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Menschen auf der Flucht

65 Millionen Menschen auf der Suche nach Frieden und Heimat

Noch nie sind so viele Menschen vor Gewalt und Terror, Hunger und Katastrophen geflohen: Im Jahr 2016 waren es nach Erhebungen der Vereinten Nationen (UN) weltweit mehr als 65 Millionen Menschen – Tendenz steigend:

  • Zwischen 2011 und 2016 stieg die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen um 54 Prozent.
  • Allein im Jahr 2016 mussten 10,3 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen.
  • Über eine Million Frauen, Männer und Kinder traten 2015 die gefährliche Reise über das Mittelmeer nach Europa an, viereinhalbmal so viele wie der bisherige Höchststand im Vorjahr. 23.771 Menschen verloren dabei ihr Leben oder gelten als vermisst.

Die meisten Flüchtlinge – 40,3 Millionen – sind sogenannte Binnenvertriebene, die innerhalb ihres eigenen Landes fliehen. Von den 25,3 Millionen Menschen, die ihr Land verlassen müssen, werden 84 Prozent von anderen sogenannten Entwicklungsländern aufgenommen und bleiben daher oft innerhalb der Region. Nur ein kleiner Teil gelangt in die reichen Länder des Nordens.

Die oft wirtschaftlich schwachen Aufnahmeländer werden durch diesen Strom von Flüchtlingen, die mittellos und oft schwer traumatisiert ankommen, immens herausgefordert: in der Versorgung mit dem Lebensnotwendigen wie Wasser, Essen und Wohnmöglichkeiten, in der Logistik, dem Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung sowie zum Beispiel in der seelischen Fürsorge.

Der UN-Generalsekretär António Guterres, zuvor Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, mahnte deshalb: „In einer Zeit der beispiellosen Massenflucht und -vertreibung brauchen wir eine ebenso beispiellose humanitäre Unterstützung und ein erneuertes globales Bekenntnis zu Toleranz und Schutz für Menschen auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung.”

Quelle: UNHCR Weltflüchtlingszahlen 2016

Flüchtlinge, die in einer Zeltstadt am Kivu See in der Demokratischen Republik Kongo leben, tragen Eimer und Körbe auf ihren Köpfen. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Geflüchtete, die in einer Zeltstadt am Kivu See leben.
Pallotiner Schwester Dominique besucht Menschen im Flüchtlingslager neben den Monuc Truppen der UN. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Schwester Dominique geht durch ein Flüchtlingslager

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