Inhalt:
- Weltkarte: „Einschränkungen der Religionsfreiheit weltweit“
- Lesehilfe für den Umgang mit der Weltkarte
- Video: „Im Einsatz für Religionsfreiheit”
- Informieren Sie sich hier über die Menschenrechtslage weltweit
- Was wir bisher erreicht haben
- Ihr Kontakt
Jeder Mensch hat das Recht, seinen Glauben frei zu leben – Religionsfreiheit ist Menschenrecht.
Doch in vielen Ländern werden Menschen wegen ihres Glaubens bedroht, diskriminiert oder verfolgt. Das betrifft Christinnen und Christen ebenso wie Angehörige anderer Religionen und Weltanschauungen, insbesondere wenn sie Minderheiten in einem Staat sind.
missio setzt sich für diese Menschen ein und stärkt das Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit mit:
- Hilfsprojekten für verfolgte Christen ,
- fundierten Informationen „Länderberichte Religionsfreiheit“ und
- vielfältigen Aktionen, um Solidarität mit verfolgten Christen zu zeigen.
Denn Religionsfreiheit ist die Freiheit eines Menschen, seinen Glauben
- frei zu bilden,
- ungestört auszuüben,
- zu leben und danach zu handeln.
Christinnen und Christen werden in vielen Ländern dieser Welt diskriminiert, bedrängt und verfolgt. Die Ursachen dafür sind vielschichtig. Religiöse Fundamentalisten setzen eigene Wahrheitsansprüche mit Gewalt durch. Nationalisten erzwingen ein als homogen dargestelltes religiöses Erbe. Autoritäre Regime sehen Religion als Konkurrenz zur Staatsideologie. Besonders gefährdet sind Christen, wenn sie als Minderheit in einem Land leben.
Einschränkungen der Religionsfreiheit weltweit
Quelle: Pew Research Center: Government Restrictions on Religion Stayed at Peak Levels Globally in 2022, PDF-Datei, 18. Dezember 2024 .
Lesehilfe für den Umgang mit der Karte
Das Pew Research Center ist ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut aus Washington D.C., das seit 1996 von den gemeinnützigen The Pew Charitable Trusts finanziert wird und seit 2004 Teil dieser Stiftung ist. Die Arbeit des Pew Research Center ist in fünf Arbeitsbereiche aufgegliedert, darunter das Pew Forum on Religion & Public Life, das auch zum Thema Religionsfreiheit arbeitet.
Seit 2007 verarbeitet das Institut in 198 Ländern und Gebieten, die mehr als 99,5% der Weltbevölkerung abdecken, Daten zu Einschränkungen der Religionsfreiheit und bringt jährliche Berichte heraus. Diese Berichte sind Teil eines größeren Projektes (Pew-Templeton Global Religious Futures project), in dem es darum geht, den religiösen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaften weltweit zu analysieren.
Für die Analyse wertet das Institut mindestens 12 verfügbare Informationsquellen aus. Als Grundlage dienen die jährlichen Berichte des U.S. State Departments (State Department’s annual reports on International Religious Freedom). Das Pew Forum on Religion & Public Life sieht in diesen Berichten Vorteile gegenüber anderen Quellen. Von vorrangiger Bedeutung ist die Tatsache, dass die Berichte selbst auf unterschiedlichen Quellen basieren, so auf Informationen von Diplomaten und Botschaftsmitarbeitern, der U.S. Commission on Religious Freedom, Journalisten, Menschenrechtsorganisationen, religiösen Gruppierungen, der lokalen Regierung und Wissenschaftlern. Das standardisierte Format erlaubt zudem eine Vergleichbarkeit unter den Ländern. Um Ambivalenzen zu klären und Informationslücken zu schließen werden weitere Quellen hinzugezogen, so die jährlichen Berichte der U.S. Commission on International Religious Freedom, Berichte anderer Europäischer und UN-Organe sowie Informationen von Nichtregierungsorganisationen.
Der Bericht des Pew Forum on Religion & Public Life zeigt – auf Basis einer Kodierung der Quellen und einer Auswertung mithilfe eines Fragenkatalogs mit bis zu 250 Variablen – für jedes Jahr sowohl numerisch als auch prozentual die Veränderungen in den staatlichen und nicht-staatlichen Einschränkungen der Religionsfreiheit auf. Das Ausmaß der jeweiligen Einschränkungen wird in die vier Kategorien „sehr hoch“, „hoch“, „moderat“ und „niedrig“ eingeteilt. Als Maßstab für die Verteilung der Indexwerte gilt das Jahr bis Mitte 2007, in dem die ersten Daten für die Berichte erhoben wurden.
