Jahresbericht 2025
In unserem jährlich veröffentlichten Rechenschaftsbericht geben wir umfassend Auskunft, welche Gelder eingenommen wurden und was mit ihren Spenden geschieht. In der Rubrik „Transparenz und Kontrolle” dieser Website dokumentieren wir zudem unsere Förderkriterien und das interne und externe Controlling.
missio konnte im Jahr 2025 mit 43,2 Millionen Euro die Auslandsprojektarbeit in über 60 Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens unterstützen und für die weltkirchliche Bildungsarbeit in Deutschland einsetzen. Unser ganz besonderer Dank gilt unseren Spender/-innen und Unterstützer/-innen: Insgesamt 24 Mio. Euro haben sie an missio gespendet. Darüber hinaus stammen die Fördermittel unter anderem aus Kirchensteuermitteln (13,88 Mio. Euro) und Kirchenkollekten (3,05 Mio. Euro).
Wir setzen auf verlässliche Beziehungen zwischen unseren Projektpartnerinnen und -partnern, Spenderinnen und Spendern. Die Projektpartner/-innen sorgen mit ihrer Erfahrung und ihrem unermüdlichen Einsatz dafür, dass Ihre Spende dort ankommt, wo sie am meisten gebraucht wird.
Lesen Sie nachfolgend aus unserem Jahresbericht 2025:
- Schwerpunkt „Ganzheitlich heilen“,
- Information zur Evaluation,
- Zahlen, Daten und Fakten und
- beispielhafte Projekte aus unserer Auslandsprojektarbeit.
Hier den Jahresbericht kostenlos downloaden!
Schwerpunktthema: „Ganzheitlich heilen“
Menschen aller Zeiten und Kulturen sehnen sich nach Heilung. Die Heilungsgeschichten im Alten und Neuen Testament spiegeln dieses tiefe Bedürfnis wider. Auch heute bleibt das Heilen in all seinen Facetten ein zentraler Auftrag der Kirche weltweit.
Das gilt auch für unsere Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien und Ozeanien. Mit Seelsorge, Sozial- und Gesundheitsarbeit stehen sie Menschen in Not zur Seite. Krankheiten, Kriege, Gewalt, Vertreibung, Menschenrechtsverletzungen, Missbrauch, Ausbeutung, die Folgen des Klimawandels und ungerechte Handelsbeziehungen reißen seelische und körperliche Wunden. Mit seiner Auslandsprojektarbeit fördert missio Partnerorganisationen, die dazu beitragen, diese Verletzungen auf eine kulturell ganzheitliche Weise zu heilen.
Unsere Partnerorganisationen betreiben Gesundheitsstationen, Krankenhäuser, Traumazentren und viele weitere Einrichtungen. Sie engagieren sich in der Gewaltprävention und fördern Versöhnung zwischen verfeindeten Gruppen. Im Mittelpunkt ihres Handelns steht die Würde jedes einzelnen Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Geschlecht. Denn jeder Mensch ist Ebenbild Gottes. Unsere Partnerinnen und Partner helfen Menschen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Schwester Rita, was bedeutet Ihnen Ihre Arbeit in Kulmasa persönlich?
Schwester Rita Owuso: Ich bin in Odumasi aufgewachsen, einem kleinen Dorf in der Diözese Sunyani. Dort habe ich erlebt, wie prägend Missionarinnen und Missionare sein können. Die Salesianer in meinem Dorf haben viel mit meiner Berufung und meiner Leidenschaft für die Mission zu tun.
Dass ich heute in Kulmasa lebe und arbeite, empfinde ich als Frucht dessen, was ich selbst empfangen habe. Es erfüllt mich mit Freude, bei den Menschen und für sie da zu sein. Ihre Geschichte ist meiner eigenen nicht fern. In vielem erkenne ich mich wieder.
Was macht Sie in Ihrer Arbeit froh? Und was erleben Sie als schwierig?
Schwester Rita Owuso: Seit die Medical Mission Sisters vor fünf Jahren nach Kulmasa gekommen sind, hat sich vieles verändert. Mehr schwangere Frauen vertrauen unseren Hebammen und kommen zur Vorsorge. Die Zahl mangelernährter Kinder geht zurück. Gemeinden reagieren offener auf Gesundheitsprogramme. Mehr Mädchen besuchen die Schule. Dass junge Frauen aus der Region in unserer Klinik Erfahrungen für ihre Pflegeausbildung sammeln, macht mir Hoffnung.
