missio - glauben.leben.geben

Inhalt:

 

Jeder Mensch hat das Recht, seinen Glauben frei zu leben – Religionsfreiheit ist Menschenrecht.

Doch in vielen Ländern werden Menschen wegen ihres Glaubens bedroht, diskriminiert oder verfolgt. Das betrifft Christinnen und Christen ebenso wie Angehörige anderer Religionen und Weltanschauungen, insbesondere wenn sie Minderheiten in einem Staat sind.

missio setzt sich für diese Menschen ein und stärkt das Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit mit:

Denn Religionsfreiheit ist die Freiheit eines Menschen, seinen Glauben  

  • frei zu bilden,
  • ungestört auszuüben,  
  • zu leben und danach zu handeln. 

Warum werden Christen verfolgt?

Christinnen und Christen werden in vielen Ländern dieser Welt diskriminiert, bedrängt und verfolgt. Die Ursachen dafür sind vielschichtig. Religiöse Fundamentalisten setzen eigene Wahrheitsansprüche mit Gewalt durch. Nationalisten erzwingen ein als homogen dargestelltes religiöses Erbe. Autoritäre Regime sehen Religion als Konkurrenz zur Staatsideologie. Besonders gefährdet sind Christen, wenn sie als Minderheit in einem Land leben. 

Einschränkungen der Religionsfreiheit weltweit

Ergebnisse

  1. Afghanistan
    Kontinent Asien
    Einschränkung durch Regierungen:
    Wert: 8.2 | sehr hoch
    Einschränkung durch Gesellschaften:
    Wert: 7.3 | sehr hoch
  2. Ägypten
    Kontinent Afrika
    Einschränkung durch Regierungen:
    Wert: 8.4 | sehr hoch
    Einschränkung durch Gesellschaften:
    Wert: 7.4 | sehr hoch
    Weitere Informationen »
  3. Algerien
    Kontinent Afrika
    Einschränkung durch Regierungen:
    Wert: 7.5 | sehr hoch
    Einschränkung durch Gesellschaften:
    Wert: 4 | hoch
    Weitere Informationen »
  4. Äthiopien
    Kontinent Afrika
    Einschränkung durch Regierungen:
    Wert: 3.7 | moderat
    Einschränkung durch Gesellschaften:
    Wert: 4.3 | hoch
    Weitere Informationen »

Quelle: Pew Research Center: Government Restrictions on Religion Stayed at Peak Levels Globally in 2022, PDF-Datei, 18. Dezember 2024    .

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Länderberichte Religionsfreiheit


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Menschenrechtsstudien


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Frauen gerettet


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Zeigen Sie Solidarität mit verfolgten Christen

Glaube verbindet

missio setzt auf den Dialog mit anderen Religionen. Denn gemeinsam sind wir stärker gegen Verfolgung, Ausgrenzung und Terror. Dabei treibt uns unsere christliche Grundhaltung an, niemanden zurückzulassen und für alle Menschen da zu sein – ungeachtet ihrer Herkunft, Religionszugehörigkeit oder anderer Merkmale.

„Im Einsatz für Religionsfreiheit”

Religionsfreiheit ist ein unveräußerliches Menschenrecht und fester Bestandteil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Trotzdem wird sie in vielen Staaten dieser Welt verletzt – auf unterschiedliche Art und Weise. Davon sind Mitglieder aller Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften betroffen – seien es Christen, Juden, Muslime oder auch Atheisten. Unser Video gibt einen Einblick, über die Einschränkungen der Religionsfreiheit, wo diese vorkommen und was dagegen getan werden kann. Und es zeigt, wie wichtig die Religionsfreiheit für jeden Einzelnen von uns und für das gesellschaftliche Miteinander ist.

Informieren Sie sich hier über die Menschenrechtslage weltweit:

Menschenrechte weltweit stärken

missio setzt sich für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Hier erfahren Sie mehr über unsere Projekte und finden aktuelle Studien von Expertinnen und Experten zur Situation der Menschenrechte in einzelnen Ländern.

Länderberichte Religionsfreiheit

Erfahren Sie, wie es in einzelnen Ländern um die Religionsfreiheit bestellt ist. Die Länderberichte von Expertinnen und Experten bieten fundierte Informationen und richten sich nicht nur an politische Entscheiderinnen und Entscheider oder zivilgesellschaftliche Organisationen.

