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Bürgerkrieg beenden: Hilfe für den Kongo

Die Situation in der Demokratischen Republik Kongo ist angespannt. Vor allem der Osten des Landes leidet seit über zwanzig Jahren unter einem blutigen Bürgerkrieg. Grund ist der Kampf um Rohstoffe zwischen verschiedenen Interessensgruppen. Ausbeutung, Kriege und Korruption haben dazu geführt, dass das rohstoffreiche Land heute zu den ärmsten Staaten der Erde zählt.  Es ist auf Hilfsgüter und Versorgung von außen angewiesen. Unter gravierenden Menschenrechtsverletzungen leiden insbesondere Frauen. Vergewaltigungen werden als systematische Kriegswaffe eingesetzt.

  • Das bevölkerungsreiche Land in Zentralafrika zählt weit mehr als 90 Millionen Einwohner. Rund jeder zweite Einwohner ist katholisch (45 Millionen). Rund 20 Prozent der Bevölkerung sind Protestanten.
  • 2019 unterstützte missio 63 Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner in der Demokratischen Republik Kongo mit rund zwei Millionen Euro. Die Demokratische Republik Kongo ist das von missio am meisten geförderte Land in Afrika. Die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Priester und Ordensleute werden insbesondere gebraucht, um die durch die schwierigen Verhältnisse im Land traumatisierten Menschen zu begleiten.
  • In der Demokratischen Republik Kongo ist die Arbeit der rund 85.000 Katecheten und Katechetinnen besonders wichtig. Sie kümmern sich beispielsweise um die Versorgung von Binnenflüchtlingen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
  • missio setzt sich mit seinen Kampagnen der Aktion Schutzengel » für die Zukunft der Menschen in der Demokratischen Republik Kongo ein.
Zwei Frauen im Kongo bauen mithilfe von Schaufeln Rohstoffe ab. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Zwei Frauen bauen Rohstoffe ab in der Kolwezi-Mine im Kongo.
Schwester Angélique trägt ein Kind im "Dorf der Hoffnung" in Dungu. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Schwester Angélique kümmert sich um Waisenkinder wie dieses Mädchen im „Dorf der Hoffnung”.

missio-Projekte in der DR Kongo im Überblick

Kontinent
Land
Projekt Kurzbeschreibung
Afrika DR Kongo Müttern und ihren Kindern Zukunft schenken Mehr dazu »
Afrika DR Kongo Hilfe für Frauen im Kongo Mehr dazu »
Afrika DR Kongo Ehemaligen Kindersoldaten im Kongo helfen Mehr dazu »
Afrika DR Kongo Lebensumstände der Flüchtlinge verbessern Mehr dazu »
Afrika DR Kongo Solaranlage sichert Unterricht Mehr dazu »
Afrika DR Kongo Kongo: Hilfe für Opfer sexueller Gewalt Mehr dazu »
Afrika DR Kongo Kongo: Kampf gegen Hexenverfolgung Mehr dazu »
Afrika DR Kongo Kongo: Kampf gegen das Coronavirus Mehr dazu »
  1. Kontinent Afrika
    Land DR Kongo

    Müttern und ihren Kindern Zukunft schenken
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  2. Kontinent Afrika
    Land DR Kongo

    Hilfe für Frauen im Kongo
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  3. Kontinent Afrika
    Land DR Kongo

    Ehemaligen Kindersoldaten im Kongo helfen
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  4. Kontinent Afrika
    Land DR Kongo

    Lebensumstände der Flüchtlinge verbessern
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Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI.

Die Statistik zur Religionsverteilung stammt aus dem Jahr 2010. Neuere Statistiken liegen nicht vor. Es kann heute zu leichten Veränderungen gekommen sein.

Impressionen aus der DR Kongo

Lage der Menschenrechte und „Saubere Handys“

Die Lage der Menschenrechte in der DR Kongo ist höchst kritisch. Das Land geriet nach der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahr 1960 in eine jahrzehntelange vielschichtige Krise, deren traurige Höhepunkte seit 1996 immer wiederkehrende Gräueltaten darstellen.

Wir von missio fordern die Bundesregierung unter anderem dazu auf, sich bei den Vereinten Nationen dafür einzusetzen, dass die ausländischen Rebellen, die vor allem im Osten der DR Kongo die Menschen terrorisieren, entwaffnet und außer Landes gebracht werden. Direkt an die auf Rohstoffe angewiesenen Mobilfunkhersteller appelliert missio mit der Aktion „Saubere Handys“, keine direkten oder indirekten Geschäfte mit Rebellen einzugehen

Nur so kann die sich gegen die Zivilbevölkerung richtende Gewalt beendet und die Situation im Kongo verbessert werden.