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Weltmissionssonntag 2024

Die Stimme der Frauen hören: Melanesiens bedrohte Inselwelt

In vielen Staaten des Pazifiks gestalten Frauen das Zusammenleben in Familie, Kirche und Gesellschaft. Doch Teilhabe an Entscheidungen in ihren Gemeinschaften wird ihnen oft verwehrt. Häufig erleiden sie Gewalt.

Der Klimawandel bedroht ihre ohnehin prekäre Lebenssituation zusätzlich. Hitzewellen und Überflutungen vernichten die Lebensgrundlage vieler Familien. Saat- und Erntezeiten sind immer weniger planbar. Meist ist es Aufgabe der Frauen und Mädchen, für Nahrung, Brennstoffe und Wasser zu sorgen. Immer häufiger müssen sie dafür stundenlange Wege in Kauf nehmen.

Weltmissionssonntag am 27. Oktober

In der Aktion zum Weltmissionssonntag am 27. Oktober 2024 stellt missio an Beispielen konkreter Geschichten Frauen vor, die trotz der geschlechterspezifischen Ungerechtigkeiten nicht in der Opferrolle verharren, sondern mit Hilfe der Kirche ihr volles Potential entfalten und ihrer Stimme Gehör verleihen.

Das Plakat zum Sonntag der Weltmission am 27. Oktober 2024. Foto: Hartmut Schwarzbach / missio
Das Plakat zum Sonntag der Weltmission am 27. Oktober 2024.

Botschaft von Papst Franziskus

Liebe Brüder und Schwestern!

Für den diesjährigen Weltmissionssonntag habe ich das Thema aus dem Gleichnis des Evangeliums vom Hochzeitsmahl entnommen (vgl. Mt 22,1-14). Nachdem die Gäste die Einladung ausgeschlagen haben, sagt der König, die Hauptfigur der Geschichte, zu seinen Dienern: »Geht also an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein« (V. 9). Wenn wir über dieses Schlüsselwort im Gleichnis und im Leben Jesu nachdenken, können wir einige wichtige Aspekte der Evangelisierung näher beleuchten. Sie erweisen sich für uns alle, die wir missionarische Jünger Christi sind, als besonders aktuell in dieser letzten Phase des synodalen Prozesses, der gemäß dem Motto „Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“ die Kirche wieder auf ihre vorrangige Aufgabe, nämlich die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute ausrichten soll […]

 

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Fragen & Antworten zum Weltmissionssonntag

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Sie wird im Auftrag des Papstes durchgeführt. Mehr als 100 Päpstliche Missionswerke sammeln am Sonntag der Weltmission auf allen Kontinenten für die soziale und pastorale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Bistümern der Welt. Die Kollekte zum Sonntag der Weltmission fließt in einen globalen Solidaritätsfonds der Päpstlichen Missionswerke. Einmal im Jahr stimmen die Nationaldirektoren der rund 100 Päpstlichen Missionswerke darüber ab, welche Diözesen der ärmsten Ortskirchen mit der Sammlung unterstützt werden.

In Deutschland findet der Weltmissionssonntag am vierten Sonntag im Oktober statt. Die Aktion zum Sonntag der Weltmission wird in Deutschland von missio Aachen und missio München organisiert.

In Deutschland organisieren missio Aachen und München die Aktion zum Weltmissionssonntag.

Der Weltmissionssonntag geht auf das Werk der Glaubensverbreitung zurück. Pauline Jaricot », Tochter eines reichen Seidenfabrikanten in Lyon, organisierte 1818 erste Kollekten für Missionen in Übersee. Ihr Engagement führte 1822 schließlich zur Gründung eines Missionsvereins, der die Mission durch ihr Gebet und ihre regelmäßige Spende unterstützt. Die Aktion wurde zur Geburtsstunde der katholischen Laienmissionsbewegung, die bis heute in den Missionswerken weiterlebt.

Um die im 19. Jahrhundert entstandenen zahlreichen missionarischen Initiativen von Orden und Missionsinstituten besser zu koordinieren, rief Papst Pius XI. 1926 erstmals den Weltmissionssonntag aus.

Der Weltmissionssonntag ist der Sonntag im Oktober, an dem in rund 100 Ländern für die soziale und pastorale Arbeit der katholischen Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt wird. missio organisiert im Vorfeld des Weltmissionssonntags mit zahlreichen Veranstaltungen den Monat der Weltmission.

2024 ist der Weltmissionssonntag der 27. Oktober 2024.