Der Gesamtindex der jährlichen Berichte zur Religionsfreiheit ist in zwei Indizes aufgeteilt. Dem sogenannte Government Restrictions Index (GRI) liegen 20 Indikatoren zur Messung der staatlichen Beschränkung der Religionsfreiheit zugrunde. Er untersucht Gesetze, Ausführungsbestimmungen und Maßnahmen, die die Freiheit des religiösen Glaubens und der Praxis einschränken. Der Social Hostilities Index (SHI) misst religiös motivierte Diskriminierung von Individuen, Gruppen oder Organisationen anhand von 13 Indikatoren.
Die Einschätzungen des Pew Research Centers bieten eine gute Orientierungshilfe. Sie sollten allerdings immer durch qualitative Studien wie etwa durch die missio-Länderberichte ergänzt werden. Um mit den Daten und Darstellungen des Pew Research Centers verantwortungsvoll arbeiten zu können, müssen zudem folgende kritische Punkte berücksichtigt werden:
- Einschränkungen der Religionsfreiheit können zulässig sein, wenn sie angemessen und verhältnismäßig sind und die Substanz des Rechts gewahrt bleibt. Diese zulässigen Einschränkungen der Religionsfreiheit werden im Bericht des Pew Research Centers nicht ausreichend berücksichtigt. So wird zum Beispiel in vielen Kontexten die rechtliche Debatte dazu, welche Einschränkungen im Hinblick auf das Tragen religiöser Symbole gerechtfertigt und verhältnismäßig sind, kontrovers geführt.
- Alle Fragen werden im Bericht gleich stark gewichtet. Damit fallen etwa Fragen nach dem Umgang mit religiösen Symbolen genauso stark ins Gewicht wie die Frage, ob eine Regierung physische Gewalt gegen religiöse Minderheiten anwendet oder gar das Ziel verfolgt, eine religiöse Gruppe gänzlich zu eliminieren. Fraglich ist, ob eine Regierung, die letzteres Merkmal erfüllt, überhaupt noch in Kategorien wie „moderat“ fallen sollte.
- Weitere Schwierigkeiten bei der Gewichtung ergeben sich dadurch, dass die Häufigkeit von Vorfällen und die Bevölkerungsgröße nur vereinzelt berücksichtigt werden.
- Da die Berichte zum großen Teil auf Daten der US-Botschaften beruhen, sind auch politisch motivierte Einschätzungen nicht gänzlich auszuschließen.
Zeigen Sie Solidarität mit verfolgten Christen
Glaube verbindet
missio setzt auf den Dialog mit anderen Religionen. Denn gemeinsam sind wir stärker gegen Verfolgung, Ausgrenzung und Terror. Dabei treibt uns unsere christliche Grundhaltung an, niemanden zurückzulassen und für alle Menschen da zu sein – ungeachtet ihrer Herkunft, Religionszugehörigkeit oder anderer Merkmale.
„Im Einsatz für Religionsfreiheit”
Religionsfreiheit ist ein unveräußerliches Menschenrecht und fester Bestandteil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Trotzdem wird sie in vielen Staaten dieser Welt verletzt – auf unterschiedliche Art und Weise. Davon sind Mitglieder aller Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften betroffen – seien es Christen, Juden, Muslime oder auch Atheisten. Unser Video gibt einen Einblick, über die Einschränkungen der Religionsfreiheit, wo diese vorkommen und was dagegen getan werden kann. Und es zeigt, wie wichtig die Religionsfreiheit für jeden Einzelnen von uns und für das gesellschaftliche Miteinander ist.
Gerechtigkeit für Asif Pervaiz
Seit 2013 sitzt der pakistanische Christ Asif Pervaiz wegen angeblicher Blasphemie in Haft. 2020 zum Tod verurteilt, wartet er auf Berufung. Fordern Sie vom High Court Lahore Gerechtigkeit für den Familienvater.
Informieren Sie sich hier über die Menschenrechtslage weltweit:
Was wir bisher erreicht haben
Unterstützerinnen und Unterstützer von missio helfen seit 2013 durch Aufrufe und Petitionen Christinnen und Christen in Not, die inhaftiert, entführt, von Gewalt oder von der Todesstrafe bedroht sind. Gleichzeitig ermutigen Sie durch Solidaritätsaktionen Menschen weltweit, die sich unerschrocken für Religionsfreiheit, interreligiösen Dialog und gegen religiöse Diskriminierung einsetzen. Erfolgreich waren zuletzt folgende Aktionen:
Online-Konferenz am 15. April 2026:
„Wie Gesellschaft für die Toten sorgt - Eine Frage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit“
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Katja Voges ist derzeit in Elternzeit und nicht erreichbar. Ihre Anfragen nimmt Walburga Hilgers gerne entgegen.