missio - glauben.leben.geben

Interne Richtlinien

Kinder sind schutzbedürftig

Vorgehensweise bei sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in Projekten

Gemeinsames Positionspapier von missio, Adveniat, Kindermissionswerk, Misereor und Renovabis zur Vorgehensweise bei sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in Projekten.

Kinder und Jugendliche sind in besonderem Maße schutzbedürftig. Es ist unsere Aufgabe als kirchliche Werke der Pastoral- und Entwicklungszusammenarbeit, sie in ihren Rechten und in ihrer Entwicklung zu stärken und sie vor Gefahren, zu denen insbesondere auch Ausbeutung, sexuelle Gewalt und Missbrauch zählen, zu schützen. Diese Aufgabe kann nur im vertrauensvollen Zusammenwirken mit den Partnern und Projektträgern gelingen.

Sowohl unsere Projektpartner als auch wir als Werke haben dazu beizutragen, dass Kinder und Jugendliche als Individuen respektiert werden und in einem sicheren und förderlichen Umfeld leben können. In den von uns geförderten Projekten sind sie unseren Projektpartnern in vielfacher Weise als ihren Ausbildern, Lehrern oder Betreuern anvertraut. Dieses Vertrauensverhältnis ist ein kostbares Gut. Insbesondere jede Form von sexuellem Missbrauch fügt den Betroffenen unermessliches Leid zu, zerstört das Vertrauensverhältnis und bringt den Projektträger in Misskredit.

Externe Prüfungen

Um das Vertrauen seiner Förderer zu sichern und die Arbeit stetig zu verbessern, unterzieht sich missio einer Reihe von aufeinander abgestimmten externen Prüfungen.

Um seinen Verpflichtungen gegenüber den Projektpartnern nachkommen zu können, legt missio neben den üblichen Rücklagen Gelder für langfristige Förderprogramme an, die abhängig vom Projektfortschritt in Raten ausgezahlt werden. Dabei überwacht der aus Mitgliedern des Verwaltungsrates gebildete Anlageausschuss die Einhaltung der missio-Anlagerichtlinien, die eine friedensverträgliche, umweltverträgliche und generationenverträgliche Anlage vorschreiben. Die Zinserträge dieser Anlagen kommen wiederum der Projektarbeit zugute.

Um seine ethischen Ansprüche in eine konkrete Anlagestrategie umzusetzen, nutzt missio die langjährige Expertise und Professionalität der imug Beratungsgesellschaft mbH aus Hannover, die mit ihrem Arbeitsbereich „Nachhaltiges Investment“ Nachhaltigkeitsratings zu Unternehmen, Staatsanleihen und Bankanleihen anbietet. Grundlage ist die Datenbank der weltweit führenden unabhängigen Nachhaltigkeitsratingagentur Eiris, die auch die Bank im Bistum Essen für Vermögensverwaltungs- und Beratungsmandate nutzt. In der Datenbank sind über 2.800 internationale Aktiengesellschaften nach ca. 250 Nachhaltigkeitskriterien analysiert.

Vor dem Hintergrund seines Satzungsauftrags und der Verpflichtung gegenüber Spenderinnen und Spendern ist missio verpflichtet, die zur Verfügung stehenden Gelder effizient und effektiv für die Projektarbeit zu verwenden. Deswegen engagiert missio sich aktiv dafür, Korruption vorzubeugen. Dazu hat der missio-Vorstand eine interne Leitlinie zur Korruptionsprävention erarbeitet, die für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindlich gilt.

Interne Kommunikation und Transparenz sind die wirksamsten Mittel, um Korruption vorzubeugen. Die konkreten organisatorischen Maßnahmen sind in der Leitlinie nachzulesen.

Das katholische Missionswerk missio in Aachen hat sich zum Ziel gesetzt, jede Form von Korruption mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern und zu bekämpfen. Zu diesem Zweck wurde auch eine Leitlinie zur Korruptionsprävention entwickelt. Gemäß der Leitlinie sind alle Personen, die Hinweise auf Korruption bei missio in Aachen oder in einem von missio geförderten Projekt haben, aufgerufen, ihren Verdacht zu melden.

Zur Meldung eines entsprechenden Verdachts stehen die bekannten Ansprechpartner bei missio oder der Vize-Präsident Dr. Gregor von Fürstenberg jederzeit zur Verfügung.

Die Leitlinie zur Korruptionsprävention (siehe oben) sieht zudem die Einrichtung einer externen Ombudsstelle vor. Die Ombudsperson hat die Aufgabe, bei der Prävention und Bekämpfung von Korruption unterstützend tätig zu sein, sofern der Dienstweg dafür nicht geeignet ist. Sie steht allen Mitarbeitern, Spendern, Projektpartnern und anderweitig am Auftrag des Werks mitwirkenden Personen zur Verfügung, die einen Korruptionsverdacht melden wollen.

Als Ombudsperson für missio in Aachen wurde vom Verwaltungsrat Herr Pfarrer Wolfgang Acht gewählt. Sein Mandat ist in der vom Verwaltungsrat verabschiedeten Aufgabenbeschreibung näher definiert.

Kontaktdaten:
Pfarrer Wolfgang Acht
Vorster Str. 72
47906 Kempen

Die ordnungsgemäße Wirtschaftsführung, die Verwendungsnachweise für Zuwendungen, das Rechnungswesen und zugehörige Abläufe werden regelmäßig durch die Stabstelle Innenrevision/Controlling überprüft. Allen Entscheidungsträgern stehen die benötigten Informationen aus dem Rechnungswesen zur Verfügung. Neben der jährlichen Wirtschaftsplanung ist es die wichtigste Aufgabe des Controllings, auf der Grundlage von Kennzahlen regelmäßige Berichte für alle Bereiche zu erstellen. Aus ihnen leiten die Abteilungsleiter gemeinsam mit dem Vorstand kurzfristig notwendige Steuerungsmaßnahmen ab.


Für das Bestellwesen gelten bei missio Einkaufs- und Bestellrichtlinien, die klare Vorgaben für die Angebotseinholung sowie für die Genehmigung vorgeben.

 

Bei allen Formen der Spendenwerbung ist es für missio von zentraler Bedeutung, unsere Förderer wahrhaftig und angemessen über die Situation unserer Partner in Afrika, Asien und Ozeanien zu informieren. Die Wahrung der Menschenwürde dieser Partner hat für uns oberste Priorität und drückt sich sowohl in den Texten als auch in den Bildern, die zur Verwendung kommen, aus.

missio setzt ausschließlich Formen der Spenderwerbung ein, die seriös und wirtschaftlich sind. missio lehnt Instrumente ab, die die Angesprochenen unangemessen unter Druck setzen und so ihre freie Entscheidung beeinträchtigen.

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