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Indien: Zukunft für die Kohlefamilien

Fluch der Kohle

In den so genannten „Rattenloch Kohleminen” riskieren Tausende Menschen im Nordosten Indiens täglich ihr Leben. Die meisten sind arme Migranten aus Nepal und Bangladesch. Schwester Blinda versucht, ihnen in ihrer verzweifelten Lage zu helfen.

Schenken Sie den Kohlefamilien eine bessere Zukunft

Der Fluch der Kohle

Ein Arbeiter einer illegalen Kohlemine im nordostindischen Meghalaya Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Eine Mutter im nordostindischen Meghalaya trägt ein Baby die Treppe hinunter, daneben steht ihr kleiner Sohn Foto: Hartmut Schwarzbach/missio

Der indische Bundesstaat Meghalaya ist reich an Bodenschätzen wie Kohle und Kalkstein. Tausende Menschen arbeiten in so genannten Rattenloch-Minen: Tief in die Erde gegrabene Schächte, auf deren Grund enge Tunnel horizontal abzweigen. Oft sind die mit primitivsten Mitteln gebauten „Rattenlöcher“ nur einen Meter hoch und knapp zwei breit.

Der unfachmännische Abbau der Kohle ist 2014 vom indischen Umweltgerichtshof eigentlich verboten worden. Familien haben dadurch ihre Einkommensquelle verloren. Vielerorts geht der Abbau jedoch heimlich weiter. Nur so können die Arbeiter das Überleben ihrer Familien sichern.

Der Kohleabbau in den Jaintia-Bergen zerstört die Umwelt und fordert immer wieder Tote. Der Minenarbeiter Kumar hat schon viele Unfälle miterlebt. „Manchmal ersticken Menschen an giftigen Gasen“, berichtet er. „Oft werden Leute von Steinen getroffen. Immer wieder stürzt ein Schacht ein, begräbt Arbeiter lebendig.“ Doch eine andere Arbeit kann Kumar nicht finden. „Für meine Kinder nehme ich das alles in Kauf.“

Armut, Alkoholismus und Analphabetentum sind in den so genannten Kohle-Familien weit verbreitet. Die Kirche versucht, den Menschen trotz der schwierigen Lage zu helfen. Sie betreibt in entlegenen Regionen Schulen und Kindergärten. Auch für die medizinische Versorgung setzt sich die Kirche mit Gesundheitsstationen ein, denn viele Kinder und Arbeiter leiden unter Atemwegserkrankungen. 

Mit einem breit angelegten Pastoralprogramm kümmert sich die Kirche um die viele zerrütteten Familien in der Diözese Jowai, die tagtaglich ums Überleben kämpfen müssen. Sie vermittelt christliche Werte, berät in wirtschaftlicher Not und stärkt den Zusammenhalt in den Familien und in der Gesellschaft.

Ihre Spende schenkt den Kohle-Familien Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Schenken Sie den Kohlekindern eine bessere Zukunft

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