Was wir bisher erreicht haben

Unterstützerinnen und Unterstützer von missio helfen seit 2013 durch Aufrufe und Petitionen Christinnen und Christen in Not, die inhaftiert, entführt, von Gewalt oder von der Todesstrafe bedroht sind. Gleichzeitig ermutigen Sie durch Solidaritätsaktionen Menschen weltweit, die sich unerschrocken für Religionsfreiheit, interreligiösen Dialog und gegen religiöse Diskriminierung einsetzen. Erfolgreich waren zuletzt folgende Aktionen:

Eine Frau hält ein Plakat, auf dem steht: "AM I NEXT?" mit einem traurigen Gesichtssymbol und einem Symbol für Transgender. Die Person wirkt ernst und nachdenklich, was auf eine dringende gesellschaftliche Frage hinweist.

Schutz vor Zwangskonversion und Zwangsehe

Mit einer Petition haben wir uns stark gemacht für Mädchen und junge Frauen in Pakistan. Junge Christinnen, Hinduistinnen und Ahmadiyya-Musliminnen werden dort aus ihren Familien entführt, vergewaltigt und unter Zwang konvertiert und verheiratet. In der Zwangsehe sind sie sexuellem Missbrauch und anderen Formen körperlicher und seelischer Gewalt ausgesetzt. Wir haben den Religionsfreiheitsbeauftragten der Bundesregierung, Frank Schwabe, aufgefordert, sich bei der pakistanischen Regierung gegen diese Praxis einzusetzen. Die Petition mit rund 2.400 Unterschriften haben wir im November 2023 in Berlin überreicht.

Das Bild zeigt sieben Männer in Porträtaufnahme, angeordnet in zwei Reihen. Jeder Mann hat einen neutralen Gesichtsausdruck und steht vor einem einfarbigen Hintergrund. In der unteren rechten Ecke ist eine Karte von Indien mit dem Bundesstaat Odisha und dem Bezirk Kandhamal eingezeichnet.

Die Gefangenen von Kandhamal sind frei

Unsere Petition #freeourhusbands war erfolgreich: Alle sieben Christen aus dem indischen Bundesstaat Odisha sind vom Obersten Gerichtshof freigesprochen worden und zurück bei ihren Familien. 2008 waren sie wegen des unterstellten Mordes an einem hinduistischen Geistlichen unschuldig ins Gefängnis gekommen. 6.000 Menschen haben unsere Petition unterstützt, die an den Premierminister von Indien und den Ministerpräsidenten des Bundesstaates Odisha gerichtet war. Immer noch ist die Religionsfreiheit in Indien durch hindu-nationalistische Kräfte gefährdet.

Eine Gruppe von Menschen befindet sich in einem Gerichtssaal. Im Vordergrund stehen mehrere Polizisten in Uniform, während im Hintergrund Männer in Zivilkleidung stehen. Ein Mann in der Mitte scheint angespannt zu sein und blickt nach vorne. Die Atmosphäre wirkt ernst und angespannt.

Solidarität mit Nguyen Van Dai

Unsere Kampagne gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation VETO! und der Bundestagsabgeordneten Marie-Luise Dött für die Freiheit des vietnamesischen Rechtsanwalts Nguyen Van Dai war erfolgreich. Er wurde im Juni 2018 aus fast dreijähriger Haft entlassen und konnte nach Deutschland einreisen. Nguyen Van Dai setzte sich für die Achtung der Menschenrechte ein und leistete Angehörigen religiöser Minderheiten, darunter auch Christinnen und Christen, juristischen Beistand. Durch die Gründung des Netzwerks „Bruderschaft für Demokratie“ hatte ihn der Vorwurf eines geplanten Regierungsumsturzes und der „Propaganda gegen die Sozialistische Republik“ getroffen.

Drei Männer helfen einem älteren Mann beim Aussteigen aus einem Fahrzeug. Der ältere Mann trägt eine Kappe und sieht erschöpft aus. Die beiden anderen Männer unterstützen ihn freundlich, während sie ihn in den Arm nehmen, um ihm beim Aufstehen zu helfen.

