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In Gebeten und Fürbitten weltweit verbunden

Dezember 2021

Ghana: Schwere Last auf schmalen Schultern

Die „Kayayei“ sind Lastenträgerinnen in Ghana. Sie liefern Waren an die Stände, bringen Einkäufe zum Bus oder Auto. Ohne sie geht auf den Märkten nichts. Bittere Armut treibt sie zu Tausenden vom Land in die Stadt. Ihre Familien erwarten, dass sie dort Geld verdienen: Für das Überleben der hungernden Eltern oder für die Brüder, damit diese zur Schule gehen können. Und die Mädchen schuften. Oft tragen sie 30 Kilo Melonen, Kürbisse oder Kleidung turmhoch und in großen Metallschüsseln auf dem Kopf. Sie leisten Arbeit, die in Ghana kein Junge und kein Mann übernehmen würde.

Hilfe bekommen sie von Schwester Angelina. Das Schicksal und die Ungerechtigkeit, die diese Mädchen erleiden, berühren das Herz der engagierten Ordensfrau. Darum hat sie auf dem Markt ein Refugium für die Lastenträgerinnen geschaffen. Dort können die Mädchen und Frauen lesen und schreiben lernen. Denn Bildung und Ausbildung sind die einzige Chance, dem ausbeuterischen Dasein als „Kayayei“ zu entfliehen.

Autor: Dr. Michael Becker / missio

Wir beten für sie:

Guter Gott,
Dein Sohn sagte „kommt alle zu mir,
die ihr schwere Lasten zu tragen habt“;
viele Menschen können tatsächlich
die Lasten ihres Lebens nicht mehr tragen.
Sie benötigen Hilfe und Solidarität,
die sie wieder aufrichten.
In misso-Partnerinnen
wie Schwester Angelina
kommt Jesus zu den Menschen
und trägt ihre Last.
Für ihr Beispiel danken wir dir.
Zeige auch uns,
wie wir den Worten deines Sohnes
gerecht werden können:
„Einer trage des anderen Last.“

Amen.

Reflexion:

Die Last des Lebens wiegt schwer auf den Schultern und Köpfen der Lastenträgerinnen in Ghana, buchstäblich! Sie fühlen sich wie abgeschnitten von den Möglichkeiten, die sie als junge Frauen eigentlich haben sollten. Aber der Druck der Sorgen beugt sie nieder und es gibt keinen Ausweg. Nur, wenn sie es schaffen, einen richtigen Beruf zu lernen, haben sie eine Chance, aus dem Hamsterrad von Armut und Perspektivlosigkeit herauszufinden.

Diese Chance bieten ihnen Ordensfrauen wie Schwester Angelina. Mit Hilfe von missio können sie den ehemaligen Lastenträgerinnen eine Berufsausbildung als Friseurinnen und Schneiderinnen anbieten. Verbunden mit dem Talent und der Hingabe der jungen Frauen bietet diese Chance einen echten Ausweg aus der Armut und der Abhängigkeit. Welche Freude diese Aussicht bewirkt! „Die Freude, die wir anderen schenken, kommt zurück in unser eigenes Herz!“, sagt Schwester Angelina. Das ist eine wunderbare Beschreibung für den Segen, die Menschen wie Schwester Angelina im Leben der jungen Frauen bewirken!

Autor: Dr. Michael Becker

 

 

Foto: Natalija Gormalova / missio

Gebetskette „Perlen des Lichts”

Einige tausend Menschen sind Monat für Monat in der Gebetskette Perlen des Lichts miteinander verbunden. Sie teilen dabei die Anliegen unserer Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien und Ozeanien, ihre Freuden und Erfolge, ihre Sorgen und Nöte. Umgekehrt sind auch wir in deren Gebet und Fürbitten aufgehoben

Für die monatlichen Gebetskarten gibt es kein festes Ritual. Die einen nehmen sich jeden Tag etwas Zeit dafür, andere kommen nur am Sonntag dazu. Viele beten dazu mit ihren Kindern, in ihrer Ordensgemeinschaft oder im Frauenkreis. Die Mehrzahl aber im stillen Kämmerlein.

Gebetsanliegen der missio-Partnerinnen und -Partner

Vorgestellt wird dabei immer ein Gebetsanliegen, das die Menschen in einem konkreten missio-Projekt besonders bewegt: Friedensinitiativen im Nahen Osten, ein neues Zuhause für Aids-Waisen, ein Selbsthilfe-Projekt für den Lebensunterhalt von Ordensschwestern.

Zu jedem Anliegen gehört eine bestimmte Perle des bunten Armbandes, das eigens für diesen Zweck in Indonesien geknüpft wurde.

Die Gebetskette der „Perlen des Lichts”

Pauline-Marie Jaricot


Mit der Initiative Perlen des Lichts, die 2007 ins Leben gerufen wurde, hat missio ein grundliegendes Anliegen von Marie-Pauline Jaricot aufgegriffen. Die Französin hatte 1822 in Lyon einen Missionsverein gegründet und damit eine weltweite Missionsbewegung gestartet. Sie hat nicht nur um Spenden für die Mission gebeten, sondern gleichzeitig um Gebete für die Missionare.

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