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Kritische Lage im Sudan: Hilfe für die Schwächsten

Der Sudan ist ein politisch instabiler Staat im Nordosten Afrikas. Nach der Abtrennung des Südsudans 2011 kommt es im Grenzgebiet immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die humanitäre Lage ist schwierig. Gleichzeitig nimmt das Land selbst Geflüchtete auf und ist auf Flüchtlingshilfe angewiesen. Die Mehrheit der rund 40 Millionen Einwohner bekennt sich zum Islam. Die Christen sind eine Minderheit. Die katholische Kirche zählt etwa eine Million Gläubige.

  • 2016 förderte missio sieben Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner im Sudan mit rund 235.000 Euro. Damit wird beispielsweise der katholische Radiosender „Voice of Peace“ („Stimme des Friedens“) gefördert. Er bietet den Menschen in den Nuba-Bergen, die im umkämpften Grenzgebiet zwischen dem Sudan und Südsudan liegen, Lebenshilfe und Seelsorge.
  • Im Sudan leiden besonders die Schwächsten. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen klagte 2017 die gezielte Tötung von Kindern und Missachtung der Kinderrechte an. Die jahrzehntelangen Konflikte haben Familien auseinandergerissen.
Mutter mit kleinem Kind Foto: Goran Tomasevic/Reuters
Aus Angst vor Fassbomben der sudanesischen Armee drängen sich viele Menschen in der Grenzregion zum Südsudan tagsüber in Felshöhlen.

Helfen Sie den isolierten Menschen im sudanesischen Bürgerkrieg!

Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI.

Die Zahlen der Religionszugehörigkeit im Sudan stammen aus dem "The World Factbook - CIA" 2017, sind aber nicht datiert. Es liegen keine verlässlichen Statistiken vor. Die Zahlen geben das ungefähre Verhältnis von Muslimen und Christen wider.

Impressionen aus dem Sudan

Sudan: Genitale Verstümmelung von Mädchen und Frauen

Die genitale Verstümmelung von Mädchen und Frauen stellt eine weit verbreitete und systematische Verletzung der Menschenrechte dar. Da sie Teil der Tradition vieler Kulturen ist, ist ihre erfolgreiche Bekämpfung mittelfristig nur dann zu erwarten, wenn genitale Verstümmelung von Frauen und Mädchen als Teil der Gewalt und Diskriminierung von Frauen in allen Kulturen erkannt wird. Seit den 70er Jahren haben Nichtregierungsorganisationen, zwischenstaatliche und staatliche Organisationen dazu beigetragen, das allgemeine Bewusstsein zu schärfen und Strategien zur Abschaffung der genitalen Verstümmelung von Frauen und Mädchen zu entwickeln.

Die zum Download bereitstehenden Studien geben einen Einblick in die Genitalverstümmelung von Frauen im Sudan. In einem zweiten Dokument haben wir die Menschenrechtslage im Sudan genauer unter die Lupe genommen.