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Aktion „Verfolgte Christen”: Wir sagen Danke!

Für den Schutz von Mädchen und jungen Frauen vor Zwangskonversion und Zwangsehe in Pakistan!

 

Oft noch minderjährige Christinnen, Hinduistinnen und Ahmadiyya-Musliminnen werden aus ihren Familien entführt, unter Zwang konvertiert und an fremde, meist deutlich ältere Männer verheiratet. Sie sind sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung und anderen Formen körperlicher und seelischer Gewalt ausgesetzt. Ihre Familien haben kaum Möglichkeiten, gegen diese Verbrechen vorzugehen und die eigenen Kinder zu schützen. Dagegen sind wir mit einer Petition vorgegangen, die wir im November 2023 in Berlin überreicht haben.

Übergabe der „Petition gegen Zwangsehe und Zwangskonversion in Pakistan” an Frank Schwabe MdB. Foto: Johannes Seibel / missio
Haben für missio Aachen knapp 2.400 Unterschriften gegen Zwangsehe und Zwangskonversion in Pakistan an Frank Schwabe (zweiter von rechts), Beauftragter der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit weltweit, in Berlin übergeben (v.l.): Milan Ivic, Katja Voges, Sana Iqbal und Pfarrer Dirk Bingener.

Unterstützerinnen und Unterstützer von missio helfen seit 2013 durch Aufrufe und Petitionen Christinnen und Christen in Not, die inhaftiert, entführt oder von der Todesstrafe bedroht sind. Gleichzeitig ermutigen Sie durch öffentliche Aktionen Aktivistinnen und Aktivisten weltweit, die sich unerschrocken für Religionsfreiheit, interreligiösen Dialog und gegen religiöse Diskriminierung einsetzen. Erfolgreich waren zuletzt folgende Petitionen:

  • Unsere missio-Partnerin Schwester Mary John Mananzan OSB ist auf den Philippinen ins Visier der Regierung geraten und schwebt in Lebensgefahr. Wir haben uns mit einem Hilferuf an Bundesaußenminister Heiko Maas gewendet, um Druck auf die Regierung von Präsident Rodrigo Duterte auszuüben, den unberechtigten Vorwurf des Terrorismus fallen zu lassen. 2.720 Menschen haben uns unterstützt.
  • Im Dezember 2019 sind die letzten der sieben unschuldig inhaftierten Christen im Bundesstaat Odisha, für die sich 6.000 Unterzeichner der missio-Petition #freeourhusbands eingesetzt hatten, freigekommen und zu ihren Familien zurückgekehrt.
  • Freispruch für Asia Bibi. 2013/14 sammelte missio 18.500 Unterschriften für die wegen angeblicher Blasphemie in Pakistan zum Tode verurteilte Christin. Sie wurde am 31. Oktober 2018 im Berufungsverfahren durch den Obersten Gerichtshof frei gesprochen und Ende Januar 2019 bestätigte der Oberste Gerichtshof, dass keine Revision gegen das Urteil möglich ist. Am 9. Mai 2019 erreichte uns die freudige Nachricht, dass Asia Bibi nach Kanada ausgereist ist und hat dort Asyl bekommen hat. Auch Deutschland hatte ihr Asyl angeboten.
  • 2016 wurde der vietnamesische Priester und Blogger Ngyuen Van Ly aus der Haft entlassen. Wir hatten für ihn gemeinsam mit „Reporter ohne Grenzen“ eine Petition gestartet.
  • 2016 schrieben rund 600 Männer und Frauen dem syrisch-katholischen Priester Jacques Mourad, der 2015 fünf Monate vom sogenannten Islamischen Staat entführt worden war, missio-Postkarten mit persönlichen Botschaften. Heute kämpft er weiter für eine Verständigung zwischen Christen und Muslimen. 
  • Mit jeder Aktion und Petition stoßen wir auf Interesse bei Politikerinnen und Politikern, anderen Nicht-Regierungsorganisationen und Journalistinnen und Journalisten. So lenken wir in Deutschland das öffentliche Interesse auf verfolgte und bedrängte Christen weltweit.
Sr. Mary John Mananzan OSB, Manila (Philippinen) Foto: Hartmut Schwarzbach / missio
Schwester Mary John Mananzan OSB
Foto: Johannes Seibel/missio
Fast 20 Kilogramm an Unterschriftenlisten hat missio für Asia Bibi an die Bundesregierung übergeben.
Foto: Marta Wajer/missio
missio freut sich über das Engagement seiner Unterstützerinnen und Unterstützer für Religionsfreiheit und verfolgte Christen.

Kampagnen für verfolgte Christen seit 2013

Sr. Mary John Mananzan OSB, Manila (Philippinen) Foto: Hartmut Schwarzbach / missio

Solidarität mit Schwester Mary John

Unsere missio-Partnerin Schwester Mary John Mananzan OSB war 2020 auf den Philippinen ins Visier der Regierung geraten und schwebte in Lebensgefahr. Wir hatten uns mit einem Hilferuf an den damaligen Bundesaußenminister Heiko Maas gewendet, um Druck auf die Regierung von Präsident Rodrigo Duterte auszuüben, den unberechtigten Vorwurf des Terrorismus fallen zu lassen.

Foto: Michael Nowak/missio

Solidarität mit Jacques Mourad

Förderinnen und Förderer von missio und auch Patricia Kelly unterstützten 2016 den syrisch-katholischen Priester Jacques Mourad mit 600 persönlichen Solidaritäts-Postkarten für seine Mission des christlich-islamischen Dialoges. Wir sind heute mit Jacques Mourad und seiner Gemeinschaft weiterhin in Kontakt.

