missio - glauben.leben.geben
Vier Personen stehen im Freien vor einem einfachen Lehmhaus. Zwei Frauen tragen traditionelle Kleidung, während eine junge Frau und ein Mann miteinander sprechen. Die Stimmung wirkt ernst, möglicherweise findet ein wichtiges Gespräch statt.
Schwester Kituku (2. von rechts) im Gespräch mit einer Familie über Zwangsheirat.

In der Region Morogoro in Tansania erleben viele Mädchen und Frauen geschlechtsspezifische Gewalt. Frühverheiratung, Zwangsheirat und frühe Schwangerschaften sind weit verbreitet. Nach Angaben des Bildungssektors mussten innerhalb eines Jahres über 2.000 Mädchen wegen Schwangerschaft die Schule abbrechen, rund 40 Prozent der Mädchen werden bereits mit 14 Jahren verheiratet.

Mädchen gelten vielerorts nicht als eigenständige Persönlichkeiten, sondern vor allem als zukünftige Ehefrauen. Bildung wird als entbehrlich angesehen, Mitgift als wichtiger. Gewalt im familiären Umfeld, sexuelle Übergriffe und schädliche traditionelle Praktiken wie Zwangsheirat oder Witwenrituale sind Teil dieser Realität.

Schützen Sie Mädchen vor Zwangsheirat und Gewalt.

Die Sisters of the Immaculate Cordis Mariae arbeiten seit Jahren in Morogoro . Ziel ist es, das Bewusstsein der Gemeinschaft zu verändern und Frauen sowie Mädchen konkret zu stärken. 2026 profitieren 400 Frauen und Mädchen direkt vom Programm, darunter 200 Minderjährige. In Workshops und Kampagnen lernen sie ihre Rechte kennen, erhalten psychosoziale Begleitung und Zugang zu rechtlicher Unterstützung. Mädchen, die vor Zwangsheirat geflohen sind, finden Schutz und werden bei der Rückkehr in Schule oder Ausbildung unterstützt.

Gleichzeitig werden Einkommensmöglichkeiten aufgebaut. Frauen und junge Mädchen erhalten Schulungen etwa in Geflügelzucht oder Schneiderei, um eigenes Einkommen zu erzielen. Wirtschaftliche Unabhängigkeit verringert das Risiko, erneut in Abhängigkeit und Gewalt zu geraten. Das Projekt bezieht bewusst auch Männer, Großeltern, lokale Behörden und religiöse Führungspersonen ein. Nur wenn sich Einstellungen in der gesamten Gemeinschaft verändern, kann Gewalt langfristig zurückgedrängt werden.

Fragen zum Projekt?

Sie möchten weitere Informationen zu diesem Projekt? Kathrin Pontzen und ihre Kolleginnen vom Fachbereich Projektvermittlung sind gerne für Sie da. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns gerne an.

Alle unsere Projekte werden von einheimischen kirchlichen Partnern organisiert. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine solide Planung und einen gewissenhaften Umgang mit Fördermitteln.

Sollte das von Ihnen ausgesuchte Projekt bereits voll finanziert sein, werden wir Ihre Spende für das Folgeprojekt oder ein ähnliches Projekt verwenden. Außerdem unterstützen wir unsere Partnerinnen und Partner durch Bildungs- und Aufklärungsarbeit in Deutschland.

 

  • Land: Tansania
  • Laufzeit: 2025/26
  • Projektnummer:
    MP/154/011/2025/004
  • Projektsumme: 67.000 Euro
  • Benötigte Förderung: 67.000 Euro
  • Schwerpunkt: Pastoral

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Kathrin Pontzen und ihr Team sind gerne für Sie da. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Ein lächelnde Frau mit langen, glatten Haaren trägt ein grünes Oberteil. Sie wirkt freundlich und offen, was eine positive Ausstrahlung vermittelt.

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