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Corona in Indien: Menschen brauchen dringend Hilfe

Die Lage in Indien ist dramatisch. Die zweite Coronawelle hat das Land fest im Griff. Seit Tagen meldet Indien immer wieder Höchstwerte an Neuinfektionen. Die vielen Erkrankten können in den Krankenhäusern nicht mehr versorgt werden, weil Sauerstoff, Krankenbetten und Beatmungsgeräte fehlen. Auch unsere Projektpartnerinnen und -partner berichten in E-Mails, dass tagtäglich sehr viele Priester und Ordensschwestern an Covid-19 sterben.

„Während dieser zweiten Welle sind einer unserer Jesuiten, ein weiterer Priester der Diözese Dumka, drei Priester der Diözese Bhagalpur, fünf Schwestern und eine Reihe von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eng mit uns verbunden sind, gestorben.“

Jesuitenpater C.M. John, Ranchi, Jharkhand, in seiner E-Mail vom 23. April 2021

 

Sauerstoff und Beatmungsgeräte fehlen

Pater Ambrose Pitchaimuthu, Nationaldirektor von Missio Indien, berichtet, dass sich viele Kranke hoffnungsvoll an die Krankenhäuser in kirchlicher Trägerschaft wenden, wie etwa an das St. Thomas-Krankenhaus in Chennai in Südindien, das von Franziskanerinnen geleitet wird. Dort versucht man verzweifelt, allen an Covid-19-Erkrankten zu helfen. Pater Ambrose erzählt: „Das Krankenhaus steht unter einem unglaublichen Druck.“ Die Zahl der Infizierten schätzt das Krankenhauspersonal dort etwa dreimal höher als die von der Regierung angegebene Zahl. Pater Ambrose weiter:

„Die meisten Krankenhäuser sind für Covid-19-Patienten geschlossen; die Schwestern in Chennai öffneten ihre Türen, obwohl ihnen die nötige Ausrüstung fehlte, weil sie sehen konnten, dass die Menschen verzweifelt waren. Sie behandeln die ganz Armen und auch etwa 50 Ordenschwestern und Priester, die sonst nirgendwo hingehen können, bekommen die nötige Pflege.“

 

Die indische Regierung hat mittlerweile Maßnahmen ergriffen, um die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Doch der oftmals fehlende Zugang zu sauberem Wasser und die große Anzahl von Menschen, die in Armut leben, erschweren den Kampf gegen die Pandemie.

Corona-Solidaritätsfonds von missio

Während wohlhabendere Menschen es sich leisten können, für eine private Krankenhausbehandlung zu bezahlen, leiden arme Menschen. Ihre einzige Möglichkeit sind die überfüllten und schlecht ausgestatteten staatlichen Krankenhäuser oder gemeinnützige Gesundheitszentren wie das St. Thomas-Krankenhaus. Dort mangelt es an medizinischem Sauerstoff, lebenswichtigen Medikamenten und Beatmungsgeräten. Ärztinnen, Ärzte und das Pflegepersonal haben große Mühe, allen Bedürftigen zu helfen. Zusätzlich bereitet ihnen Sorge, dass inzwischen die Kosten für Sauerstoff gestiegen sind. Pater Ambrose berichtet, sie seien nun zehnmal so hoch wie vorher.

Mit dem Corona-Solidaritätsfonds hilft missio den kirchlichen Projektpartnerinnen und -partnern vor Ort. Bitte unterstützen Sie die Menschen in der Coronakrise in Indien. Herzlichen Dank!

Krankenschwestern versorgen in einem indischen Krankenhaus einen Patienten, der an Covid 19 erkrankt ist. Foto: Projektpartner / missio
Die Situation in den indischen Krankenhäusern ist dramatisch. Ärzte müssen über Leben und Tod entscheiden, weil es an Sauerstoff und medizinischen Geräten mangelt.
Eine Krankenschwester versorgt in einem indischen Krankenhaus eine Patientin, die an Covid 19 erkrankt ist. Foto: Projektpartner / missio
Viele erkrankte Menschen in Indien hoffen, in den zahlreichen kirchlichen Krankenhäusern behandelt zu werden. Doch auch dort fehlt es an Sauerstoff und medizinischem Gerät, um die vielen Patienten behandeln zu können. Hier eine Szene im St. Thomas Krankenhaus in Chennai.
Die Krankenhäuser in Indien sind überfüllt von Coronakranken. Foto: Projektpartner / missio

Helfen Sie den Menschen in der Coronakrise in Indien!

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