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PRESSEMITTEILUNG

missio Aachen begrüßt Bericht der Bundesregierung zur Religionsfreiheit

Aachen - Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, begrüßt die Vorlage des „Berichts der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit” heute im Bundestag.

Einige Männer tragen einen Grab während einer Beerdigung in der christlichen Stadt Al Qosh im Nord-Irak. Foto: Andy Spyra/missio
Ein Begräbnis in der christlichen Stadt Al Qosh im Nord-Irak.

„Darin wird eindringlich davor gewarnt, Religionen gegeneinander auszuspielen, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Das ist für unsere Arbeit sehr wichtig”, so Prälat Krämer. Die Instrumentalisierung von Religion für ideologische und politische Zwecke sei eine der häufigsten Ursachen für die Verfolgung von Christen und Angehörigen anderer Religionen weltweit. Daneben gebe es zahlreiche ethnische, wirtschaftliche und soziale Ursachen für die Entstehung von Gewalt gegen Angehörige einer Religion. „Dieser differenzierte Blick ist notwendig, um bedrängten Christen weltweit wirksam helfen zu können. Das wissen wir aus unserer Zusammenarbeit mit der Kirche in Afrika, dem Nahen Osten und Asien”, so Krämer. „Deshalb dürfen wir auch in Deutschland das Thema Verletzungen von Religionsfreiheit nicht in der innenpolitischen Diskussion dazu missbrauchen, eine Art Gesinnungskrieg um unsere nationale Identität und gegenseitige Ausgrenzungsdebatten zu führen”, sagte Prälat Krämer weiter. missio unterstütze deshalb das Anliegen des Berichtes, den interreligiösen Dialog weltweit zu stärken. „Ohne diesen Dialog sind in Krisenregionen, in denen Konflikte durch interessierte politische Kräfte religiös aufgeladen werden, Frieden und Versöhnung nicht möglich”, so Prälat Krämer. 


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Johannes Seibel

Leiter der Abteilung Kommunikation & Presse
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