missio - glauben.leben.geben

Myanmar: Hilfe für die Menschen nach dem Militärputsch

Die Militärregierung, die sich am 1. Februar in Myanmar an die Macht putschte, führt Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Soldaten und Sicherheitskräfte feuern Gewehrsalven in Häuser, dringen nachts in Wohnungen ein und verhaften willkürlich Zivilisten. Mit Drohnen machen sie Jagd auf Menschen, die sich vor ihnen versteckt haben. In den Gebieten der indigenen Minderheiten bombardiert die Luftwaffe ganze Dörfer.

Überall in Myanmar haben sich Priester und Ordensleute den Protesten angeschlossen, beten für Frieden und Demokratie. Die Bewegung für zivilen Ungehorsam Civil Desobedience Movement (CDM) eint die Menschen über Ethnien, Religionen und Altersgruppen hinweg. Sie zeigen den Dreifingergruß gegen die autokratischen Machthaber, tragen Plakate der gestürzten De-facto-Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und streiken, um den Generälen die wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. In einem der ärmsten Länder Asiens riskieren sie ihre Jobs – und ihr Leben.

Die Ortskirche versorgt die Bürgerkriegsopfer

Kirchliche Krankenhäuser können die vielen Verletzen kaum noch aufnehmen. Manche Diözesen haben ihre Häuser zu Notlazaretten umfunktioniert. Knapp 800 Zivilisten wurden bisher getötet, Tausende verletzt und verhaftet, Tausende sind bereits über die Grenze nach Thailand geflohen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Diese Menschen benötigen dringend Lebensmittel, Kleidung, Medikamente – viele sind zudem schwer traumatisiert. Ortskirche und Ordensleute, die sich seit Jahren um Menschen kümmern, die vor der Militärgewalt in den indigenen Gebieten geflohen sind, versorgen nun auch die Bürgerkriegsopfer.

Ordensfrauen in Myanmar protestieren gegen den Militärputsch. Foto: Projektpartner
Ordensschwestern zeigen den Dreifingergruß gegen die autokratischen Machthaber.
Auch Kirchen werden vom Militär zerstört.

Helfen Sie den Menschen in Myanmar!

Dank Spenden aus der Bevölkerung, schreiben die missio-Partner, konnten sie die Menschen bisher mit dem Nötigsten versorgen. Die Situation verschärft sich jedoch von Tag zu Tag. Menschen, die anderen Lebensmittel bringen wollen, werden getötet, Pfarrhäuser und Klöster geplündert. Wegen des internationalen Wirtschaftsboykotts ist der Geldtransfer nach Myanmar zurzeit schwierig. missio lotet alle Möglichkeiten aus und steht in engem Kontakt mit Projektpartnern diesseits und jenseits der Grenze, um von ihnen zu erfahren, wie am besten Hilfe geleistet werden kann. Wir tun alles, damit wir flexibel und schnellstmöglich handeln können.

Bitte helfen Sie den Frauen, Männern und Kindern in Myanmar!

Weitere Fragen zum Projekt?

Sie möchten weitere Informationen zu diesem Projekt? Christoph Tenberken und seine Kolleginnen vom Fachbereich Gemeindeservice und Projektvermittlung sind gerne für Sie da. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns gerne an.

Alle unsere Projekte werden von einheimischen kirchlichen Partnern organisiert. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine solide Planung und einen gewissenhaften Umgang mit Fördermitteln.

Sollte das von Ihnen ausgesuchte Projekt bereits voll finanziert sein, werden wir Ihre Spende für das Folgeprojekt oder ein ähnliches Projekt verwenden.

  • Land: Myanmar
  • Laufzeit: 2021
  • Projektnummer:
    MP/310/003/2021/002
  • Projektsumme: 22.000 Euro
  • Benötigte Förderung: 20.000 Euro
  • Schwerpunkt: Akuthilfe

Haben Sie Fragen zu unseren Projekten?

Christoph Tenberken und sein Team sind gerne für Sie da. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Spenderkommunikation

Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 535
E-Mail senden