mehr vertrauen.
Viele dieser Frauen haben selbst Angehörige verloren oder mussten aus ihren Dörfern fliehen. Gerade deshalb setzen sie sich dafür ein, dass neue Gewalt verhindert wird.
Mit Unterstützung von missio können die Frauen sich regelmäßig treffen, Friedensdialoge organisieren und neue Netzwerke zwischen christlichen und muslimischen Gemeinden aufbauen. Schritt für Schritt entsteht so wieder Vertrauen.
Für Rahila bedeutet diese Gemeinschaft Hoffnung. Sie weiß, dass sie nicht allein ist. Und sie kämpft dafür, dass ihre Tochter Peace in einer Zukunft aufwachsen kann, in der Menschen unterschiedlicher Religionen wieder miteinander leben können.
Ihre Spende hilft Frauen wie Rahila, diesen Weg weiterzugehen – für Frieden in ihren Familien, ihren Dörfern und für die nächste Generation.
Unterstützen Sie die Frauen, die Opfer der Gewalt wurden
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