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Wirkungsbeobachtung und Evaluation

Warum beobachtet missio die Wirkung seiner Projektarbeit?

Um einen effizienten Mitteleinsatz der missio anvertrauten Spendengelder zu gewährleisten und die Projektpartner bei der Planung und Durchführung von Projekten qualifiziert und qualifizierend zu begleiten, sind Wirkungsbeobachtung und Evaluation integrale Bestandteile der missio-Projektarbeit. Diese Überprüfungen stehen in einem engen Kontext mit der jeweils von den Projektpartnern vorgelegten Projektplanung. Wirkungsbeobachtung und Evaluation werden dabei als Mittel betrachtet, um herauszufinden, ob die im Rahmen der Projektförderung anvisierten Ziele der missio-Projektpartner in den Bereichen Ausbildung, Pastoralarbeit, Akuthilfe oder Aufbau von Infrastruktur erreicht werden konnten. Weder die Evaluation noch die Projektplanung selbst dürfen dabei zum Selbstzweck verkümmern.Letztlich zielt kirchliche Evaluation darauf ab, die Arbeit der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien zu optimieren, damit sie ihren Dienst an den Menschen bestmöglich leisten kann. Aus Kostengründen können nicht alle jährlich geförderten missio-Projekte durch externe Dienstleister evaluiert werden. Deshalb sind die missio-Partner angehalten, in ihren schriftlichen Abschlussberichten detaillierte, quantifizierte Auskünfte über die Wirkungen des Projektes zu geben.

Wirkungsbericht 2025

Die Kirche auf den Philippinen engagiert sich seit Jahrzehnten für den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung. Unsere Partner beweisen dabei langen Atem und hohe Professionalität. missio Aachen unterstützt diese Arbeit kontinuierlich im Rahmen seiner Auslandsprojektarbeit. 2025 haben wir eine externe Evaluation beauftragt, um die Wirksamkeit der Projekte zu überprüfen. - Hier das kurzgefasste Resümee:

Das Problem: Armut erhöht das Risiko sexualisierter Gewalt

In den Wohnvierteln Carreta, Lorega und Subangdaku in Cebu auf der Insel Mindanao führen Armut, beengte Wohnverhältnisse und ein leichter Zugang zu Internetcafés zu einem hohen Risiko für sexualisierte Gewalt und Onlineausbeutung von Minderjährigen (OSCEC). Das von der kirchlichen Partnerorganisation ANCE (Action for Nurturing Children and Environment) auf den Philippinen umgesetzte und von missio Aachen unterstützte Projekt setzt deshalb auf Prävention, Bildung und lokale Schutzstrukturen.

Die Lösung: Training, Aufklärung, Schutzmaßnahmen, Schulbesuch und gesunde Ernährung

Was tut ANCE gegen diese Bedrohung? Im Mittelpunkt stehen Trainings- und Aufklärungsseminare für Kinder, Eltern, Lehrkräfte, Verantwortliche in den Wohnvierteln sowie für die Polizei. Dabei geht es um Kinderrechte, Schutzgesetze und Anti-OSCEC-Verordnungen. Stipendien und kostenlose Schulmaterialien ermöglichen Kindern den Schulbesuch. Ein Programm zur gesunden Ernährung durch Urban Gardening kommt vor allem Kindern unter sechs Jahren zugute. Gleichzeitig nehmen ANCE-Mitarbeitende Internetcafés und andere öffentliche Orte stärker in den Blick. Sie kontrollieren beispielsweise, dass Kinder dort nach 22 Uhr keinen Zugang mehr haben — entsprechend der geltenden Ausgangsregelung („Curfew Rule“).

Ergebnis der Evaluation: Prävention ist sehr erfolgreich

Die von missio Aachen beauftragte externe Evaluation unter Leitung von Dr. Lurli B. Teves kommt zu einem positiven Urteil. Sie stellt fest, dass die Maßnahmen „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ umgesetzt wurden. Das Wissen darüber, wie Kinder und Eltern sich besser schützen können, ist deutlich gestiegen.

So konnten etwa 70 Prozent der 136 befragten Kinder mindestens drei bis vier Bestimmungen der Anti-OSCEC-Verordnung nennen. Bei den 134 befragten Müttern konnten 80 Prozent mehr als zwei Bestimmungen benennen. Kinder berichten zudem, dass sie explizite Nachrichten blockieren und riskante Kontakte eher meiden. Auch die Bereitschaft, Vorfälle zu melden, ist gestiegen: 80 Fälle wurden von Kindern und 19 von Frauen gemeldet.

Verbesserungsbedarf: Meldewege vertraulicher und sicherer machen

Verbesserungsbedarf sieht die Evaluation vor allem bei den Meldewegen und Unterstützungsangeboten für Betroffene. Diese sollten noch sicherer, vertraulicher und besser mit juristischer Begleitung verknüpft werden. Außerdem sollten die behördlichen Verordnungen gegen sexualisierte Gewalt an Kindern auf kommunaler Ebene konsequenter durchgesetzt werden. Darüber hinaus erhielt ANCE hilfreiche Hinweise, wie das Ernährungsprogramm und das Urban Gardening durch ein verbessertes Abfall- und Hygienemanagement weiterentwickelt werden können.

Die Evaluation dient missio Aachen und ANCE nun dazu, die Projektarbeit weiter zu verbessern.

Karte, die einen Teil von Europa, Afrika und Asien zeigt. Die Länder sind farblich hervorgehoben. Der Fokus liegt auf den Grenzen und der geografischen Lage dieser Regionen. Gewässer wie das Rote Meer, das Arabische Meer und der Indische Ozean sind ebenfalls sichtbar.
Das Bild zeigt drei Personen, die fröhlich in einer ländlichen Umgebung posieren. Links steht eine Frau, die ein helles T-Shirt mit einem farbigen Logo trägt und einen Rock. Sie hat ein Headwrap, das in Rot und Weiß gehalten ist, und lächelt freundlich. In der Mitte steht ein junges Mädchen mit einem bunten Oberteil, das aus verschiedenen Farbstreifen besteht, und einem langen, bunten Rock. Sie hat Zöpfe im Haar und zeigt ebenfalls ein Lächeln. Rechts steht ein älterer Mann, der ein helles Hemd und dunkle Hosen trägt. Er hält einen Stock in der rechten Hand und hat eine freundliche Miene. Im Hintergrund sind einfache Lehmhütten und eine trockene Landschaft zu sehen, die die ländliche Kulisse unterstreichen. Die Atmosphäre wirkt warm und einladend, und die drei Personen strahlen Freude und Gemeinschaft aus.

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