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Kinder aus den Wasserslums retten

Charles und Jay-Ann suchen in den dreckigen Kanälen Manilas nach verwertbarem Plastikmüll. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio

„Happyland“ wird das Elendsviertel Tondo im Norden von Manila genannt. Doch glücklich ist an diesem Ort niemand. Zu Tausenden klammern sich baufällige Wellblechhütten und armselige Holzverschläge an den Rand des Hafenbeckens der philippinischen Hauptstadt. Dort leben die Armen. Ohne Strom, ohne sauberes Wasser – ohne Hoffnung.

Damit ihre Familien überleben, klettern Kinder wie der 7-jährige Charles und seine 5-jährige Schwester Gisette jeden Morgen in die zugemüllte Bucht. Die Geschwister sammeln im bakterienverseuchten Wasser Plastik, das sie abends verkaufen. Wenn sie ihre Ausbeute am Ende des Tages auf die Waage der Händler legen, fragen sie sich jedes Mal: „Wird es heute reichen?“ Denn Charles und Gisette müssen täglich einen großen Sack Plastik sammeln, damit sie eine Portion Reis kaufen können!

Helfen Sie den Kindern aus den Wasserslums!

Der einzige Lichtblick für die Kinder in Tondo ist Pater Reynaldo. Das armselige Leben der Mädchen und Jungen berührt ihn sehr. „Diese Kinder haben nichts! Nicht genug zu essen, keine Chance, etwas zu lernen – keine Kindheit“, berichtet der engagierte Pater – und handelt. Er bringt den mangel- und unterernährten Kindern etwas zu essen und unterrichtet sie. So zeigt er den Familien, wie ihre Söhne und Töchter dem Elend entkommen können.

Kinder gut versorgen

Um seinen Schützlingen noch wirkungsvoller zu helfen, baut Pater Reynaldo mithilfe von missio ein Tageszentrum. Dort sollen die Kinder jeden Tag etwas Gesundes zu essen bekommen und ärztlich betreut werden. Darüber hinaus bekommen sie die Chance, eine richtige Schule zu besuchen. „Wenn die Kinder lesen und schreiben können, liegt eine bessere Zukunft vor ihnen“, weiß Pater Reynaldo. Ein Kleinbus soll die Kinder zur Schule bringen und dort wieder abholen.

Mit dem Bau des „Shelter for Joy and Feeding Centers“ wurde begonnen; das Erdgeschoss ist bereits fertig gestellt. Ziel ist es, dass die Kinder in diesem Tageszentrum tagsüber versorgt werden, gesunde, ausgewogene Ernährung erhalten und - wenn nötig - ärztlich betreut werden.

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Christoph Tenberken und sein Team sind gerne für Sie da. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

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Bau des Tageszentrums hat begonnen

Projektpartner / missio

Zu Beginn des Programms wurden nun 40 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren ausgewählt. Um zu verhindern, dass sie weiterhin im schmutzigen Wasser der Bucht von Manila PET-Plastik sammeln müssen, erhalten sie täglich als Lohnersatz ein Kilo Reis. Nach dem Frühstück, das die Kinder im Zentrum erhalten, werden sie mit einem kleinen Bus in die Schule gefahren und wieder abgeholt. Nach dem Mittagessen haben sie dann im Zentrum Zeit und Platz zum Lernen, Ausruhen und Spielen.

Unterstützt von „Ein Herz für Kinder“

Der Bau des Tageszentrums wurde bereits teilweise von Bild hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ unterstützt. Um das Projekt langfristig zu sichern, sind unsere Partner vor Ort jedoch auf weitere Spenden angewiesen.

  • 30 Euro genügen, damit Kinder sich einen Monat lang dreimal am Tag satt essen können.
  • 56 Euro reichen, damit zwei Kinder ein Jahr lang alle notwendigen Bücher, Hefte und Stifte für den Schulunterricht bekommen, für die ihre Eltern kein Geld haben.
  • 75 Euro sind ein wertvoller Beitrag, um einen kleinen Bus anzuschaffen, der die Kinder aus Tondo in die Schule bringen und dort wieder abholen kann.

Ihre Spende hilft Kindern, eine Perspektive jenseits des Müllsammelns zu finden für eine menschenwürdige Zukunft. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Update 18. April 2020: Feuer in Happyland

500 Familien obdachlos

Am Hafenbecken von Manila in Happyland wütete am Samstag, den 18. April 2020, ein großes Feuer. Rund 200 Hütten seien beschädigt oder zerstört wurden, etwa 500 Familien seien obdachlos geworden. Die Bewohner des Slums flüchteten mit ihren Habseligkeiten. Auch Löschhubschrauber kamen zum Einsatz. Pater Reynaldo versorgt einen Teil der betroffenen Menschen in seiner Kirche.

Das Tageszentrum „Shelter for Joy and Feeding Centers“ wurde nicht zerstört. Doch die betroffenen Familien von Happyland, etwa 2500 Menschen insgesamt, brauchen nun noch dringender Hilfe, Lebensmittel sowie ärztliche Betreuung, damit die Kinder nicht wieder gezwungen sind, im Hafenbecken Plastik zu sammeln.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!