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In Gebeten und Fürbitten weltweit verbunden

Gebetskette „Perlen des Lichts”

Einige tausend Menschen sind Monat für Monat in der Gebetskette Perlen des Lichts miteinander verbunden. Sie teilen dabei die Anliegen unserer Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien und Ozeanien, ihre Freuden und Erfolge, ihre Sorgen und Nöte. Umgekehrt sind auch wir in deren Gebet und Fürbitten aufgehoben

Für die monatlichen Gebetskarten gibt es kein festes Ritual. Die einen nehmen sich jeden Tag etwas Zeit dafür, andere kommen nur am Sonntag dazu. Viele beten dazu mit ihren Kindern, in ihrer Ordensgemeinschaft oder im Frauenkreis. Die Mehrzahl aber im stillen Kämmerlein.

Gebetsanliegen der missio-Partnerinnen und -Partner

Vorgestellt wird dabei immer ein Gebetsanliegen, das die Menschen in einem konkreten missio-Projekt besonders bewegt: Friedensinitiativen im Nahen Osten, ein neues Zuhause für Aids-Waisen, ein Selbsthilfe-Projekt für den Lebensunterhalt von Ordensschwestern.

Zu jedem Anliegen gehört eine bestimmte Perle des bunten Armbandes, das eigens für diesen Zweck in Indonesien geknüpft wurde.

Juni 2024

Vergessen in Syrien

Es ist eine stille Katastrophe, die sich in Syrien abspielt – längst schaut keine Kamera mehr hin. Seit 13 Jahren stehen die Menschen vor den Scherben ihrer Träume: die Sehnsucht nach Freiheit – erschossen von den Assads Soldaten, fremden Söldnern und Milizen. Die Hoffnung auf ein besseres Leben – begraben unter den Trümmern durch das Erdbeben 2023. 

Der Erzbischof von Homs, Jaques Mourad, klagt: „Schon jetzt
essen die syrischen Familien nur einmal am Tag. Wir haben vergessen, was Heizen ist, weil wir weder Holz noch Diesel kaufen können. Die Städte sind ohne Licht, wir leben in völliger Dunkelheit.“ Seit Januar hat die UN unbeachtet von der Öffentlichkeit die Hilfslieferungen für Syrien eingestellt, weil das Geld angesichts des Krieges in der Ukraine und der Not in Gaza nicht mehr reicht. „Warum?“ fragt Jaques Mourad verzweifelt.
„Was haben wir falsch gemacht, um zum Sterben verurteilt zu werden?“

Auch ein Erzbischof braucht Gebete …

Wir beten für sie:

Der Tross der Aufmerksamkeit zieht weiter. Wer denkt noch an das Leid, das man nicht auf den Fernsehschirmen sieht? Gott, wir wollen die nicht vergessen, die keine Stimme haben. Oft können wir nichts für sie tun. Aber wir wollen sie wenigstens auf dem Schirm haben.

Und für sie beten.

Amen

Foto: Hasan Belal / missio

Die Gebetskette der „Perlen des Lichts”

Pauline-Marie Jaricot


Mit der Initiative Perlen des Lichts, die 2007 ins Leben gerufen wurde, hat missio ein grundliegendes Anliegen von Marie-Pauline Jaricot aufgegriffen. Die Französin hatte 1822 in Lyon einen Missionsverein gegründet und damit eine weltweite Missionsbewegung gestartet. Sie hat nicht nur um Spenden für die Mission gebeten, sondern gleichzeitig um Gebete für die Missionare.

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