Gleichzeitig bleiben die Herausforderungen groß. Kulturelle Prägungen und soziale Normen sind stark. Viele Frauen können selbst über grundlegende Fragen nicht frei entscheiden. Ob sie medizinische Hilfe suchen dürfen, hängt oft vom Ehemann oder von der Schwiegermutter ab. Gibt es in einer Familie eine traditionelle Geburtshelferin, ist eine Geburt in der Klinik kaum durchsetzbar.
Besonders schmerzhaft ist es, wenn junge Mädchen früh verheiratet werden. Dann lässt sich über Schwangerschaften im Teenageralter kaum sprechen, ohne tiefe kulturelle Muster zu berühren. Solange sich daran nichts ändert, bleibt der Kreislauf der Armut bestehen. Es ist frustrierend, ein begabtes Schulmädchen zu begleiten und später zu erfahren, dass es die Schule verlassen musste und verheiratet wurde.
Im Evangelium begegnet uns Jesus immer wieder als Heiler. Wie prägt das Ihre Arbeit?
Schwester Rita Owuso: Jesus heilt durch Berührung, durch ein Wort, durch Zeichen. Das zeigt mir, dass Heilung viele Formen hat. Als Medical Mission Sister möchte ich selbst eine heilende Gegenwart sein Manchmal beginnt Heilung damit, einfach da zu sein. Mich bewegt, dass Jesus keine Unterschiede macht. Er heilt Menschen, die zu ihm kommen oder zu ihm gebracht werden. Darin liegt für mich ein Auftrag. Kulmasa ist mehrheitlich muslimisch geprägt. Aber unsere Türen stehen allen offen.
Gibt es eine biblische Heilungsgeschichte, die Ihnen besonders nahe ist?
Schwester Rita Owuso: Ja, die Geschichte von der Frau mit dem Blutfluss aus dem Matthäusevangelium. Sie sagt: „Wenn ich nur den Saum seines Gewandes berühre ...“
Diese Frau zeigt mir, dass ein kleiner Akt des Glaubens viel bewirken kann. Kein großes Aufsehen, sondern ein Glaube, der handelt. Für mich sagt diese Geschichte: Eine Begegnung mit Jesus kann alles verändern. Er nimmt Scham, Angst, Verurteilung und Einsamkeit.
Welche Rolle spielt das Gebet bei der Heilung?
Schwester Rita Owuso: Das Gebet bringt mich mit meiner eigenen Verwundung in Berührung. Wenn ich meine Verletzlichkeit wahrnehme, kann ich die Wunden anderer besser verstehen und ihnen achtsamer begegnen.
Zugleich bewahrt mich das Gebet in schwierigen Situationen vor Hoffnungslosigkeit. Es hält die Hoffnung in mir lebendig. So gebe ich nicht Verzweiflung weiter, sondern Zuversicht.
Ihre Arbeit hat auch eine gesellschaftliche Wirkung. Wie erleben Sie das in Kulmasa?
Schwester Rita Owuso: Der muslimische Chief von Kulmasa sagte einmal, er habe Missionare schon in seiner Jugend erlebt. Überall, wo sie hinkamen, habe sich die Gemeinschaft entwickelt. Deshalb freue er sich über die Schwestern in Kulmasa.
Das beschreibt unsere Erfahrung gut. Als wir kamen, gab es nicht einmal eine Unterkunft für uns. Inzwischen bauen Einheimische einfache Häuser, die sie an Mitarbeitende vermieten. Neue Läden entstehen, Schneiderinnen und Friseurinnen haben mehr Kundschaft. Unsere Projekte schaffen Arbeit, etwa auf dem Bauernhof der Schwestern, im Weanimix-Projekt oder in der Klinik.
Auch der Markt von Kulmasa belebt sich wieder. Menschen aus anderen Orten stärken das wirtschaftliche Leben. Junge Männer verdienen Geld mit dem Transport von Personen und Waren. So entstehen neue Perspektiven.
Die Menschen wissen, dass die Schwestern für Frieden stehen. Während jüngerer Konflikte im Distrikt suchten einige Zuflucht in der Family Clinic, weil wir als neutral wahrgenommen werden.
In unseren Programmen planen wir gemeinsam mit den Gemeinden. Wir ermutigen die Menschen, Verantwortung zu übernehmen. Beim Krankenwagen haben wir über kleine Beiträge für den Transportdienst gesprochen. Jede Gemeinde fand eine eigene Lösung. So bauen wir gemeinsam an einer besseren Zukunft.
