Am 4. Adventswochenende war unser Projektpartner, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, der Lateinische Patriarch von Jerusalem, im Gazastreifen. Er besuchte die christliche Minderheit, sah die Zerstörung mit eigenen Augen und feierte mit der Gemeinde der katholischen Pfarrei Heilige Familie ein vorgezogenes Weihnachtsfest. Es war ein Besuch inmitten von Erschöpfung, Angst und großer Unsicherheit.
Die Menschen leben unter extrem schwierigen Bedingungen. Viele Familien sind auf dem Gelände der katholischen Kirche Heilige Familie untergebracht, dicht gedrängt in provisorischen Unterkünften. Rund 250 Familien finden hier Schutz, erschöpft und in Sorge um ihre Zukunft. Kirchen und kirchliche Einrichtungen wurden beschädigt, Lebensmittel und Medikamente sind weiterhin knapp.
Trotz einer leichten Entspannung seit dem Waffenstillstand vom 10. Oktober bleibt die Lage der Menschen fragil und die psychische Belastung hoch. Nach kirchlichen Angaben ist die Zahl der Christen im Gazastreifen von ehemals über 1.000 auf etwa 600 gesunken. Krieg, mangelnde medizinische Versorgung und Flucht haben tiefe Spuren hinterlassen.
Gleichzeitig zeigen die Verbliebenen bemerkenswerte Entschlossenheit. Kinder erhalten wieder Unterricht, nicht in Schulgebäuden, sondern in Zelten. Gemeinschaft, Seelsorge und gegenseitige Hilfe halten den Alltag zusammen, auch unter extremen Bedingungen.
Der Besuch des Patriarchen zeigt, dass die christlichen Gemeinde in Gaza nicht vergessen ist. Damit diese Nähe mehr ist als ein Zeichen, braucht es weiterhin konkrete Hilfe.
Kardinal Pizzaballa bittet gerade im Winter um Unterstützung bei der Versorgung der 250 Familien im Gazastreifen.
Die Menschen benötigen dringend:
Bitte helfen Sie den Familien in Gaza, damit sie mit dem Nötigsten versorgt werden können.
Ihre Spende zeigt: Die Christen in Gaza sind nicht allein.
Wenn der bewaffnete Konflikt beendet ist, wird auch auf uns als Kirche viel Arbeit zukommen. Die Arbeiter aus dem Westjordanland werden nicht an ihre Arbeitsplätze zurück können, da arbeiten jetzt Inder, Indonesier und Chinesen. Wir werden helfen müssen, dass sie sich selbst versorgen – auch eine Frage der Würde, die momentan so sehr mit Füßen getreten wird. In Gaza muss alles neu aufgebaut werden – und immer noch ist unklar, welche politische Autorität dafür zuständig sein wird.
Sie möchten weitere Informationen zu diesem Projekt? Kathrin Pontzen und ihre Kolleginnen vom Fachbereich Projektvermittlung sind gerne für Sie da. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns gerne an.
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