Ngyuen Van Dai vor Gericht in Vietnam. Der Menschenrechtler wurde am 8. Juni 2018 freigelassen. Foto: dpa

Solidarität mit Nguyen Van Dai

Der vietnamesische Rechtsanwalt Nguyen Van Dai war bereits zwischen 2007 und 2011 inhaftiert und verbüßte anschließend bis März 2015 einen Hausarrest. Danach saß er vom 16. Dezember 2015 an in Untersuchungshaft. Die Kampagne gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation VETO! und der Bundestagsabgeordneten Marie-Luise Dött für die Freiheit von Nguyen Van Dai war erfolgreich. Er wurde im Juni 2018 freigelassen.

Foto: dpa

Solidarität mit Asia Bibi

Der Kampf um die Freiheit von Asia Bibi in Pakistan war erfolgreich. Die pakistanische Christin Asia Bibi hat in Kanada Asyl gefunden. Dies war am 9. Mai 2019 bekannt geworden. Darüber freuen wir uns außerordentlich, weil wir seit Jahren die Freilassung Asia Bibis mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern zusammen gefordert hatten. Wir sammelten für die in Pakistan wegen angeblicher Blasphemie 2010 zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi 18.425 Unterschriften.

Foto: missio

Solidarität mit Nguyen Van Ly

Ngyuen Van Ly ist katholischer Priester, Blogger und einer der Mitorganisatoren des „Bloc 8406“ in Vietnam. Katholische Aktivistentragen diese Demokratiebewegung. Der Einsatz für die Menschenrechte, verfolgte Christinnen und Christen und Angehörige anderer Minderheitenführt zur Anklage von Nguyen Van Ly wegen „Propaganda gegen die Sozialistische Republik Vietnam“ und schwere Verbrechen, die die nationale Sicherheit bedrohen“. Er wird 2007 zu Gefängnishaft verurteilt. Am 26. Januar 2016 starten wir gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen die Petition #freely für seine Freilassung. 3.500 Menschen haben unsere Forderung zu einer Freilassung unterstützt. Am 21. Mai 2016 wurde er freigelassen.

Katholischer Priester koordiniert Menschenrechtsarbeit in Indien. Foto: Andy Spyra/missio

Die sieben Gefangenen von Kandhamal sind frei

Alle sieben Christen aus dem indischen Bundesstaat Odisha, die seit 2008 unschuldig im Gefängnis saßen, sind vom Obersten Gerichtshof freigesprochen worden und bei ihren Familien. Das haben uns am 10. Dezember 2019 unsere Projektpartner bestätigt. 6.000 Menschen hatten sich gemeinsam mit missio für die Freilassung dieser Männer eingesetzt und unsere Petition #freeourhusbands unterschrieben. Die Petition #freeourhusbands war an den Premierminister von Indien und den Ministerpräsidenten des Bundesstaates Odisha gerichtet. Sie verdeutlichte, wie sehr die Religionsfreiheit in Indien durch hindu-nationalistische Kräfte gefährdet ist. Daran hat sich auch nach der Freilassung der sieben Christen nichts geändert.

Im November 2018 feiern Christen in der sanierten Kirche St. Georg in Bartella in der Niniveh-Ebene im Norden des Iraks Gottesdienst. Foto: Andy Spyra/missio

Das christliche Erbe im Irak muss erhalten bleiben

Die Zahl der Christinnen und Christen im Irak nimmt immer weiter ab. Dabei gibt es das Christentum dort schon seit knapp 2.000 Jahren. Das Land, dass die Christen zurückgelassen haben, wird von der Regierung in Bagdad anderen Gruppen zugewiesen. Christinnen und Christen verlieren dadurch ihren Besitz - und die Chance, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Auch andere bedrängte Gruppen wie die Jesiden sind Opfer dieser Praxis. missio und seine Partner im Irak forderten 2020 einen zehnjährigen Stopp der Neuverteilung von Land in der Niniveh-Ebene. Die Zeit müsse dazu genutzt werden, das Katasterwesen im Irak von Grund auf zu modernisieren. 

Wir trauern um Fr. Stanislaus Lourduswamy SJ

Father Stanislaus Lourduswamy SJ, genannt Stan Swamy, ist tot. Der 84-jährige Jesuitenpater starb am 5. Juli 2021 in einem Krankenhaus in Mumbai an den Folgen seiner Covid-19-Erkrankung. Seit dem 8. Oktober 2020 war er in einem Gefängnis Mumbai in Haft. Ihm wurden terroristische und maoistische Aktivitäten vorgeworfen. Die Anschuldigungen waren haltlos. Father Stan Swamy war ein engagierter Menschenrechtsaktivist, der sich seit Jahrzehnten für die Rechte der Adivasi, der indigenen Bevölkerung Indiens, und der Dalits, den sogenannten „Unberührbaren” einsetzte.

Wir unterstützen Christinnen und Christen in Not. Bleiben Sie über alle Entwicklungen informiert.

Haben Sie Fragen?

Sie haben Fragen zu unserer Aktion Solidarität mit bedrängten Christen oder möchten sich über unsere Angebote und Materialien informieren?

Gerne sind Katja Voges und Walburga Hilgers für Sie da.

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Katja Voges

Leiterin des Teams Menschenrechte & Religionsfreiheit
Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 366
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Ihre Ansprechpartnerin

Walburga Hilgers

Assistenz im Team Spiritualität und im Team Menschenrechte und Religionsfreiheit
Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 285
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