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Drei Männer in schwarzer Kleidung stehen vor einem zerstörten Gebäude. Die Fassade ist eingestürzt und Trümmer sind überall zu sehen. Der himmel ist bewölkt, was die düstere Atmosphäre verstärkt. Einer der Männer trägt eine rote Mütze.
Kardinal Pierbattista Pizzaballa besucht im Dezember 2025 den Gazastreifen und macht sich ein Bild vom Ausmaß der Zerstörungen.

Am 4. Adventswochenende war unser Projektpartner, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, der Lateinische Patriarch von Jerusalem, im Gazastreifen. Er besuchte die christliche Minderheit, sah die Zerstörung mit eigenen Augen und feierte mit der Gemeinde der katholischen Pfarrei Heilige Familie ein vorgezogenes Weihnachtsfest. Es war ein Besuch inmitten von Erschöpfung, Angst und großer Unsicherheit.

Die Menschen leben unter extrem schwierigen Bedingungen. Viele Familien sind auf dem Gelände der katholischen Kirche Heilige Familie untergebracht, dicht gedrängt in provisorischen Unterkünften. Rund 250 Familien finden hier Schutz, erschöpft und in Sorge um ihre Zukunft. Kirchen und kirchliche Einrichtungen wurden beschädigt, Lebensmittel und Medikamente sind weiterhin knapp.

Alltag in Not und Unsicherheit

Trotz einer leichten Entspannung seit dem Waffenstillstand vom 10. Oktober bleibt die Lage der Menschen fragil und die psychische Belastung hoch. Nach kirchlichen Angaben ist die Zahl der Christen im Gazastreifen von ehemals über 1.000 auf etwa 600 gesunken. Krieg, mangelnde medizinische Versorgung und Flucht haben tiefe Spuren hinterlassen.

Gleichzeitig zeigen die Verbliebenen bemerkenswerte Entschlossenheit. Kinder erhalten wieder Unterricht, nicht in Schulgebäuden, sondern in Zelten. Gemeinschaft, Seelsorge und gegenseitige Hilfe halten den Alltag zusammen, auch unter extremen Bedingungen. 

Der Besuch des Patriarchen zeigt, dass die christlichen Gemeinde in Gaza nicht vergessen ist. Damit diese Nähe mehr ist als ein Zeichen, braucht es weiterhin konkrete Hilfe.

Helfen Sie den Christen in Gaza!

Kardinal Pizzaballa bittet gerade im Winter um Unterstützung bei der Versorgung der 250 Familien im Gazastreifen. 

Die Menschen benötigen dringend:

  • Reis, Mehl, Zucker, Milchpulver und Konserven,
  • Decken insbesondere für die Kinder,
  • Treibstoff für einen Generator auf dem Gelände der katholischen Pfarrei Heilige Familie in Gaza sowie
  • Matratzen, da die Menschen auf dem Boden schlafen müssen.
     

Bitte helfen Sie den Familien in Gaza, damit sie mit dem Nötigsten versorgt werden können. 

Ihre Spende zeigt: Die Christen in Gaza sind nicht allein.

Eine große Menschengruppe steht Schlange unter einem Zelt im Freien. Viele Menschen halten Schalen oder Behälter in den Händen. Im Hintergrund sind Wohngebäude und einige grüne Pflanzen sichtbar. Der Himmel ist klar und blau. Die Szene wirkt geschäftig und zeugt von einer Nahrungsverteilung.
Menschen im Gazastreifen stehen an, um Essen zu erhalten.

Jetzt zählt Ihre Hilfe

Eindrücke vom Besuch Kardinal Pizzaballas in Gaza

Eine Gruppe von Fachleuten, darunter ein Kardinal, steht in einem Raum mit Laptop und medizinischen Vorräten. Die Frauen tragen Laborkittel und diskutieren. Der Kardinal gestikuliert, während er spricht. Im Hintergrund sind Regale mit Medikamenten zu sehen.

Im Al-Ahli-Krankenhaus sind immer noch die dringend benötigten Medikamente knapp, wie Pizzaballa (rechts) erfuhr.

Eine Gruppe von Menschen steht draußen zusammen. Ein Kardinal, gekleidet in schwarzer Soutane mit rotem Hut, interagiert freundlich mit Kindern. Die Kinder sind in hellen Jacken gekleidet und wirken erfreut. Im Hintergrund sind Erwachsene zu sehen, die aufmerksam zuschauen.

Herzlich wurde Kardinal Pizzaballa in der katholischen Pfarrei Heilige Familie in Gaza empfangen. Die Menschen schöpfen Zuversicht aus seinem Besuch.

Ein Mann in einem schwarzen Gewand und einer roten Kappe steht am Rande eines Camps im Sand, das von Zelten geprägt ist. Im Hintergrund ist das Meer sichtbar, während er auf die Siedlung schaut. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Isolation und Hoffnung.

Zahlreiche Familien leben in provisorischen Zelten an der Küste von Gaza-Stadt. Heftige Regenfälle haben im Dezember die Lebensumstände weiter verschärft.

Ein Geistlicher zündet eine Kerze an und hält eine weitere in der Hand, während er auf einen Tisch mit Sand blickt. Im Hintergrund sind mehrere Männer zu sehen, die dem Geschehen aufmerksam folgen. Die Umgebung scheint eine Kirche oder einen spirituellen Ort zu sein.
Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Patriarch Pierbattista Kardinal Pizzaballa OFM, zündet in Gaza eine Kerze an.

Wenn der bewaffnete Konflikt beendet ist, wird auch auf uns als Kirche viel Arbeit zukommen. Die Arbeiter aus dem Westjordanland werden nicht an ihre Arbeitsplätze zurück können, da arbeiten jetzt Inder, Indonesier und Chinesen. Wir werden helfen müssen, dass sie sich selbst versorgen – auch eine Frage der Würde, die momentan so sehr mit Füßen getreten wird. In Gaza muss alles neu aufgebaut werden – und immer noch ist unklar, welche politische Autorität dafür zuständig sein wird. 

Fragen zum Projekt?

Sie möchten weitere Informationen zu diesem Projekt? Kathrin Pontzen und ihre Kolleginnen vom Fachbereich Projektvermittlung sind gerne für Sie da. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns gerne an.

Alle unsere Projekte werden von einheimischen kirchlichen Partnern organisiert. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine solide Planung und einen gewissenhaften Umgang mit Fördermitteln.

Sollte das von Ihnen ausgesuchte Projekt bereits voll finanziert sein, werden wir Ihre Spende für das Folgeprojekt oder ein ähnliches Projekt verwenden. Außerdem unterstützen wir unsere Partnerinnen und Partner durch Bildungs- und Aufklärungsarbeit in Deutschland.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie Fragen zu unseren Projekten? Kathrin Pontzen und ihr Team sind gerne für Sie da. 

Ein lächelnde Frau mit langen, glatten Haaren trägt ein grünes Oberteil. Sie wirkt freundlich und offen, was eine positive Ausstrahlung vermittelt.

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