Die Videobotschaft unseres Präsidenten, Pfarrer Dirk Bingener, können Sie hier am 1. November 2025, ab 7:00 Uhr sehen.
Am 1. November feiern wir das Fest Allerheiligen.
Wir danken Gott für alle Menschen, die vor uns im Glauben gelebt haben – bekannte Heilige und viele stille, alltägliche Heilige, deren Namen nur Gott kennt. Sie zeigen uns: Heiligkeit ist kein fernes Ideal, sondern eine Einladung an uns alle, das Evangelium mitten im Leben zu leben.
Wenn wir zu Allerheiligen die Gräber unserer Verstorbenen besuchen, dürfen wir spüren: Wir sind verbunden – im Glauben, in der Liebe, in der Hoffnung auf das ewige Leben.
Allmächtiger, ewiger Gott,
am heutigen Fest Allerheiligen blicken wir dankbar auf die Schar derer,
die uns im Glauben vorangegangen sind.
Sie haben dein Wort gehört, deine Liebe gelebt
und tragen nun das Licht deiner Herrlichkeit.
Wir schauen auf die Gräber unserer Verstorbenen,
in Liebe verbunden mit jenen, die uns nahe waren.
Herr, du bist der Gott des Lebens,
bei dir sind alle lebendig.
Darum vertrauen wir dir unsere Toten an:
Nimm sie auf in deine ewige Freude.
Schenke auch uns, die wir noch unterwegs sind,
den Geist der Hoffnung und der Treue,
damit wir – gestärkt durch das Beispiel der Heiligen –
ein Leben führen, das dir gefällt,
und einst mit ihnen deine Herrlichkeit schauen dürfen.
Herr, segne die Gräber unserer Verstorbenen
und segne uns, die im Glauben verbunden bleiben
über den Tod hinaus.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.
An Allerheiligen richtet sich unser Blick auf die unzähligen Menschen, die vor uns im Glauben gelebt haben – auf bekannte Heilige und auf all jene stillen, unscheinbaren Menschen, die in ihrem Alltag Liebe, Treue und Güte verkörpert haben. Sie sind uns nicht fern: Ihr Beispiel leuchtet hinein in unser eigenes Leben und erinnert uns daran, dass Heiligkeit kein außergewöhnlicher Heldentitel ist, sondern eine Berufung für jeden von uns.
Das Fest Allerheiligen lädt uns ein, diese Spur der Heiligkeit im eigenen Leben zu suchen – in Familie und Freundschaft, im Dienst für andere, im stillen Gebet, im geduldigen Aushalten und im Vertrauen auf Gott.
Die folgenden Impulse möchten helfen, diesen Gedanken in verschiedenen Lebenssituationen Gestalt zu geben – als kleine Wegzeichen des Glaubens, die uns ermutigen.
Allerheiligen ist ein Fest der Nähe: Gott hält uns und unsere Verstorbenen in einem einzigen großen Herzen. Zünde eine Kerze an, sprich den Namen deines geliebten Menschen und vertraue ihn Gott an.
Wenn ihr als Familie zum Friedhof geht, erzählt einander, was euch an die Verstorbenen erinnert. Zündet gemeinsam eine Kerze an und sprecht gemeinsam ein Vaterunser.
Sie haben gezweifelt, gesucht, neu begonnen – und Gott vertraut. Auch du bist eingeladen, dein Leben zu einem Zeichen seiner Liebe zu machen. Vielleicht durch eine kleine Tat der Nächstenliebe – ganz im Stillen.
Dort, wo wir vergeben, Geduld üben, treu bleiben – da leuchtet Gottes Liebe auf. Ein gemeinsames Gebet oder ein Rosenkranzgesätz kann ein stilles Zeichen dieser Liebe sein.
Wenn wir die Namen unserer Verstorbenen nennen, dürfen wir gewiss sein: Sie sind bei ihm geborgen. Auch unser eigenes Leben liegt in seiner Hand – jeden Tag neu. Zünden Sie eine Kerze an und danken Gott für Menschen, die Sie begleitet haben.
Jeder kleine Dienst ist groß, wenn er aus Liebe getan wird: Die Heiligen haben das erkannt. Auch heute schreibt Gott Heiligengeschichten – durch deine Hände, dein Herz, dein Tun. Danke für alles, was Du tust, damit Glaube und Hoffnung lebendig bleiben.
Am Allerheiligentag besuchen wir im Libanon traditionellerweise das Grab eines Heiligen und zünden eine Kerze an – als Zeichen unserer Bitte um seine Fürsprache und seine Gebete für uns und unsere Lieben. Für mich persönlich kann dieser Tag nicht vergehen, ohne dass ich das Grab von Pater Boutros Monsif, dem Gründer unserer Kongregation, aufsuche. In diesem Jahr bitte ich gemeinsam mit ihm um himmlische Gnade für den Libanon und sein Volk, sowie für den leidenden Osten. Und ich bete mit ihm für alle, die in diesem Jahr aus dieser Welt geschieden sind – auch für jene, deren Namen und Geschichten uns unbekannt geblieben sind.
Schwester Maguy Tawk, Libanon
Zünden auch Sie eine Kerze im Gedenken an Ihre lieben Verstorbenen in unserer digitalen Kerzenkapelle an.