missio - glauben.leben.geben

Netzwerk Pastoral Asien

Seit 2012 gibt es das Netzwerk Pastoral Asien. Der wachsende Teilnehmerkreis trifft sich einmal jährlich in einem der Institute. Bei den Treffen diskutieren die Vertreterinnen und Vertreter der Pastoralinstitute jeweils ein Schwerpunktthema, das für ihre Arbeit in den verschiedenen Ländern von Bedeutung ist. Sie stellen Programme und Projekte aus ihren Instituten vor und tauschen sich über pastorale Entwicklungen und Herausforderungen aus. In Asien sind die Minderheitensituation der Christen und der interreligiöse Dialog große Herausforderungen und wichtige Diskussionspunkte.

 

Netzwerktreffen Pastoral Asien 2018 – Myitkyina

Das siebte Treffen des Netzwerks Pastoral Asien fand vom 3. bis 8. November 2018 in Myitkyina (Myanmar) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 17 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Bangladesch, Indien, Indonesien, Malaysia, Myanmar, den Philippinen, Sri Lanka sowie Italien. Begleitet wurde die Veranstaltung durch die Bischöfe Francis Daw Tang (Diözese Myitkyina), Raymond Sumlut Gam (Diözese Banmaw) sowie Philip Za Hawng (Diözese Lashio).

Das Netzwerktreffen stand unter dem weit gefassten Thema „We are called to build up a joyful spirituality for Lay Leadership’s engagement in the socio-pastoral ministry of the Church – based on the recent document of Pope Francis Gaudete et Exsultate”.

missio wurde am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth sowie Marita Wagner vertreten.

Netzwerktreffen Pastoral in Asien

Das siebte Treffen des Netzwerks Pastoral Asien fand vom 3. bis 8. November 2018 in Myitkyina (Myanmar) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 17 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Bangladesch, Indien, Indonesien, Malaysia, Myanmar, den Philippinen, Sri Lanka sowie Italien. Begleitet wurde die Veranstaltung durch die Bischöfe Francis Daw Tang (Diözese Myitkyina), Raymond Sumlut Gam (Diözese Banmaw) sowie Philip Za Hawng (Diözese Lashio).

Das Netzwerktreffen stand unter dem weit gefassten Thema „We are called to build up a joyful spirituality for Lay Leadership’s engagement in the socio-pastoral ministry of the Church – based on the recent document of Pope Francis Gaudete et Exsultate”.

Neben einer sozial-historischen Einführung wurden eine Gegenwartsanalyse hinsichtlich der Rolle der katholischen Kirche in Myanmar und den sich an sie stellenden gesellschaftlich-politischen Herausforderungen vorgestellt. Diese wurden auf Grundlage des von Papst Franziskus veröffentlichten apostolischen Schreibens „Gaudete et Exsultate“ theologisch reflektiert. In einem nächsten Schritt wurde erörtert, inwiefern die Ausbildung junger Menschen zu Katecheten als „Lay Leader“ eine geeignete Maßnahme zum Ausbau katholischer Seelsorge vor Ort darstellt.

Abgerundet wurde das Treffen durch die Formulierung eines Vision-Mission Statements, das als Orientierung für das eigene Selbstverständnis und die zukünftige Arbeitsweise des Netzwerks Pastoral Asien dienen soll:

„Network Pastoral Asia aims to be the salt of the earth which enriches the ministry of Pastoral Institutes in Asia in transforming the Church and building a just society. NPA is an Asian forum of collaboration, exchange, exposure and enrichment among pastoral institutes within the universal Church, to make pastoral outreach relevant to our times. NPA promotes the prophetic role of Pastoral Institutes by bringing them together in a common Asian context where pastoral approaches are analysed, collaboration is strengthened and resources are shared in order to enhance the performance of Pastoral Institutes in serving all God’s people.”

missio wurde am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth sowie Marita Wagner vertreten.

Das sechste Treffen des Netzwerks Pastoral Asien fand vom 8. bis 13. November 2017 in Labuan Bajo (Indonesien) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 17 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Indien, Indonesien, den Philippinen, Sri Lanka, Vietnam, Bangladesch, Malaysia, Myanmar, Thailand und Italien.

Das Treffen stand im Zeichen des Pontifikats von Papst Franziskus und dem Einfluss seines neuen Führungsstils in der Kirche. Dieser wurde facettenhaft wie folgt analysiert: Als beispielhafte und ermutigende Führungspersönlichkeit verweist Papst Franziskus die Kirche zurück auf die Botschaft des Evangeliums. Dies gelingt ihm nicht nur durch seine eindrücklichen Worte, sondern vor allem durch seine symbolischen Handlungen und die Vision, die er für sein Pontifikat vor Augen hat. Als Mann des Gebets und tiefen Glaubens lernt der Papst aus Lateinamerika bereitwillig aus gemachten Fehlern. Papst Franziskus versteht es, zuzuhören und mit Menschen in Dialog zu treten. Die Integrität seiner Person und seines Ansatzes machen ihn zu einer Quelle der Inspiration und zu einem leuchtenden Beispiel für einen Seelsorger und einen Leiter, der bereit ist, sich Herausforderungen zu stellen. Entscheidend für eine Führungspersönlichkeit in der katholischen Kirche sind ein einfacher Lebensstil, eine enge Kooperation, Solidarität mit den Armen sowie die Sorge um die Natur.

missio wurde am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth sowie Dr. Stefan Voges vertreten.