Solidarität mit Nguyen Van Ly

Mit einer Petition machten sich missio und Reporter ohne Grenzen für den Priester, Menschenrechtsverteidiger und Blogger Nguyen Van Ly stark. Er ist einer der Mitorganisatoren der Demokratiebewegung „Block 8406“ in Vietnam, die sich für Presse-, Meinungs- und Religionsfreiheit einsetzt. Er saß bereits mehrfach viele Jahre im Gefängnis. Nun wurde ihm „Propaganda gegen den vietnamesischen Staat“ vorgeworfen. 2016 starteten missio und Reporter ohne Grenzen die Kampagne #freeLy für Nguyen Van Dai. Daraufhin wurde er im Mai 2016 vorzeitig aus der Haft entlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten 3.500 Menschen unsere gemeinsame Petition unterschrieben. Die Kooperation zeigte: Meinungs- und Religionsfreiheit gehören untrennbar zusammen!

Auf einem Tisch liegen mehrere Dokumente und Unterschriftenlisten. Im Hintergrund steht ein rotes Plakat mit der Aufschrift „Asja B. sitzt“ und Informationen zu einer Kampagne für Religionsfreiheit in Pakistan. Die Papiere sind chaotisch angeordnet und zeigen zahlreiche handschriftliche Einträge.

Freiheit für Asia Bibi

Der Kampf um die Freiheit von Asia Bibi in Pakistan war erfolgreich: Sie hat in Kanada Asyl gefunden. Die pakistanische Christin wurde 2010 zum Tode verurteilt. Ihr wurde vorgeworfen, bei der Feldarbeit Wasser als Christin unrein gemacht zu haben und dann im Streit den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Später zeigte sich: Die Vorwürfe waren haltlos. missio hat seit Jahren die Freilassung Asia Bibis gefordert. Die Petition #freeasiabibi mit 18.425 Unterschriften wurde im Dezember 2014 an den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung übergeben. Unsere Forderung an die pakistanische Regierung, den Missbrauch der Blasphemiegesetze zu beenden, ist immer noch aktuell.

Ein Mann mit kurzem, dunklem Haar trägt einen schwarzen Pullover und ein weißes Kragenhemd. Er schaut freundlich in die Kamera und sitzt in einem Raum mit roten Stühlen. Im Hintergrund sind weitere Personen zu sehen, die zu einer Veranstaltung erscheinen.

Solidarität mit Jacques Mourad

2016 unterstützten Förderinnen und Förderer von missio und Patricia Kelly den syrisch-katholischen Priester Jacques Mourad mit 600 Solidaritäts-Postkarten. Mourad war 2015 fünf Monate vom IS entführt worden und floh mit Hilfe muslimischer Freunde. Er ist überzeugt, dass ihn seine Liebe zur islamischen Welt gerettet hat. Deshalb fördert er weiterhin den Dialog zwischen Christentum und Islam. Heute ist Mourad Erzbischof von Homs, Hama und Nabk. Er war tief berührt von der missio-Initiative und den vielen Zusendungen. missio bleibt in Kontakt mit ihm und seiner Gemeinschaft.

Eine zerstörte christliche Inschrift in einer Kirche in der Niniveh-Ebene, Nord-Irak

Das christliche Erbe im Irak muss erhalten bleiben

Christinnen und Christen im Irak verlieren immer mehr Land und Besitz. Der Irakkrieg und der IS-Terror haben viele von ihnen vertrieben. Das Land, das sie dabei zurückgelassen haben, wird von der Regierung in Bagdad anderen Gruppen zugewiesen. missio forderte im Jahr 2020 einen zehnjährigen Stopp der Neuverteilung von Land in der Niniveh-Ebene sowie eine Modernisierung des Katasterwesen im Irak. Von der Europäischen Union verlangt missio weiterhin Solidarität mit den orientalischen Christinnen und Christen und anderen bedrängten Gruppen wie den Jesiden.

Sie haben noch Fragen zum Thema „Religionsfreiheit”?

Katja Voges ist derzeit in Elternzeit und nicht erreichbar. Ihre Anfragen nimmt Walburga Hilgers gerne entgegen.

Ihre Ansprechpartnerin

Walburga Hilgers

Assistentin in den Teams „Spiritualität” und „Menschenrechte und Religionsfreiheit“
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