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PRESSEMITTEILUNG

Internationale Digitale Konferenz zum Dialog der Religionen

missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener: „Alle Religionen eint der Wille zum friedlichen Zusammenleben“

Bei der Internationalen Digitalen Konferenz zum Dialog der Religionen diskutierten auf Einladung des katholischen Hilfswerks missio Aachen rund 100 Expertinnen und Experten über die Rolle von Religion in Konflikten. Eines der Ergebnisse: Für die Jugendarbeit wird der interreligiöse Dialog immer wichtiger.

„Alle Religionen eint der Wille zum friedlichen Zusammenleben“, betonte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen, zum Auftakt der zweitägigen Internationalen Konferenz zum Dialog der Religionen. Von Aachen aus schaltete das katholische Hilfswerk missio – gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern - rund 100 Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt virtuell zusammen.

Erzbischof Ludwig Schick hob dabei die Rolle der Religionen für den weltweiten Frieden hervor. „Dazu müssen die Religionen den interreligiösen Dialog fördern“, betonte Schick, der bis Ende September Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gewesen war, in einem Statement in Bamberg. „Religionen können Brandherde von Konflikten sein, diese aber auch löschen“, ergänzte Markus Grübel (CDU), der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit.

Fortschritte in der Jugendarbeit: Interreligiöser Dialog wächst

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Tagung war, dass Bildung der Schlüssel für die Überwindung von religiösen Konflikten oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie dem Antisemitismus ist. Das gelte nicht allein für die Schule, sondern auch für die Jugendarbeit, wie beispielsweise Anja Baukmann von der Katholischen Jugendagentur Düsseldorf berichtete. „Interreligiöse Angebote werden von jungen Menschen in Deutschland gut angenommen. Es sind aber noch viele kleine Schritte notwendig, um ein stärkeres Bewusstsein für andere Religionen zu schaffen“, verdeutlichte sie. „Dazu gehören Angebote zur Sensibilisierung sowie eine stärkere Förderung von Angeboten und Personal.“

„Wir begrüßen solche Fortschritte beim interreligiösen Dialog in der Jugendarbeit, sehen aber noch weiteren Handlungsbedarf“, verdeutlichte missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. Daher hat das katholische Hilfswerk in diesem Jahr Aktion #strongbymissio » gestartet. Dabei steht aktuell die Förderung des Dialogs zwischen jungen Menschen in Nigeria und Deutschland im Mittelpunkt.

Im Rahmen des bis zum 24. Oktober 2021 stattfindenden Monats der Weltmission », der in diesem Jahr im Fokus des interreligiösen Dialogs steht – beleuchteten bei der zweitätigen Digitalkonferenz Expertinnen und Experten aus Kirche, Politik, Wissenschaft in Podiumsdiskussionen und Workshops die Frage, welche Herausforderungen und Möglichkeiten die Religionen in den Konflikten weltweit haben.

Die Förderung des Interreligiösen Dialogs ist für missio Aachen seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Zuletzt förderte missio Aachen knapp 60 solcher Projekte », mit denen in Afrika, Asien und Ozeanien rund 1,93 Millionen Menschen erreicht wurden.

Die Konferenz zum Dialog der Religionen stand am 20./21. Oktober 2021 unter dem Motto „Zwischen Vision und Wirklichkeit“ und wurde durchgeführt von:

  • Katholisches Hilfswerk missio in Aachen,
  • Agiamondo in Köln,
  • Abrahamisches Forum in Darmstadt,
  • christlich-islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle der Deutschen Bischofskonferenz, kurz CIBEDO, in Frankfurt am Main,
  • Katholische Hochschulen in Nordrhein-Westfalen,
  • Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule Aachen, mit dem Institut für katholische Theologie.
  • Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK9 und seinem Gesprächskreis Christen und Muslime,
  • Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen,
  • Engagement Global.

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