Das fünfte Treffen des Netzwerks Pastoral Asien fand vom 25. bis 29. Oktober 2016 in Guwahati (Indien) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 17 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Indien, Indonesien, den Philippinen, Sri Lanka, Vietnam, Bangladesch, Malaysia, Korea, Myanmar und Italien.

Das Thema des Netzwerktreffens lautete „Laudato Si – Living in Harmony from a tribal Perspective“. Die Teilnehmenden diskutierten, inwiefern vor allem die Traditionen indigener Volksstämme als Inspiration für einen holistischen Lebensansatz gelten können, der den eigenen Glauben in eine harmonische Beziehung zur Schöpfung setzt. Dabei wurde mit Blick auf den indigen geprägten nordost-indischen Kontext deutlich, dass gerade der Wissensschatz der indigenen Volksgruppen verloren zu gehen droht. Dies ist mit der voranschreitenden Ausbeutung natürlicher Ressourcen und der Zerstörung ganzer Ökosysteme verbunden, die den Stämmen bislang als Lebensraum dienten. Deutliche wurde, dass ein ökologisches Bewusstsein, eine ökologische Umkehr sowie ökologische Handlungsmaßnahmen (eco-consciousness, eco-conversion, eco-action) notwendig sind, um die indigenen kulturellen Kontexte in Asien zu bewahren.

Vor diesem Hintergrund präsentierten die Direktoren der Pastoralinstitute anschließend die Ansätze ihrer Pastoralinstitute, die als Antwort auf die ökologischen Herausforderungen zu verstehen sind. Sie betonten, dass vor allem der Blick auf den Menschen gerichtet und dessen Bewusstsein für die eigene Interdependenz mit der Schöpfung angeregt werden muss.

missio wurde am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth sowie Dr. Stefan Voges vertreten.

Das vierte Treffen des Netzwerks Pastoral Asien fand vom 24. bis 29. November 2015 in Colombo (Sri Lanka) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 15 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Sri Lanka, Indien, Indonesien, den Philippinen, Vietnam, Bangladesch, Malaysia, Korea und Italien.

Thematisiert wurde im Rahmen des Netzwerktreffens die Frage der „Lay Leadership“. Auch die situativen Herausforderungen, die sich in diesem Kontext stellen, wurden näher erörtert. Dazu gehört das Phänomen des Klerikalismus, dem durch eine verstärkte Unterstützung von Laien begegnet werden soll. Verschiedene lokale Konzepte für die Ausbildung von Laien als Gemeindeleitern wurden vorgestellt, durch die innerkirchliche Transformationsprozess angestoßen werden.

Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden die von Papst Franziskus kurz zuvor veröffentlichte Umweltenzyklika Laudato Si und den darin angeprangerten gesellschaftlichen Konsum sowie die mit ökologischen Fragen verbundene wachsende Disparität zwischen den Lebensbedingungen von Menschen in verschiedenen Regionen. Das Phänomen des Klimawandels wurde mit Blick auf die gravierenden Auswirkungen auf die Ärmsten der Gesellschaft diskutiert. Betont wurde, dass ökologische Solidarität in einem neuen Lebensstil Ausdruck finden muss.

missio war am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth sowie Dr. Stefan Voges vertreten.

Das dritte Treffen des Netzwerks Pastoral Asien fand vom 30. Oktober bis 3. November 2014 in Ho-Chi-Minh-City (Vietnam) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 15 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus China, Indien, Indonesien, Korea, den Philippinen, Sri Lanka, Vietnam und Italien. Dr. Joseph Nguyen van Kham, damaliger Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre, war als theologischer Berater ebenfalls eingeladen.

Das dritte Treffen des Netzwerk Pastoral Asien hatte zwei Schwerpunkte. Zum einen wurde diskutiert, wie eine Pastoral unter Berücksichtigung kultureller Vielfalt in den asiatischen Partnerländern ausgeformt werden kann. Zum anderen wurde das im Vorjahr von Papst Franziskus veröffentlichte apostolische Schreiben Evangelii Gaudium reflektiert. Dies geschah im Hinblick auf dessen pastoraltheologische Implikationen, die Bedeutung des Dokuments für die Ortskirchen sowie in spezifischer Weise für die asiatischen Pastoralinstitute. Es zeigte sich, dass Pluralismus und Diversität keine Gefahr, sondern stattdessen eine Ermutigung für eine kontextuelle Pastoral darstellen. Die interkulturelle Einbettung in den asiatischen Kontext sollte dabei gemäß des „triple dialogue“ als Dialog mit den Armen, den Kulturen und den Religionen erfolgen. Evangelii Gaudium verdeutlicht dabei, dass es einer freudigen Grundhaltung bedürfe, die auf die Vielfalt Asiens einzugehen weiß.   

missio wurde durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth sowie Monika Kling repräsentiert.

