missio - glauben.leben.geben

Hilfe im Irak für Flüchtlinge

Der Irak ist durch Krieg, terroristische Anschläge und zuletzt den Kampf gegen den sogenannten „Islamischen Staat” (IS) ausgezehrt und politisch instabil. Als 2014 die Niniveh-Ebene im Norden des Landes durch IS-Terroristen erobert wurde, mussten mehr als 20.000 christliche Familien fliehen. Auch nach der Befreiung des Gebietes vom IS Ende 2017 ist es für sie schwierig, in ihre Heimat zurückzukehren. Die humanitäre Lage bleibt kritisch. Der Irak versorgt zehntausende Binnenflüchtlinge. Das Land ist auf internationale Hilfe und Spendenaktionen angewiesen. Nach unterschiedlichen Angaben leben im Irak, einer Wiege des Christentums, noch zwischen 200.000 und 300.000 Christen.

  • 2016 förderte missio acht Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner im Irak mit rund 790.000 Euro. Wichtig ist Akuthilfe für Nahrungsmittel, medizinische Versorgung und Unterstützung der Flüchtlingsarbeit der Kirche. So stellte missio beispielsweise der chaldäischen Kirche in der Diözese Alqosh 150.000 Euro zur Verfügung, um die Miete von 310 Familien zahlen zu können, die als Binnenflüchtlinge untergebracht werden mussten.
  • Diese Mietzuschüsse helfen den Geflüchteten dabei, ihr tägliches Leben in einer geschützten Wohnsituation zu verbringen. Das vermindert den Fluchtdruck nach Europa und beugt sozialen Spannungen vor. Insgesamt trägt das Projekt zur christlichen Präsenz im Irak bei.
  • Mit Ihrer Spende helfen Sie nicht nur den Flüchtlingen in der Diözese Alqosh. Indirekt unterstützen Sie mit Ihrer Nothilfe eine ganze Gesellschaft, deren Lage von Krieg und Katastrophen dominiert wird.
Foto: Dirk Planert/missio
In diesen Containerdörfern sind im nord-irakischen Suleymania christliche Flüchtlinge untergebracht. missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer hat sie besucht.

Helfen Sie, im Irak endlich Voraussetzungen für Frieden zu schaffen!

Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI.

Die Angaben zur Religionszugehörigkeit sind grobe Schätzungen.

Impressionen aus dem Irak

Studien zur Lage der Menschenrechte

Im Irak verschärfen sich die muslimischen konfessionellen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten. Die Folgen davon treffen auch nicht-muslimische Minderheiten. Sie geraten wie die Christen unter einen hohen Auswanderungsdruck. Die Menschen- und Kinderrechte werden missachtet.

Der irakische Vielvölkerstaat hat sich zwar eine Verfassung gegeben, aber sie ist unpräzise und widerspruchsvoll. Dies gilt auch für das Zusammenleben der verschiedenen Religionsgemeinschaften und die Religionsfreiheit.