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Uganda: Versorgung von südsudanesischen Flüchtlingen sichern

Für die Menschen in den Flüchtlingscamps im nördlichen Uganda gibt es kein Vor und kein Zurück. 300.000 Südsudanesen haben dort Schutz vor dem Bürgerkrieg gesucht. Doch Resignation lastet auf den Familien. „Immer wieder sagen sie uns: Jetzt ist Frieden“, erzählt Patrick Liki, einer der Flüchtlinge. „Wenn wir dann in unsere Dörfer zurückkehren, herrscht dort nur Krieg und Gewalt.“

Schwester Joan Atimango, missio-Projektpartnerin vor Ort kennt die Not der Flüchtlinge gut. Viele von ihnen haben Übergriffe, sexuellen Missbrauch oder Folter erlebt. Fast jeder hat Angehörige verloren. In Uganda sind sie sicher, doch Perspektiven gibt es kaum. Nur wenige Kinder können zurzeit eine Schule besuchen, Arbeit für die Flüchtlinge gibt es wenig und das ihnen zugeteilte Land reicht oft nicht, um die Familie zu ernähren. 

Aufgrund der Coronakrise hat sich die Situation der Flüchtlinge verschlimmert. Die Flüchtlingscamps sind abgeriegelt. Keiner darf rein oder raus. Die Angst vor dem Virus ist groß. Schwester Joan ist vor Ort und kümmert sich um die Menschen. Damit das Leben weitergeht, organisiert die gelernte Lehrerin gemeinsam mit dem zuständigen Pfarrer Emmanuel Matembo Unterricht für die Kinder und Gottesdienste per Radioübertragung. Auch das Thema „Hygiene“ wollen sie per Radio den annähernd 50.000 Familien vermitteln.

Schwester Joan Atimango, missio-Projektpartnerin im Norden Ugandas, hält ein Kind auf dem Arm. Foto: Will Boase / missio

Helfen Sie den südsudanesischen Flüchtlingen!

Grundstein für Friedensarbeit legen

„Für uns gibt es nur eine Religion: die Religion des Friedens!“, erinnert Schwester Joan die Teilnehmer einer Selbsthilfeinitiative, die sie angestoßen hat. „Ohne die Bereitschaft zu Vergebung und Versöhnung könnt ihr in Zukunft nicht zusammenleben.“

Mit Schulungen für Katechisten legen Schwester Joan und ihr Team den Grundstein der Friedensarbeit. Finanzielle Starthilfen ermöglichen den Frauen, gemeinsam kleine Gewerbe aufzubauen, um ihre Familien besser versorgen zu können, und die improvisierten Sonntagsschulen helfen den Kleinen, im Alltag zu bestehen.

In den Camps fehlt es den Familien an vielem. Unsere Projektpartner kümmern sich um Medikamente, Schulunterricht, Trauma- und Versöhnungsarbeit sowie einkommenschaffende Maßnahmen.

  • Mit 120 Euro Starthilfe kann eine Frauengruppe ein kleines Gewerbe aufbauen.

Ihre Spende hilft Schwester Joan und ihrem Team, für die entwurzelten Menschen da zu sein. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Fragen zum Projekt?

Sie möchten weitere Informationen zu diesem Projekt? Christoph Tenberken und seine Kolleginnen vom Fachbereich Gemeindeservice und Projektvermittlung sind gerne für Sie da. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns gerne an.

Alle unsere Projekte werden von einheimischen kirchlichen Partnern organisiert. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine solide Planung und einen gewissenhaften Umgang mit Fördermitteln.

Sollte das von Ihnen ausgesuchte Projekt bereits voll finanziert sein, werden wir Ihre Spende für das Folgeprojekt oder ein ähnliches Projekt verwenden.

 

  • Land: Uganda
  • Laufzeit: 2020
  • Projektnummer:
    MP/158/000/2019/001
  • Projektsumme: 50.000 Euro
  • Benötigte Förderung: 40.000 Euro
  • Schwerpunkt: Pastoral/Seelsorge

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