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Der Kirche der Mongolei helfen

Die katholische Kirche in der Mongolei ist mit rund 1.000 Gläubigen eine der kleinsten und jüngsten Kirchen weltweit. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte die mongolische Regierung diplomatische Beziehungen mit dem Vatikan aufgenommen. 1992 traf der philippinische Missionar Wenceslao Padilla zusammen mit zwei Mitbrüdern in der Hauptstadt Ulan Bator ein. Damit begann der Aufbau: Vorher gab es keinerlei kirchliche Strukturen und keinen einzigen einheimischen Katholiken. Heute wirken Missionarinnen und Missionare aus 18 Ländern und fünf Kontinenten in dem zentralasiatischen Land mit drei Millionen Einwohnern. 2016 konnte der erste einheimische Priester geweiht werden.

  • 2016 förderte missio vier Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner in der Mongolei mit rund 200.000 Euro. Die Kirche unterhält sechs Pfarrgemeinden, fünf Kindergärten, vier Schulen, zwei Heime für Straßenkinder und ein Zentrum für Kinder mit Behinderung. Die Kirche engagiert sich mit 35 sozialpastoralen Bildungs- und Entwicklungsprojekten besonders für die Armen.
  • Trotz des Reichtums an Rohstoffen wie Gold und Kupfer und einer aufstrebenden Wirtschaft lebt ein Drittel der Bevölkerung der Mongolei in extremer Armut. Davon ist auch die katholische Ortskirche betroffen. Sie ist vollständig auf die Hilfe von Katholiken aus dem Ausland angewiesen. Die junge mongolische Kirche darf keine eigenen Einkünfte erzielen. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass sie in der Mongolei arbeiten darf.
  • Mit Ihrer Spende können Sie über unsere Partner vor Ort die Entwicklungszusammenarbeit mit der Mongolei unterstützen.
Foto: Marie Czernin/missio Österreich
Joseph Enkhee Baatar ist 2016 in Ulan Bator zum ersten einheimischen Priester in der Mongolei geweiht worden. Seine Mutter freut sich mit ihm.

Helfen Sie, die Situation der armen Menschen in der Mongolei zu verbessern!

Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI.

Impressionen aus der Mongolei

Der erste Bischof der Mongolei

Wenceslao Selga Padilla wurde 1949 in den Philippinen geboren und am 17. März 1976 zum Priester geweiht. Die CICM-Missionare sandten ihn zunächst als Missionar nach Taiwan, wo er Chinesisch lernte und fünfzehn Jahre lebte und arbeitete. 1992 kam Padilla zusammen mit einem belgischen und einem philippinischen Mitbruder in die Mongolei. Die drei Missionare begannen mit dem Aufbau der Kirche: in einem Land, in dem 70 Jahre der Kommunismus geherrscht hatte, in dem es keine Kirche gab, keine kirchlichen Strukturen und keinen einzigen einheimischen Katholiken.