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Menschenrechte in Pakistan fördern

Die Menschenrechtsituation in Pakistan ist für Christen und andere Minderheiten prekär. Die katholische Kommission für Gerechtigkeit und Frieden dokumentiert Verstöße gegen Menschenrechte, stärkt anwaltschaftliche Arbeit und Netzwerke und engagiert sich auf inter-nationaler Ebene für die Rechte von Christen in Pakistan.

Umstritten sind in Pakistan vor allem die Blasphemiegesetze: Sie sind die Rechtfertigung von Diskriminierungen und gewaltsamen Übergriffen gegen religiöse Minderheiten. Bei abwertenden Äußerungen über den Islam oder den Propheten Mohammed droht das pakistanische Strafrecht mit lebenslanger Haft oder der Todesstrafe. Der Vorwurf der Blasphemie dient vor allem in privaten Konflikten als Waffe und wird von Islamisten genutzt, um Andersdenkende und Minderheiten einzuschüchtern und zu tyrannisieren. Der niedrige Bildungsstand im Land, feudale Machtstrukturen und der geringe Status von Frauen verschärfen die Situation nochmals.

Foto: dpa
Angehörige der Allianz pakistanischer Minderheiten (APMA) demonstrieren in Lahore gegen das Todesurteil für Asia Bibi.

Rechtshilfe für Christen in Bedrängnis

Mit der Kommission hat die katholische Kirche im Land ein Netzwerk von Aktivisten aufgebaut, die die Menschenrechtssituation genau beobachten und dokumentieren sowie in Einzelfällen Rechtshilfe gewähren. Tausende Menschen wurden bisher in Ausbildungsveranstaltungen in Menschenrechtsfragen geschult. Der neue Maßnahmenkatalog der Kommission sieht vor, Jugendliche verschiedener religiöser Gruppen für die aktive Verteidigung von Menschenrechten auszubilden, Opfer von Gewalt zu unterstützen und die anwaltschaftliche Arbeit zu verbessern. Das Bemühen um die Durchsetzung von Menschenrechten gehört in Pakistan unbedingt zum Profil der katholischen Kirche.

Menschenrechts-Aktivisten mit Erfahrung

Das Projekt ist in einem intensiven Dialogprozess mit verschiedenen internationalen Hilfsorganisationen entwickelt worden. Das Team von angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern vor Ort gilt als erfahren und professionell. Der Bischofskonferenz in Pakistan liegt das Projekt sehr am Herzen, weil die Menschenrechtsarbeit für sie eine besonders hohe Bedeutung hat. Zudem hat sich die Komission Gerechtigkeit und Frieden im Laufe der Jahre mit einer Vielzahl nationaler und internationaler Menschenrechtsorganisationen vernetzt. Dadurch hat sie eine große Kompetenz entwickelt.

Ihre Spende hilft der katholischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden die Situation der Christen in Pakistan langfristig zu verbessern. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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