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Perspektiven für Jugendliche in Aleppo

Seit 2011 ist ganz Syrien zum Opfer eines blutigen Bürgerkriegs geworden. In den Jahren 2013 bis 2016 tobten die Kämpfe in Syrien in Aleppo besonders heftig. Ein großer Teil der Stadt ist zerstört. Die Bevölkerung ist geflohen, darunter mehrere Zehntausend Christen. Seit Ende 2016 ist Aleppo wieder fest in der Hand der Regierung. Trotzdem verlassen viele Jugendliche die Stadt in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Obwohl in Aleppo seit Ende 2016 kaum noch bewaffnete Kampfhandlungen stattfinden, fliehen viele Jugendliche vor dem Militärdienst, aber auch, weil sie keine wirtschaftlichen Perspektive mehr sehen.

Drei syrische Jugendliche sitzen in einem Klassenraum. Foto: Andy Spyra/missio

Flucht aus Aleppo

Zurückgeblieben sind in erster Linie alte Menschen, um die sich niemand kümmert, da die jüngeren Familienmitglieder ausgewandert sind. Die Fokolarbewegung hatte bereits vor dem Krieg ein Zentrum zur Ausbildung von Jugendlichen aufgebaut und die Jugendlichen dazu motiviert, in ihrer Heimat zu bleiben. Sie wurden in kunsthandwerklichen Berufen ausgebildet, um Souvenirs für Touristen herzustellen. Mit dem Ausbruch des Krieges mussten diese Tätigkeiten eingestellt werden. Nun hat sich das Zentrum neu ausgerichtet.

Neue Wege gehen

Das Zentrum hat sich jetzt darauf spezialisiert, die Jugendlichen in handwerklichen Berufen wie Schreiner und Klempner auszubilden. Die Weiterbildung und Qualifikation von Jugendlichen in handwerklichen Berufen hat für die Menschen vor Ort viele Vorteile. Neben dem Erwerb eines eigenen Einkommens wird auch der Wiederaufbau Aleppos bzw. die Pflege der vielen zurückgebliebenen alten Menschen unterstützt. Darüber hinaus wird der Dialog zwischen den Religionen gefördert. Da die Jugendlichen in der Ausbildung zum Teil Christen, der größere Teil aber Muslime sind, wird der soziale Zusammenhalt von Christen und Muslimen verstärkt. Dies ist ein dringendes Anliegen in Syrien, wo viele nur auf die direkten Bedürfnisse der eigenen Gruppe schauen.

  • Für rund 1.000 Euro wird ein Jugendlicher in 4- bzw. 6-monatigen Kursen zum Schreiner, Klempner oder Altenpfleger ausgebildet.

Ihre Spende hilft dabei, den Jugendlichen in Aleppo eine Berufsausbildung zu bieten, mit der sie sich selbst und den Bewohnern ihrer Stadt helfen können. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

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