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Foto: Hartmut Schwarzbach/missio

Mai 2022

MAI 2022

4. SONNTAG DER OSTERZEIT C
("Gute-Hirte-Sonntag“)

Zuhören ist eine besondere Form der Liebe

„Es ist leicht einen Menschen zum Schweigen zu bringen, aber niemals kann man einen Menschen zum Zuhören zwingen“. Dieses eindringliche Wort des Medienwissenschaftlers Bernhard Pörksen macht deutlich, dass richtiges Zuhören schwierig ist. Das sagen nicht nur die Eltern von pubertierenden Kindern. Dies scheint eine Schwierigkeit zu sein, der wir in der alltäglichen Kommunikation, in der Beziehung, in der Familie, im Freundeskreis, auf der Arbeit begegnen.

Das Nicht-Zuhören kann peinlich werden, wenn ich bereits andere Gedanken im Kopf habe. Dieses Verhalten kann aber auch bis zur Ignoranz gehen, wo ich dem Anderen oder der Anderen indirekt deutlich mache, dass mich überhaupt nicht interessiert, was er oder sie denkt oder mir sagen will. Die Erfahrung von Opfern von sexualisierter Gewalt zeigt, dass sie in der Regel mehr als acht Personen brauchen, bis ihnen wirklich Gehör geschenkt wird.

Wie viele Anläufe brauchte und braucht die Bewegung Maria 2.0, damit Frauen ihre Anliegen zu Gehör bringen konnten?

„Meine Schafe hören auf meine Stimme“ – dieses Wort aus dem heutigen Evangelium macht deutlich, dass derjenige, der das sagt, Autorität hat: „Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenne sie und sie folgen mir.“ Das Hören wird hier zum Anlass, um in eine Richtung zu gehen, um sich zu verändern, um neue Wege zu gehen.

Dieses Wort Jesu ist keine Aufforderung zum blinden Gehorsam. Sein Leben war das Leben im Bild eines Hirten, der sich um die Seinen kümmert. Hören und Sprechen zwischen ihm und seinen Zeitgenossinnen und Zeitgenossen, Hören und Sprechen zwischen ihm und uns ist auf Augen- und Ohren-Höhe.

Dieser 4. Sonntag in der Osterzeit, der auch früher der „Gute-Hirte-Sonntag“ genannt wurde, wirft die Frage auf, wie Menschen in eine besondere, in eine spezielle Nachfolge Jesu gehen. Die Übertragung dieser Frage war über viele Jahre die, dass wir von einem Hirten, einem Pastor, gesprochen haben, auf den alle hören mussten. Das Hirtenbild des Jesus von Nazaret wurde blind übertragen auf das Leitbild des Pfarrers.

(...)

Auszug des Predigttextes von:

Rolf-Peter Cremer
Dompropst Aachen

Juni 2022

JUNI 2022
HOCHFEST DES LEIBES UND BLUTES CHRISTI,
FRONLEICHNAM
LK 9, 11 B-17 C

„Und alle aßen und wurden satt.“

Am Hochfest des Leibes und Blutes Christi, Fronleichnam, wird an die wunderbare Brotvermehrung erinnert. Was auf den ersten Blick zu wenig ist, reicht am Ende für viele. Und es bleibt sogar eine unfassbar große Menge übrig.

Das kann man mit nüchternem Blick nicht für bare Münze nehmen. Es ist gegen jedwede menschliche Erfahrung zu glauben, dass fünf Brote und zwei Fische 5.000 Personen satt machen sollen.

Mir erschließt sich die Aussageabsicht des Textes besser, wenn ich ihn in seiner Schrittfolge wahrnehme.

Die Jünger schauen nüchtern auf die Situation, in der sie sich befinden. Sie sind mit Tausenden an einem abgelegenen Ort, der weder eine adäquate Versorgung noch eine angemessene Übernachtung gewährleistet. Was liegt näher, als die Menge aufzufordern, sich zu zerstreuen und für ihre Versorgung selbst zu sorgen.
Die Logik der Jünger folgt dem Grundsatz: Jede und jeder ist für sich selbst verantwortlich.

Auch ich sehe es als wichtig und zielführend an, die Selbstorganisation und Selbstverantwortung von Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Menschen zu ermutigen und zu befähigen, für ihre Belange und Bedürfnisse einzustehen, ist in meinen Augen ein wichtiges Gut.

Jesus hingegen geht auf die Initiative der Jünger mit keinem Wort ein. In seiner Erwiderung berücksichtigt er zum einen den konkreten Kontext, zum anderen erinnert er sie an ihre Verantwortung.

(...)

Auszug des Predigttextes von:

Andreas Fritsch
Erzbistum Berlin

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