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Beirut: Nach der Explosion seelische Wunden heilen

Am 4. August 2020 ereignete sich im Hafen von Beirut eine der größten nichtnuklearen Explosionen, die jemals registriert wurden. Die Katastrophe forderte mehr als 200 Menschenleben, verletzte Tausende und zerstörte Gebäude in einem Umkreis von 19 Kilometern. Viele Menschen – insbesondere Kinder – leiden bis heute unter der traumatischen Erfahrung.

Bereits seit 2019 wird der Libanon von einer tiefen Wirtschaftskrise geschüttelt. Die galoppierende Inflation hat die Einkommen und das Ersparte seither faktisch halbiert. Während die Wirtschaft weiter nach unten rutschte, stürzten das Coronavirus und die damit verbundenen Sperrmaßnahmen noch mehr Menschen in die Armut. Im Libanon gibt es keine Arbeitslosenunterstützung, keine Lebensmittelmarkenprogramme und keine Konjunkturzahlungen.

Die Explosion im Hafen traf viele Menschen, die innerhalb eines Jahres ihre wirtschaftliche Existenz verloren hatten. Sie traf Kinder, die die Tränen ihrer Eltern gesehen hatten und ahnten, dass das bisher gewohnte Leben in Gefahr ist. Dann spürten sie die Druckwelle. Dächer stürzten ein, Brücken fielen zusammen. Überall Glassplitter, Schreie, Sirenen, Staub und Zerstörung.

Die Katastrophe. Die Angst. Und etwas Hoffnung.

Unmittelbar nach der Katastrophe gingen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfsorganisation „Oum el Nour“ von Tür zu Tür, um den konkreten Bedarf der Hilfe zu ermitteln. Neben vielen körperlichen Verletzungen wurden den Teams vor allem die seelischen Verletzungen deutlich. Viele Kinder litten unter Angst und Schlafstörungen, manche von ihnen hatten seit Tagen nicht mehr gesprochen. Auch die Erwachsenen waren schwer gezeichnet, etwa ein Drittel der Befragten hat die Hoffnung auf eine Besserung der Zustände längst aufgegeben.

Ein kleines Mädchen wird nach der Explosion im Beiruter Hafen im August 2020 aus den Trümmern eines Hauses geborgen. Mohamed Azakir / Reuters
Ein kleines Mädchen wird aus den Trümmern geborgen. Der Schock des Erlebten sitzt tief.
Foto: Projektpartner/missio
Ein Mitarbeiter des Päpstlichen Missionswerks Libanon verteilt Hilfsgüter.

Helfen Sie, den traumatisierten Menschen in Beirut!

In Kooperation mit dem Päpstlichen Missionswerk von Beirut hat „Oum el Nour“ nun ein umfangreiches Programm aufgestellt, das rund 1100 Erwachsenen und 500 Kindern psychosoziale Hilfe bietet. Die auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmten Maßnahmen richten sich an Kinder, Jugendliche, Eltern und Senioren. Die Angebote reichen von Sprachtherapie über Theateraufführungen bis hin zu Schulungen, die Gemeindemitarbeiter und medizinisches Personal in die Lage versetzen, den Betroffenen fachkundigen Beistand leisten zu können. Der Glaube ist das einzige, was den Menschen im Libanon geblieben ist. Bischof Guy Guy Njeim, der Schirmherr von „Oum el Nour“, bittet uns um unsere Hilfe für die Opfer von Beirut.

Mit Ihrer Hilfe schenken Sie den Menschen in Beirut neue Hoffnung und helfen Kindern, ihre Albträume zu überwinden. Vielen Dank!

 

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Sie möchten weitere Informationen zu diesem Projekt? Christoph Tenberken und seine Kolleginnen vom Fachbereich Gemeindeservice und Projektvermittlung sind gerne für Sie da. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns gerne an.

Alle unsere Projekte werden von einheimischen kirchlichen Partnern organisiert. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine solide Planung und einen gewissenhaften Umgang mit Fördermitteln.

Sollte das von Ihnen ausgesuchte Projekt bereits voll finanziert sein, werden wir Ihre Spende für das Folgeprojekt oder ein ähnliches Projekt verwenden.

  • Land: Libanon
  • Laufzeit: 20/21
  • Projektnummer:
    MP/326/001/2020/001
  • Projektsumme: 130.000 Euro
  • Benötigte Förderung: 123.000 Euro
  • Schwerpunkt: Soziopastoral

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