Evaluation
Die Kirche auf den Philippinen engagiert sich seit Jahrzehnten für den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung. Unsere Partner beweisen dabei langen Atem und hohe Professionalität. missio Aachen unterstützt diese Arbeit kontinuierlich im Rahmen seiner Auslandsprojektarbeit. 2025 haben wir eine externe Evaluation beauftragt, um die Wirksamkeit der Projekte zu überprüfen. Hier das kurzgefasste Resümee.
Das Problem: Armut erhöht das Risiko sexualisierter Gewalt
In den Wohnvierteln Carreta, Lorega und Subangdaku in Cebu auf der Insel Mindanao führen Armut, beengte Wohnverhältnisse und ein leichter Zugang zu Internetcafés zu einem hohen Risiko für sexualisierte Gewalt und Onlineausbeutung von Minderjährigen (OSCEC). Das von der kirchlichen Partnerorganisation ANCE (Action for Nurturing Children and Environment) auf den Philippinen umgesetzte und von missio Aachen unterstützte Projekt setzt deshalb auf Prävention, Bildung und lokale Schutzstrukturen.
Die Lösung: Training, Aufklärung, Schutzmaßnahmen, Schulbesuch und gesunde Ernährung
Was tut ANCE gegen diese Bedrohung? Im Mittelpunkt stehen Trainings- und Aufklärungsseminare für Kinder, Eltern, Lehrkräfte, Verantwortliche in den Wohnvierteln sowie für die Polizei. Dabei geht es um Kinderrechte, Schutzgesetze und Anti-OSCEC-Verordnungen. Stipendien und kostenlose Schulmaterialien ermöglichen Kindern den Schulbesuch. Ein Programm zur gesunden Ernährung durch Urban Gardening kommt vor allem Kindern unter sechs Jahren zugute. Gleichzeitig nehmen ANCE-Mitarbeitende Internetcafés und andere öffentliche Orte stärker in den Blick. Sie kontrollieren beispielsweise, dass Kinder dort nach 22 Uhr keinen Zugang mehr haben — entsprechend der geltenden Ausgangsregelung („Curfew Rule“).
Ergebnis der Evaluation: Prävention ist sehr erfolgreich
Die von missio Aachen beauftragte externe Evaluation unter Leitung von Dr. Lurli B. Teves kommt zu einem positiven Urteil. Sie stellt fest, dass die Maßnahmen „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ umgesetzt wurden. Das Wissen darüber, wie Kinder und Eltern sich besser schützen können, ist deutlich gestiegen.
So konnten etwa 70 Prozent der 136 befragten Kinder mindestens drei bis vier Bestimmungen der Anti-OSCEC-Verordnung nennen. Bei den 134 befragten Müttern konnten 80 Prozent mehr als zwei Bestimmungen benennen. Kinder berichten zudem, dass sie explizite Nachrichten blockieren und riskante Kontakte eher meiden. Auch die Bereitschaft, Vorfälle zu melden, ist gestiegen: 80 Fälle wurden von Kindern und 19 von Frauen gemeldet.
Verbesserungsbedarf: Meldewege vertraulicher und sicherer machen
Verbesserungsbedarf sieht die Evaluation vor allem bei den Meldewegen und Unterstützungsangeboten für Betroffene. Diese sollten noch sicherer, vertraulicher und besser mit juristischer Begleitung verknüpft werden. Außerdem sollten die behördlichen Verordnungen gegen sexualisierte Gewalt an Kindern auf kommunaler Ebene konsequenter durchgesetzt werden. Darüber hinaus erhielt ANCE hilfreiche Hinweise, wie das Ernährungsprogramm und das Urban Gardening durch ein verbessertes Abfall- und Hygienemanagement weiterentwickelt werden können.
Die Evaluation dient missio Aachen und ANCE nun dazu, die Projektarbeit weiter zu verbessern.
Zahlen, Daten und Fakten aus unserem Jahresbericht 2025
Die bewilligten Mittel konzentrieren sich auf Regionen, in denen kirchliche Partnerinnen und Partner unter besonders herausfordernden Bedingungen arbeiten. Zugleich wird die Förderung zunehmend zielgruppenspezifischer ausgerichtet. Neben der Unterstützung pastoraler Strukturen rücken insbesondere Frauen – und hier vor allem Ordensfrauen – stärker in den Fokus. Sie übernehmen in vielen Partnerländern zentrale Aufgaben in Bildung, Sozialarbeit und Seelsorge und erreichen häufig auch abgelegene oder benachteiligte Bevölkerungsgruppen.