 

Das zweite Treffen des Netzwerks Pastoral Asien fand vom 28. November bis 1. Dezember 2013 in Bangalore (Indien) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von acht Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus China, Indien, Sri Lanka, den Philippinen, Pakistan, Vietnam, Bangladesch und Italien. Als fachkundige Experten standen außerdem Fr. Jacob Teckanath aus Goa sowie Fr. Felix Wilfred aus Chennai zur Verfügung.

Inhaltlich stand das Netzwerktreffen unter dem Thema „Contextualized Formation in Pastoral Institutes“ und berücksichtigte dabei kulturelle, sozio-ökonomische und multireligiöse Bedingungen im asiatischen Kontext. Der Aspekt einer inkulturierten Theologie in Asien wurde als „triple dialogue“ diskutiert, der den Dialog mit den Armen, den Kulturen und den Religionen umfasst. Vor diesem Hintergrund schilderten die Direktoren der Pastoralinstitute die Herausforderungen, mit denen sie sich angesichts einer kontextsensiblen Pastoralausbildung  an ihren jeweiligen Instituten konfrontiert sehen. Die Komplexität des pastoralen Kontexts in Asien offenbarte, dass es einer kontinuierlichen Evaluation der eigenen Identität und Mission unter Berücksichtigung der Zeichen der Zeit bedarf. Nur so lässt sich der Wandel von einer selbsterhaltenden hin zu einer prophetischen Kirche vollziehen.

Mit Blick auf die Frage, wie eine pastorale Ausbildung aussehen könne, die sich den Herausforderungen einer Inkulturation in Asien stellt, hielten die Teilnehmer fest: „Wir betrachten eine kontextualisierte Ausbildung als Chance, eine direkte Verbindung zwischen der Realität und der Theologie herzustellen. Gott offenbart sich in den komplexen soziokulturellen Kontexten unserer Zeit. Unser Verständnis von Pastoral erlaubt keine Differenzierung zwischen Glauben und Leben. Es ist der Austausch zwischen Glaube und Leben, der zu einer gegenseitigen Bereicherung führt. Wir fühlen uns einer christologischen Praxis verpflichtet, die nach außen orientiert ist, um die Verlorenen und Ausgegrenzten zu suchen, die sich in einem prophetischen Einsatz für die Transformation der Gesellschaft engagiert, die sich für die Bewahrung der Menschenrechte sowie für die Beachtung der Menschenwürde einsetzt und die Methodologien entwickelt, bei denen in einem konkreten Einsatz in einem aktuellen pastoralen Kontext eine Brücke zwischen Glaube und Leben geschlagen werden. Unsere Pastoralinstitute sind aufgerufen, sich in der Lehre inmitten konkreter pastoraler Kontexte zu engagieren; Forschung zu betreiben, die es ermöglicht, permanent zu evaluieren; die eigenen Grenzen zu überschreiten und eine einzigartige Methodologie der einfühlsamen Wahrnehmung zu entwickeln und verschiedenen Formen der Vernetzung und Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Partnern zu entwickeln, die an Veränderungen interessiert sind.“

missio wurde am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth sowie Monika Kling vertreten.

Das erste Treffen des Netzwerks Pastoral Asien fand vom 29. Oktober bis 1. November 2012 in Manila (Philippinen) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von sechs Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Indien, Indonesien, den Philippinen, Vietnam und Singapur.

Das erste Netzwerktreffen diente der gegenseitigen Präsentation der Arbeitsschwerpunkte sowie Curricula der Institute. Dabei wurde diskutiert, was das spezifisch asiatische Verständnis von Pastoral ausmacht und wie dieses die Arbeit der einzelnen Institute prägt. Es wurde betont, dass eine asiatische Pastoral den asiatischen religiösen Traditionen und Kulturen verpflichtet ist und einen harmonischen Dialog mit diesen pflegen muss. 

Als Verständnis von Pastoral im asiatischen Kontext wurde festgehalten: „Like Jesus and the disciples of Emmaus, our pastoral centres are journeying with the people of Asia. Our way is determined by the gospel and by attitudes that embody the compassionate love of Jesus, the Good Shepherd. The main challenge for our Asian pastoral approach is to find ways of encountering and being enriched by the different religious traditions and cultures of Asia. In humility we are aware of our own weakness and as servant leaders we journey in our common search for God which determines the way we are engaged to our ministries of service for a holistic and integral transformation of persons and society. As authentic disciples of Christ, we seek to dialogue with different religions, cultures and the numerous living in poverty. We understand “pastoral” as our compassionate care to enable faith to connect with life. The pastoral task of the Church is to witness to the gospel of Jesus Christ. Our witnessing must always be practised in a gentle way so that we live in harmony with the various religions and cultures of Asia that enrich our journey.”

missio war am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth sowie Dr. Thomas Arnold vertreten.

Ihr Ansprechpartner

Professor Dr. mult. Klaus Vellguth

Abteilungsleiter Theologische Grundlagen
Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 351
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