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Gemeinsam für „Eine Welt. Keine Sklaverei.”

Der kleine Junge sammelt Müll im Wasserslum Happyland auf den Philippinen Foto: Hartmut Schwarzbach / missio
Der kleine Junge sammelt Müll im Wasserslum Happyland.

Offiziell ist Sklaverei seit mehr als 150 Jahren weltweit abgeschafft – das gilt jedoch nur auf dem Papier.

Tatsächlich sind mehr als 40 Millionen Menschen weltweit Opfer moderner Sklaverei, schätzt die Internationale Arbeitsorganisation ILO.

In Asiens Textilfabriken, auf den Plantagen in Afrika und an vielen Orten, an denen Produkte für den westlichen Konsum und den Welthandel produziert werden, arbeiten Menschen unter katastrophalen und sklavereiähnlichen Bedingungen.

Mit unserer neuen Kampagne „Eine Welt. Keine Sklaverei.“ kämpfen wir im Rahmen der Aktion Schutzengel aktuell gegen diese grenzenlosen Formen der Ausbeutung. Wir setzen uns mit vollem Herzen für die Abschaffung moderner Sklaverei ein. Helfen Sie uns!

Moderne Sklaverei – Was heißt das eigentlich?

Zwangsarbeit, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Arbeitsausbeutung, Schuldknechtschaft und Versklavung von Kindern – moderne Sklaverei hat viele Gesichter. 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen und Mädchen. Sie werden besonders oft Opfer von sexueller Ausbeutung, Zwangsarbeit und erzwungenen Eheschließungen.

Weltweit müssen nach Schätzungen von UN-Experten über 25 Millionen Menschen Zwangsarbeit verrichten. Jedes vierte Opfer moderner Sklaverei ist noch ein Kind. Jungen und Mädchen werden zu Kindersoldaten ausgebildet oder auf Kakaoplantagen ausgebeutet, Frauen und Männer müssen für Rebellen in Minen nach Gold schürfen oder schuften für einen Hungerlohn unter lebensgefährlichen Bedingungen in Fabriken für den Weltmarkt.

 

Wo ist dein Bruder, der Sklave? Wo ist der, den du jeden Tag umbringst in der kleinen illegalen Fabrik, im Netz der Prostitution, in den Kindern, die du zum Betteln gebrauchst, in dem, der heimlich arbeiten muss, weil er nicht legalisiert ist? Tun wir nicht, als sei alles in Ordnung! Es gibt viele Arten von Mittäterschaft. Die Frage geht alle an! 

Papst Franziskus, Evangelii Gaudium, Nr. 211

 

Die Sklaverei der heutigen Zeit ist geprägt durch einen globalen Teufelskreis aus Ausbeutung, Unfreiheit und Verletzung der Menschenwürde. Zwar wurde der rechtliche Besitz an einem anderen Menschen abgeschafft, doch ist es für die Betroffenen heute oft nicht möglich, sich aus eigener Kraft aus den Strukturen der Sklaverei zu befreien. Dies kann viele Gründe haben, wie zum Beispiel Zwang, Gewalt, wirtschaftliche Not oder Abhängigkeitsverhältnisse.

kleiner Junge auf einem Friedhof in Cebu Foto: David Sünderhauf / missio
Auf dem Friedhof in Cebu kämpfen viele Familien ums Überleben
Ein Mädchen sitzt Zähne putzend auf dem Friedhof in Cebu
Für die Friedhofskinder ist eine normale Kindheit weit entfernt

Globale Ausbeutung: Wo gibt es heute noch Sklaverei?

„Wenn Sie Kleidung tragen, Nahrung zu sich nehmen, ein Auto fahren oder ein Smartphone haben, arbeiten derzeit ungefähr 60 Sklaven für Sie.“

Prof. Evi Hartmann, Wirtschaftswissenschaftlerin

Es gibt viele Gründe, weshalb Menschen ausgebeutet und missbraucht werden:Armut, politische Instabilität und mangelnde Bildung zählen zu den häufigsten Ursachen moderner Sklaverei. Besonders gefährdet sind Menschen in akuten Notlagen. Familien, die auf der Flucht oder in extremer Armut leben, fehlt meist jede Perspektive für die Zukunft. In ihrem täglichen Kampf um den Lebensunterhalt erliegen sie ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und moderner Sklaverei.

Auch der Lebensstil der Menschen in Industrieländern beeinflusst die schlechten Arbeitsbedingungen. Löhne unterhalb des Existenzminimums, gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit ermöglichen Dumpingpreise für unseren Konsum. Besonders gefährdet sind Frauen und Männer fernab ihrer Heimat, da sie ihren Arbeitgebern oft ausgeliefert sind. Der Bau der WM-Stadien in Katar kostete tausende Wanderarbeiter das Leben. Und auch in Deutschland bereichern sich Menschenhändler an Zwangsarbeit und sexueller Ausbeutung.

Die Folge: Den Preis für unfaire Lieferketten und gedankenlosen Konsum zahlen Menschen in Not mit ihrer Gesundheit und ihrer Würde. .

Minenarbeiterin im Kongo

Lieferketten

Von den Coltanminen in der DR Kongo über die Produktion in China bis zum gesundheits- und umweltgefährdenden Elektroschrott-Verwertung in Ghana verläuft auch die Lieferkette moderner Elektrogeräte wie Handys oder Laptops über zahlreiche Stationen moderner Sklaverei.

Alltagsprodukte

Moderne Sklaverei steckt hinter vielen Produkten unseres täglichen Lebens. Z.B. Kaffee, Tee, Tabak und Fleisch. In Asiens Textil- und Spielzeugfabriken wird unter gesundheits-gefährdenden Arbeitsbedingungen “Fast Fashion“ produziert. 

Sexuelle Ausbeutung

Viele Kinder auf den Philippinen werden Opfer sexueller Ausbeutung: durch Online-Missbrauch, Sextourismus und Zwangsprostitution.Viele Täter kommen aus westlichen Ländern. Nur wenige wurden bisher zur Rechenschaft gezogen.

Menschenhandel

70 Prozent aller Betroffenen moderner Sklaverei sind weiblich. Viele fallen skrupellosen Menschenhändlern zum Opfer, die sie mit Gewalt und Zwang in die Prostitution treiben - auch hier in Deutschland. Auch Kinder werden als billige Arbeitskräfte gehandelt.
 

Helfen Sie mit, moderne Sklaverei zu verhindern!

So können Sie Frauen, Männer und Kinder vor moderner Sklaverei schützen:

Petition gegen Online-Missbrauch

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Petition unterschreiben
Frau wirft ihr altes Handy in eine Spendenbox

Handys spenden

Durch fachgerechtes Handy-Recycling müssen weniger Konfliktmineralien unter ausbeuterischen Bedingungen abgebaut werden. Ein Teil des Recycling-Erlöses kommt unseren Hilfsprojekten vor Ort zugute. Ihre Handyspende wirkt also doppelt.

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Unterstützen Sie unseren Einsatz für Menschen in moderner Sklaverei und spenden Sie, denn Ihre Hilfe kann befreien! Unsere Partner stehen den Opfern der Ausbeutung seelisch, medizinisch und rechtlich zur Seite und geben ihnen ihre Würde zurück. 

PROJEKTE KENNENLERNEN
Ein Polizist in Münster spendet sein altes Handy und steht mit Infomaterialien an einem Polizeiwagen.

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Dr. Eva-Maria Hertkens

Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 444
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Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 294
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