Der Schwerpunkt liegt weiterhin in Afrika, wo fragile staatliche Strukturen, Armut und Konflikte den Zugang zu Bildung und pastoraler Versorgung erschweren. Länder wie die Demokratische Republik Kongo, Tansania, Nigeria oder Uganda gehören zu den wichtigsten Partnerländern. Dort werden zahlreiche Projekte realisiert, die auf Bildung, pastorale Arbeit und die Stärkung lokaler Strukturen abzielen. In Asien und im Nahen Osten unterstützt missio vornehmlich Projekte in Kontexten religiöser Minderheiten, sozialer Spannungen oder akuter Krisen.
Die regionale Verteilung folgt dabei keinem starren Schlüssel, sondern orientiert sich konsequent am Bedarf vor Ort und an der Tragfähigkeit der eingereichten Projekte.
Die Förderung erfolgt auf Grundlage geprüfter Projektanträge von Partnerinnen und Partnern vor Ort. Diese bringen ihre Bedarfe ein und verantworten die Umsetzung der Maßnahmen. Unterstützt werden sie von subsidiären Büros in den Partnerländern, die die Antragstellerinnen und Antragsteller beraten, die Anträge sichten und Empfehlungen zur Bewilligung oder Ablehnung von Projekten formulieren.
Die Auswahl der Projekte orientiert sich an Kriterien wie Dringlichkeit, Nachhaltigkeit und der Wirkung für die lokalen Gemeinschaften. Dabei stellen die von missio geförderten Vorhaben stets nur einen Teil der Aktivitäten einer Diözese oder Ordensgemeinschaft dar. Sie ersetzen nicht die Eigenfinanzierung der kirchlichen Arbeit. Ein wesentlicher Teil der Mittel fließt deshalb in Bildungs- und Ausbildungsprojekte. Sie schaffen langfristige Perspektiven, stärken lokale Strukturen und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe.
Weitere Schwerpunkte liegen in der pastoralen Arbeit sowie in der Unterstützung des laufenden Unterhalts kirchlicher Einrichtungen. In akuten Krisensituationen stellt missio zudem kurzfristig Mittel für Nothilfe bereit. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort kann schnell und zielgerichtet geholfen werden.
… erhalten Sie in unserem Jahresbericht 2025 (Seiten 34 bis 45) bzw. in dem daraus extrahierten Rechenschaftsbericht.
Auslandsprojektarbeit
Nachhaltig und gemeinsam mit der Kirche vor Ort konkrete Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Ozeanien umsetzen
missio unterstützt Projekte in Afrika und Asien, im Nahen Osten und in Ozeanien. Die Verteilung der Mittel erfolgt nach Bedürftigkeit. Der Schwerpunkt liegt somit in Regionen, in denen die Gläubigen vor Ort nicht die Kraft haben, die notwendigen pastoralen und sozialen Aufgaben zu finanzieren. In der Regel sind dies Länder, die wirtschaftlich schwach sind oder sich in einer akuten Notlage befinden. Auch in Ländern, in denen Christinnen und Christen wie in Syrien eine kleine Minderheit darstellen oder in denen die Kirche wie in Pakistan oder Eritrea nicht offen arbeiten darf, besteht ein erhöhter Förderbedarf.Die Herausforderung
Nach mehr als einem Jahrzehnt Bürgerkrieg und dem Sturz des Assad-Regimes 2024 kehrt in Teilen Syriens vorsichtig das Leben zurück. Doch das schwer zerstörte Land leidet massiv unter den Folgen: wirtschaftlicher Kollaps, hohe Arbeitslosigkeit, verwitwete Frauen, die darum kämpfen, ihre Familien zu versorgen. Viele junge Menschen sind aus Syrien geflohen. Zurück bleiben oft ältere Menschen ohne Unterstützung. Perspektivlosigkeit, Armut und soziale Spannungen prägen den Alltag.
Projektziel
Das Projekt schafft berufliche Perspektiven für Frauen, Männer und junge Menschen in Aleppo, Homs, Hama und Damaskus. Durch eine praxisnahe Ausbildung mit sozialer Begleitung und die Konzentration auf die Stärkung von Frauen sollen Einkommen gesichert, alte Menschen besser versorgt und der Zusammenhalt zwischen Christen und Muslimen gestärkt werden.
