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Menschen auf der Flucht

79,5 Millionen Menschen auf der Suche nach Frieden und Heimat

Noch nie sind so viele Menschen vor Gewalt und Terror, Hunger und Katastrophen geflohen: Im Jahr 2019 waren es nach Erhebungen der Vereinten Nationen (UN) weltweit mehr als 79 Millionen Menschen und damit mehr als 1 Prozent der Weltbevölkerung. Tendenz steigend:

  • Zwischen 2010 und 2019 hat sich die Zahl der Geflüchteten und Vertriebenen ungefähr verdoppelt.
  • Allein im Jahr 2019 mussten etwa 11 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen.
  • 123.663 Menschen traten 2019 die gefährliche Reise über das Mittelmeer nach Europa an, zwei Drittel weniger als im Vergleich zum Jahr 2016 (373.652 Menschen). 1.319 Menschen verloren dabei ihr Leben oder gelten als vermisst. Obwohl die Zahl der Ankünfte über die Mittelmeerroute in den vergangenen Jahren stark gesunken ist bleibt der Weg übers Mittelmeer die tödlichste Seeroute der Welt – in den vergangenen sieben Jahren sind über 20.000 Menschen ums Leben gekommen.

Die meisten Menschen auf der Flucht – 45,7 Millionen – sind sogenannte Binnenvertriebene, die innerhalb ihres eigenen Landes fliehen. Von den 26 Millionen Menschen, die aufgrund von Konflikten, Verfolgung oder schweren Menschenrechtsverletzungen ihr Land verlassen haben, werden 85 Prozent von anderen sogenannten Entwicklungsländern aufgenommen und bleiben daher oft innerhalb der Region. Nur ein kleiner Teil gelangt in die reichen Länder des Nordens.

Für die oft wirtschaftlich schwachen Aufnahmeländer stellen diese Fluchtbewegungen von Menschen, die mittellos und oft schwer traumatisiert ankommen, eine immense Herausforderung dar: in der Versorgung mit dem Lebensnotwendigen wie Wasser, Essen und Wohnmöglichkeiten, in der Logistik, dem Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung sowie zum Beispiel in der seelischen Fürsorge.

Der UN-Generalsekretär António Guterres, zuvor Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, mahnte deshalb: „In einer Zeit der beispiellosen Massenflucht und -vertreibung brauchen wir eine ebenso beispiellose humanitäre Unterstützung und ein erneuertes globales Bekenntnis zu Toleranz und Schutz für Menschen auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung.”

Quelle: UNHCR Weltflüchtlingszahlen 2019

Flüchtlinge, die in einer Zeltstadt am Kivu See in der Demokratischen Republik Kongo leben, tragen Eimer und Körbe auf ihren Köpfen. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Geflüchtete, die in einer Zeltstadt am Kivu See leben.
Pallotiner Schwester Dominique besucht Menschen im Flüchtlingslager neben den Monuc Truppen der UN. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Schwester Dominique geht durch ein Flüchtlingslager

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