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In Gebeten und Fürbitten weltweit verbunden

Gebetskette „Perlen des Lichts”

Einige tausend Menschen sind Monat für Monat in der Gebetskette Perlen des Lichts miteinander verbunden. Sie teilen dabei die Anliegen unserer Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien und Ozeanien, ihre Freuden und Erfolge, ihre Sorgen und Nöte. Umgekehrt sind auch wir in deren Gebet und Fürbitten aufgehoben

Für die monatlichen Gebetskarten gibt es kein festes Ritual. Die einen nehmen sich jeden Tag etwas Zeit dafür, andere kommen nur am Sonntag dazu. Viele beten dazu mit ihren Kindern, in ihrer Ordensgemeinschaft oder im Frauenkreis. Die Mehrzahl aber im stillen Kämmerlein.

Gebetsanliegen der missio-Partnerinnen und -Partner

Vorgestellt wird dabei immer ein Gebetsanliegen, das die Menschen in einem konkreten missio-Projekt besonders bewegt: Friedensinitiativen im Nahen Osten, ein neues Zuhause für Aids-Waisen, ein Selbsthilfe-Projekt für den Lebensunterhalt von Ordensschwestern.

Zu jedem Anliegen gehört eine bestimmte Perle des bunten Armbandes, das eigens für diesen Zweck in Indonesien geknüpft wurde.

Juli 2024

Fürsorge für die Vergessenen

Altwerden ist nichts für Feiglinge. Der berühmte Buchtitel von Joachim Fuchsberger stimmt auch in Malawi. Wer nicht mehr gut zu Fuß ist, auf dem Feld nicht mitarbeiten kann, teure Medizin braucht, gilt in den Dörfern des bettelarmen Landes schnell als überflüssiger Esser. Und manchmal sogar als Hexe, die für das Unglück der Nachbarn verantwortlich ist. Ein tödlicher Verdacht …

Wenn die Alten es nicht mehr in die Kirche schaffen, besucht Sr. Mercy sie zu Hause. Sie sitzt bei Priska, die keine Beine mehr hat, bei der halbblinden Sidonia, bei Luka, den sie „den Verrückten“ nennen. Die junge Teresienschwester bringt ihr Lächeln mit, ermutigende Worte und die Eucharistie. „Wenn sie kommt, bin ich glücklich“, sagt die 89-jährige Siwida. „Denn dann weiß ich: Gott hat uns nicht vergessen!“

Wir beten für sie:

Gott, wir werden alt. Alle. Einmal werden wir alle Hilfe brauchen, barmherzige Geduld mit unserer Langsamkeit, offene Ohren für unsere überfließenden Erinnerungen. Dann schicke uns jemanden vorbei, der uns erinnert: Du hast uns nicht vergessen. Niemanden. Nirgendwo.

Amen

Foto: Bente Stachowske / missio

Die Gebetskette der „Perlen des Lichts”

Pauline-Marie Jaricot


Mit der Initiative Perlen des Lichts, die 2007 ins Leben gerufen wurde, hat missio ein grundliegendes Anliegen von Marie-Pauline Jaricot aufgegriffen. Die Französin hatte 1822 in Lyon einen Missionsverein gegründet und damit eine weltweite Missionsbewegung gestartet. Sie hat nicht nur um Spenden für die Mission gebeten, sondern gleichzeitig um Gebete für die Missionare.