Wie missio hilft
missio fördert Ausbildungsprogramme in Altenpflege, Schneiderei und im Klempnerhandwerk sowie praxisnahe Kurse in Kochen, Kosmetik und Dekoration. Hinzu kommen Alphabetisierungskurse und die Ermöglichung der Teilnahme an externen Computer- und Englischkursen. Hunderte Frauen und junge Männer erhalten so eine berufliche Qualifikation – begleitet von Praktika, sozialer Beratung und psychosozialer Unterstützung.
Was bringt das?
Frauen und Jugendliche gewinnen wirtschaftliche Selbstständigkeit und neue Zukunftsperspektiven. Alte Menschen erhalten dringend benötigte Pflege. Gleichzeitig stärkt das gemeinsame Lernen von Christen und Muslimen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer noch immer fragilen Nachkriegssituation.
- Projekt: MP/330/013/2024/001
- Begünstigte: 1.502 Frauen, Jugendliche und ältere Menschen
- Projektlaufzeit: 01.12.2024 – 31.12.2025
- Projektpartner: Movimento dei Focolari in Siria
- Förderung 2025: 150.277,41 Euro
- Gesamtbudget: 186.601,27 Euro
- Spenden Sie hier für das Projekt!
Linktipp
Die Herausforderung
Burundi gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Jahrzehnte von Bürgerkrieg und politischer Instabilität haben das Land geprägt. In dieser schwierigen Lage leben auch die Schwestern des Instituts der Bene Tereziya, einer Gemeinschaft, die in der Seelsorge und im Gesundheitswesen sowie in der Ausbildung von Ordensfrauen arbeitet. Besonders betroffen sind 65 hochbetagte Ordensfrauen im Zentrum Bethanien in Songa. Sie haben sich ihr Leben lang für die Armen eingesetzt, verfügen jedoch über keine Krankenversicherung, keine Pension und keine soziale Absicherung. Viele sind gesundheitlich sehr geschwächt und leiden unter Mangelernährung. Auch junge Schwestern in der Ausbildung und ihre Mitschwestern leben ausschließlich von den geringen Einkünften aus Handarbeit.
Projektziel
Das Projekt soll das Leid der hochbetagten und der jungen Schwestern lindern, Hunger und Mangel reduzieren und eine würdige Versorgung im Alter ermöglichen. Zugleich soll durch eine solide Ausbildung der jüngeren Schwestern die Arbeit der Gemeinschaft in der Region langfristig gesichert werden.
Wie missio hilft
missio unterstützt 120 besonders bedürftige Ordensfrauen – hochbetagte Schwestern ohne Pension sowie junge Schwestern in den ersten Ausbildungsjahren – durch finanzielle Zuschüsse. Diese sichern eine grundlegende Versorgung mit Lebensmitteln, medizinischer Betreuung und dem Nötigsten zum Leben. Gleichzeitig fördert die Gemeinschaft kleine Eigeninitiativen wie Schweine- und Kaninchenzucht, um langfristig zur eigenen Existenzsicherung beizutragen.
Was bringt das?
Die Unterstützung reduziert Hunger und gesundheitliche Risiken und schenkt den älteren Schwestern einen würdevollen Lebensabend nach Jahrzehnten im Dienst der Kirche. Jungen Schwestern kann eine gesicherte Ausbildung und Vorbereitung auf ihre Mission ermöglicht werden. So wird nicht nur akute Not gelindert, sondern auch die Zukunft des Ordens und seines pastoralen Engagements nachhaltig gestärkt.
- Projekt: MP/112/003/2024/001
- Begünstigte: 120 Schwestern
- Projektlaufzeit: 30.04.2024 – 29.04.2025
- Projektpartner: Janviere Nyandwi, Institut des Sœurs Bene-Terezuiya du Burundi
- Förderung 2025: 36.000,00 Euro
- Gesamtbudget: 36.000,00 Euro
Linktipp
Die Herausforderung
Ende März 2025 erschütterten zwei schwere Erdbeben Myanmar. Mehr als 3.700 Menschen starben und 5.000 wurden verletzt. Millionen sind seither auf dringende, lebensrettende Hilfe in Katastrophengebieten angewiesen. Besonders hart traf es die Regionen Mandalay, Sagaing, Nay Pyi Taw, Bago und den südlichen Shan-Staat. Häuser stürzten ein, Krankenhäuser wurden beschädigt, Straßen und Brücken unpassierbar. Als Strom- und Kommunikationsnetze zusammenbrachen, verloren viele Menschen jeden Kontakt zur Außenwelt.
