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Müllsammeln: Keine Zukunft für Kinder

Seit Jahren wächst die Wirtschaft Indiens und mit ihr auch eine neue Mittelschicht. Aber immer noch lebt die Mehrheit der Bevölkerung von weniger als 1,50 Euro am Tag. Viele Familien sehen keinen anderen Ausweg, als ihre Kinder mitarbeiten zu lassen. Sie sammeln verwertbaren Abfall auf den Müllhalden der Stadt. Die Ordensbrüder der Society of Mary holen die Kinder aus dem Teufelskreis und ermöglichen ihnen eine Schulausbildung.

In Ranchi leben fast drei Millionen Menschen. Spektakuläre Wasserfälle sowie zahlreiche Tempel und Kirchen locken viele Touristen in die Metropole. Doch längst nicht alle Einheimischen profitieren vom Reichtum der Stadt. Trotz zahlreicher Bildungsmöglichkeiten können fast 90 Prozent der Menschen weder lesen noch schreiben.

Zwei Kinder sammeln Kohle auf einer Halde. Foto: David Sünderhauf/missio
Von Kohlestaub übersäte Kinder, die auf einer Abraumhalde nach verwertbaren Materialien suchen.

Tausende Familien leben in Armut

Wie in vielen Städten Indiens kommen Familien nach Ranchi, um Arbeit zu finden. Sie scheitern allerdings schnell, da sie Analphabeten sind. Ihnen bleibt nur ein Leben in den Elendsvierteln der Stadt. Mit ihren Kindern leben, essen und schlafen sie auf der Straße. Sie durchwühlen die Müllhalden auf der Suche nach Kohle oder anderen verwertbaren Materialien. Schon Sechsjährige klettern um vier Uhr morgens auf die Abraumhalden. Bis abends geht diese dreckige, unwürdige Arbeit – und doch reicht der Lohn kaum, um satt zu werden.

Mehr als Bildung für Müllsammler

Die Ordensbrüder haben Projekte für diese Kinder und Familien ins Leben gerufen. In elf Häusern machen sie niederschwellige Angebote für die Kohlekinder und die Kinder der Müllhalden sowie ihre Familien. Täglich erhalten 1.200 Kinder eine warme Mahlzeit, medizinische Versorgung und Unterricht, um sie für die Schulen oder eine Berufsausbildung vorzubereiten. Nun wollen sie auch Seminare für die Eltern anbieten, um über Erziehung, Hygiene und andere lebenswichtige Themen aufzuklären.

  • Zurzeit werden etwa 650 Familien betreut. Helfen Sie mit und schenken Sie den Kindern und ihren Familien Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Mit Ihrer Unterstützung kann die Arbeit der Society of Mary ausgeweitet werden. Dadurch wird der Teufelskreis aus Armut, Ignoranz und Mangel an Selbstbewusstsein aufgebrochen. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

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