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Grausame Jagd auf „Hexen“ beenden

Obwohl sich die Mehrheit der Bevölkerung in Papua-Neuguinea zum Christentum bekennt, ist der Glaube an übernatürliche Kräfte immer noch weit verbreitet. Im Zuge des Rohstoffbooms wurden viele Menschen entwurzelt. Sie klammern sich an den althergebrachten Glauben an Hexerei – mit tödlichen Folgen für viele Frauen.

Papua-Neuguinea wurde wie kaum ein anderes Entwicklungsland in die Neuzeit geschleudert. Das Land ist reich an Rohstoffen, doch bei der Bevölkerung kommt vom Boom kaum etwas an. Gerade junge Männer betäuben ihr Ohnmachtsgefühl mit Alkohol, Drogen und mit Gewalt gegen Frauen.

Schwester Lorena Jenal spricht mit einer als Hexe verfolgten Frau. Foto: Bettina Flitner/missio
Schwester Lorena Jenal hilft einer Frau, die als Hexe verfolgt wird.

Opfer sind meist Frauen

Der Glaube an das Übernatürliche ist in der traditionsbewussten Gesellschaft stark verwurzelt. Gerade allein lebende Frauen werden schnell beschuldigt, für alle möglichen Schicksalsschläge verantwortlich zu sein: Krankheit, Tod oder gar Missernten. Die Schweizer Ordensschwester Lorena Jenal kennt das Problem. Seit 35 Jahren arbeitet sie auf Papua-Neuguinea. Zuletzt wurde eine Bekannte von ihr der Hexerei beschuldigt und gefoltert. Sie starb schließlich an den schweren Verletzungen.

Aufklärungsarbeit gegen Hexenverfolgung

Schwester Lorena plant nun ein breit aufgestelltes Programm, um auf allen gesellschaftlichen Ebenen Aufklärungsarbeit gegen den Aberglauben zu leisten: in Schulen, Familien, Dorfgemeinschaften, bei der Polizei und in den Pfarreien. Zum Team gehören neben Schwester Lorena zwei weitere Ordensschwestern aus der Schweiz, ein Katechist, ein Polizist, eine Dorfrichterin, zwei ehemalige Opfer sowie eine kirchliche Laienmitarbeiterin. Um flächendeckend in den Dörfern präsent sein zu können, werden außerdem weitere Freiwillige ausgebildet.

Neben der Aufklärungsarbeit soll den Opfern auch unmittelbar geholfen werden: medizinisch und emotional, die ersten Tage nach einem Vorfall rund um die Uhr.

Das Budget von 20.000 Euro jährlich wird für Honorare, Materialien, Übernachtungskosten, Verpflegung und Transportkosten gebraucht.

Ihre Spende hilft, gegen die schreckliche, menschenverachtende Tradition der Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea anzugehen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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