Projektziel
Ziel des Projektes ist es, den betroffenen Menschen schnell und unbürokratisch Nothilfe zu leisten und ihr Überleben zu sichern. Neben der akuten Versorgung geht es darum, erste Schritte zur Stabilisierung und zum Wiederaufbau der Lebensgrundlagen zu ermöglichen.
Wie missio hilft
Gemeinsam mit dem JRS (Jesuit Refugee Service) leistet missio lebensrettende Soforthilfe für die vom Erdbeben betroffenen Menschen. Finanziert werden Trinkwasser, Lebensmittel, Notunterkünfte sowie wichtige Alltagsgüter wie Hygieneartikel und Moskitonetze. Darüber hinaus fördert das Projekt psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Menschen. Der JRS arbeitet eng mit kirchlichen Partnern und lokalen Netzwerken zusammen und kann so schnell und gezielt helfen.
Was bringt das?
Die Hilfe sichert das Überleben vieler Familien in einer akuten Notsituation. Menschen erhalten Schutz, Nahrung und medizinisch-hygienische Grundversorgung. Gleichzeitig stärkte das Projekt ihre Widerstandskraft und eröffnete Perspektiven für einen Neuanfang – in einer Situation, in der Hoffnung und konkrete Unterstützung überlebenswichtig waren.
- Projekt: MP/310/000/2025/002
- Begünstigte: Schwestergemeinschaften, die vor Ort gezielt humanitäre Hilfe leisten, sowie 1.000 besonders bedürftige und vulnerable Personen (Einzelfallhilfe)
- Projektlaufzeit: 01.12.2025 – 31.03.2026
- Projektpartner: Ja Seng Pan, Jesuit Refugee Service Asia
- Förderung 2025: 146.837,97 Euro
- Gesamtbudget: 146.837,97 Euro
Linktipp
Die Herausforderung
Der Südsudan zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Gewalt, Armut und fehlende Infrastruktur prägen den Alltag. Besonders benachteiligt sind Mädchen: Viele haben keinen Zugang zu Bildung und sind früh von Zwangsheirat bedroht. In Aweil fehlen bislang sichere Strukturen, von denen aus Bildungsarbeit nachhaltig aufgebaut werden kann. Gleichzeitig ist die Arbeit von Ordensfrauen mit Sicherheitsrisiken verbunden.
Projektziel
Ziel ist es, die Lebenssituation von Mädchen durch Bildung und Begleitung langfristig zu verbessern. Dafür soll eine neue Mission der Loreto-Schwestern entstehen. Der Bau eines Konvents bildet die Grundlage für den Aufbau von Schule, Gesundheitsangeboten und pastoraler Arbeit.
Wie missio hilft
missio unterstützt den Bau eines Konvents als ersten Schritt der Mission. Finanziert werden zentrale Gebäudeteile mit Wohn-, Arbeits- und Gemeinschaftsräumen sowie Kapelle. Der Konvent bietet bis zu zehn Schwestern einen sicheren Wohn- und Arbeitsort und wird auf einem von der Gemeinschaft bereitgestellten Gelände errichtet.
Was bringt das?
Der Konvent ermöglicht die dauerhafte Präsenz der Schwestern und schafft die Voraussetzung für Bildungsangebote für Mädchen. Der Konvent ist zugleich Schutzraum: Mädchen, die von Zwangsheirat oder Gewalt bedroht sind, können hier vorübergehend aufgenommen werden. Von diesem sicheren Ausgangspunkt aus planen die Schwestern den Aufbau einer weiterführenden Schule für Mädchen sowie weiterer Angebote wie Gesundheitsversorgung und berufliche Förderung. Langfristig profitieren auch Familien und Gemeinden: Bildung stärkt Eigenständigkeit, reduziert Frühverheiratung und fördert Entwicklung in der Region.
- Projekt: MP/161/007/2025/001
- Begünstigte: 10 Ordensschwestern, die im Konvent leben und arbeiten, 1.600 Mädchen und junge Frauen sowie deren Familien
- Projektlaufzeit: 01.03. – 31.12.2025
- Projektpartner: Loreto Sisters, Institute of the Blessed Virgin Mary
- Förderung 2025: 177.100,00 Euro
- Gesamtbudget: 196.695,10 Euro
Linktipp
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