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Beistand für die Christen in Palästina

Durch den jahrzehntelang anhaltenden Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern schrumpft auch die Kirche in Palästina alarmierend. Die Menschen finden keine Arbeit oder nur ein sehr niedriges Einkommen. Sie können nicht frei reisen und müssen fürchten, dass Israel ihr Land beschlagnahmt. Die Gesellschaft St. Yves bietet diesen Menschen Rechtsbeistand.

Nach amtlichen Angaben lebten 2012 nur noch knapp 60.000 Christen in Palästina. Mittlerweile dürften es noch weniger geworden sein. Die Menschen fürchten, dass ihr Land beschlagnahmt wird. Im Westjordanland droht auch der Hausabriss durch israelische Behörden. Auch die landwirtschaftliche Infrastruktur, die Lebensgrundlage der Menschen, wird damit zerstört.

Blick durch einen israelisch-palästinensischen Grenzzaun Foto: Projektpartner/missio

Opfer des Nah-Ost-Konflikts

In solchen Fällen brauchen die Menschen dringend Rechtsbeistand. Das palästinensische Gebiet hat wohl die komplexeste Rechtslage weltweit. In Israel gilt unter anderem türkisch-osmanisches Recht, britisches Mandatsrecht, das neu gesetzte israelische Recht sowie bestimmte religiöse Vorschriften der einzelnen Religionsgemeinschaft. Im Großraum Jerusalem wird zudem häufig auch UN-Recht angewandt.

In dieser verwirrenden Situation ist es für die armen und benachteiligten Menschen kaum möglich, ihr Recht geltend zu machen. Häufig wenden sie sich in ihrer Not an ihren Pfarrer oder die kirchlichen Institutionen.

Sein Recht wahrnehmen können

Die Gesellschaft St. Yves, 1990 vom lateinischen Patriarchen gegründet, bietet den bedürftigen und unterdrückten Menschen organisierte Rechtshilfe und stellt Rechtsmittel bereit, um die behördlichen oder gerichtlichen Entscheidungen anfechten zu können. Ein Büro ist direkt in Jerusalem, eine Außenstelle gibt es in Bethlehem. Vier Aufklärungsseminare pro Jahr in Ost-Jerusalem helfen den von Landbeschlagnahmung betroffenen Menschen ihr Recht besser wahrnehmen zu können.

  • missio unterstützt die Arbeit bereits aus den zur Verfügung gestellten Kirchensteuermitteln mit 150.000 Euro. Zusätzliche Spenden leiten wir an die Gesellschaft St. Yves weiter.

Ihre Spende hilft, den bedürftigen Christen in Palästina rechtlichen Beistand gegen die Beschlagnahmung ihres Landes zu gewährleisten. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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Fachbereich Gemeindeservice und Projektvermittlung

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