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In Gebeten und Fürbitten weltweit verbunden

Mai 2022

Zentralafrikanische Republik: Unterstützung für traumatisierte Kriegsopfer

Die Zentralafrikanische Republik (ZAR) gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Seit Jahren gibt es einen Konflikt zwischen verschiedenen Milizen. Die Menschen kommen nicht zur Ruhe. Es herrschen Ungerechtigkeiten und Korruption. Laut der UNO sind 1,2 Mio Menschen auf der Flucht. Die Hälfte der rund fünf Millionen Einwohner ist auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Das Gesundheitswesen ist einer der am stärksten betroffenen Sektoren. Zahlreiche Menschen haben kaum Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung.

Die Gesundheitseinrichtungen der Kirche arbeiten unter dem Dach der „Coordination National de la Santé“. Dieses 13-köpfige Team wird von missio unterstützt, damit die Arbeit besser koordiniert wird. Es werden Medikamente für jeweils 300 Personen in am schwersten betroffenen Diözesen gekauft. Traumatisierte Opfer des Konflikts werden durch Fachkräfte begleitet sowie Experten für Friedensarbeit entsendet, um für Gewaltfreiheit und Frieden zu sensibilisieren

Autor: Dr. Michael Becker / missio

Wir beten für sie:

Barmherziger Gott,
wir wissen,
dass du uns immer nahe bist.
Vielen Menschen wurde durch die Zeichen
und Taten deines Sohnes
Heilung und Frieden geschenkt.
Seine Gegenwart in Gemeinschaft und
Wort tut uns gut.
Auch heute zeigst du der Bevölkerung
in der Zentralafrikanischen Republik
deine heilsame und friedenstiftende Nähe.
Die Projektpartner von missio sind den
Menschen in ihrer Not nahe und
sprechen ihnen ein Wort des Heils zu.
Zeige uns, wie wir sie in ihrem Dienst
am Wohl der Menschen unterstützen
können.

Amen.

Reflexion:

Die Zentralafrikanische Republik ist ein wunderschönes Land mit beeindruckender Natur. Es gibt allerorten das Potential für einen nachhaltigen Tourismus im Interesse der Bevölkerung. Leider wird das Land seit vielen Jahren von unruhigen politischen Verhältnissen geplagt. Der Elite fehlt das Bewusstsein oder der Wille, für das Gemeinwohl einzutreten. Korruption ist weit verbreitet und saugt die Energie des Volkes auf.

Es führt dazu, dass das Gesundheitssystem nicht angemessen entwickelt wird. Krankenstationen mit Basisausstattungen gibt es nur in den Städten. Viele Menschen sind ohne Ressourcen und ohne Kraft, um in die Krankenhäuser der Städte zu fahren. Vor allem der Zugang zu psycho-sozialen Therapieangeboten ist nicht ausreichend für die vielen von den Konflikten traumatisierten Menschen, aber auch der Zugang zu Medikamenten.

Zum Glück gibt es Organisationen wie den missio-Partner CONASAN (Coordination National de la Santé). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen anschaulich, was der Dienst an den Menschen konkret bedeutet. Neben der Fürsorge für die traumatisierten Menschen geben sie durch die Maßnahmen zur gewaltfreien Friedensförderung ein Zeichen von Wertschätzung und Nächstenliebe. Diese Nähe und Zuwendung sind wie ein greifbares Sakrament der Barmherzigkeit.

Autor: Dr. Michael Becker

Foto: Diözese Bossangoa / missio

Gebetskette „Perlen des Lichts”

Einige tausend Menschen sind Monat für Monat in der Gebetskette Perlen des Lichts miteinander verbunden. Sie teilen dabei die Anliegen unserer Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien und Ozeanien, ihre Freuden und Erfolge, ihre Sorgen und Nöte. Umgekehrt sind auch wir in deren Gebet und Fürbitten aufgehoben

Für die monatlichen Gebetskarten gibt es kein festes Ritual. Die einen nehmen sich jeden Tag etwas Zeit dafür, andere kommen nur am Sonntag dazu. Viele beten dazu mit ihren Kindern, in ihrer Ordensgemeinschaft oder im Frauenkreis. Die Mehrzahl aber im stillen Kämmerlein.

Gebetsanliegen der missio-Partnerinnen und -Partner

Vorgestellt wird dabei immer ein Gebetsanliegen, das die Menschen in einem konkreten missio-Projekt besonders bewegt: Friedensinitiativen im Nahen Osten, ein neues Zuhause für Aids-Waisen, ein Selbsthilfe-Projekt für den Lebensunterhalt von Ordensschwestern.

Zu jedem Anliegen gehört eine bestimmte Perle des bunten Armbandes, das eigens für diesen Zweck in Indonesien geknüpft wurde.

Die Gebetskette der „Perlen des Lichts”

Pauline-Marie Jaricot


Mit der Initiative Perlen des Lichts, die 2007 ins Leben gerufen wurde, hat missio ein grundliegendes Anliegen von Marie-Pauline Jaricot aufgegriffen. Die Französin hatte 1822 in Lyon einen Missionsverein gegründet und damit eine weltweite Missionsbewegung gestartet. Sie hat nicht nur um Spenden für die Mission gebeten, sondern gleichzeitig um Gebete für die Missionare.

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