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Netzwerk Pastoral Afrika

Das erste Treffen des Netzwerk Pastoral Afrika fand 2013 in Südafrika statt. Seither kommen Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Pastoralinstitute jährlich zusammen, um ein aktuelles Thema mit Blick auf die pastorale Arbeit in ihren Ländern zu vertiefen und zu diskutieren. Neben der thematischen Arbeit ist der Austausch über die Angebote und Herausforderungen der jeweiligen Institute ein wichtiges Element der Treffen. Besonderes Augenmerk legen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Situation der vielen jungen Menschen in den afrikanischen Ländern.

Netzwerktreffen Pastoral Afrika 2019 – Addis Abeba

Das sechste Treffen des Netzwerks Pastoral Afrika fand vom 08. – 11.02.2019 in Addis Abeba (Äthiopien) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 14 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Äthiopien, Ghana, Kenia, Mali, Malawi, Mosambik, Nigeria, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Tansania und Togo.

Inhaltlich stand das Treffen unter dem Thema „African Oral Cultures and Evangelization“. Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die Bedeutung der oral überlieferten äthiopischen Dichtkunst für das äthiopische Christentum erörtert.

missio war am Netzwerktreffen durch Marita Wagner sowie Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth vertreten.

Netzwerktreffen Pastoral in Afrika

Das sechste Treffen des Netzwerks Pastoral Afrika fand vom 08. – 11.02.2019 in Addis Abeba (Äthiopien) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 14 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Äthiopien, Ghana, Kenia, Mali, Malawi, Mosambik, Nigeria, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Tansania und Togo.

Inhaltlich stand das Treffen unter dem Thema „African Oral Cultures and Evangelization“. Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die Bedeutung der oral überlieferten äthiopischen Dichtkunst für das äthiopische Christentum erörtert. Dabei präsentierte der äthiopische Gastgeber, Dr. Daniel Assefa zusammen mit seinen Mitarbeitern die aktuellen Ergebnisse ihrer zu diesem Thema durchgeführten Feldforschung. Dabei handelt es sich um einen interkonfessionellen Ansatz, der das äthiopisch-orthodoxe mit dem katholischen Christentum in Dialog bringt. Die Studie nimmt traditionelle Schulen in den Blick, an denen liturgische Musik sowie sakrale Tänze gelehrt werden. Besonders fokussiert sie sich auf die Signifikanz sogenannter Poetry (= Poesie, Dichtung) Schools, an denen die Dichtkunst (Quinea in Amharik) unterrichtet wird. In ihren Vorträgen stellten die Referenten verschiedene dieser Schulen vor, die sie während ihrer Forschungen besucht hatten. Dabei verwiesen sie auf die Funktionen der Poesie sowie die Kontexte und Anlässe, innerhalb bzw. zu denen die Dichtkunst praktiziert wird. Darüber hinaus wurde auf die konkrete Ausgestaltung dieses Unterrichtskonzeptes eingegangen.

Im Kontext der Präsentation der bisherigen Forschungsarbeiten standen drei Fragen im Mittelpunkt: Ist Qinea, die Kunst des Dichtens, eine Form des Theologisierens? Worin bestehen die Vorteile eines poetischen Theologisierens? Und Drittens: wie lassen sich die traditionelle Ausbildung, die auf oralen Überlieferungen basiert, und die moderne Ausbildung nach westlichen Standards in Einklang bringen? Durch die Vorträge wurden kulturelle Schätze des äthiopischen Christentums offengelegt, welche zunehmend in Vergessenheit zu geraten drohen. Ziel der Vorstellung der Feldforschung war es, aufzuzeigen, dass sich die alte äthiopische Tradition der Dichtung in besonderer Weise aus theologisch-biblischem Quellmaterial speist und somit großes Potential in sich birgt, das moderne theologische Curriculum auf kreative Weise inhaltlich zu komplementieren und neu zu erschließen.

missio war am Netzwerktreffen durch Marita Wagner sowie Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth vertreten.

Das fünfte Treffen des Netzwerks Pastoral Afrika fand vom 02. – 05.02.2018 in Tamale (Ghana) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 13 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Kenia, Nigeria, Ghana, Malawi, Tansania, Simbabwe und Sambia.

Inhaltlich stand das Treffen unter dem übergeordnetem Thema „Youth and Family Life in Africa today: Lessons from Amoris Laetitia“. In vier einleitenden Impulsreferaten wurden die Unterthemen „The Youth and the Challenges of the Charismatic-Pentecostal Churches“, „Youth Unemployment in Africa: What Role can the Church play?“, „Love and Marriage: Experiences and Challenges of married Couples in contemporary Africa“ sowie “Child Labour, the Family and the Politics of Work” präsentiert. Vor diesem Hintergrund setzten die Direktoren der Pastoralinstitute die gemachten Erfahrungen und Herausforderungen in ihren je spezifischen Landeskontext und analysierten diese. Dabei nahmen sie unter anderem Bezug auf das Vorbereitungsdokument (Lineamenta) für die Jugendsynode, welche vom 03. – 28.10.2018 in Rom stattfand. In diesem Rahmen wurden auch die Ergebnisse der Konsultation der AMECEA-Länder (Association of Member Episcopal Conferences in Eastern Africa) für den Lineamenta-Bericht vorgestellt und diskutiert. 

missio war am Netzwerktreffen durch Dr. Stefan Voges vertreten.

Das vierte Treffen des Netzwerks Pastoral Afrika fand vom 03. – 06.02.2017 in Arusha (Tansania) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von 14 Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Äthiopien, Kenia, Ghana, Nigeria, Mali, Malawi, Nigeria, Mozambique, Tansania, Sambia und Simbabwe.

Die Teilnehmer des Treffens beschäftigten sich mit der Enzyklika Laudato Si‘ und deren theologischen Bedeutung für die Arbeit der Pastoralinstitute in Afrika. Nach einer ersten Analyse des päpstlichen Dokuments erfolgte eine afrikanische Kontextualisierung dessen. Dabei wurden unter anderem die ökologischen Herausforderungen thematisiert, die sich speziell mit Blick auf die afrikanische Lebenswirklichkeit identifizieren lassen. Als Reaktion darauf wurde die Notwendigkeit einer ökologischen Bewusstseinsschulung und erneuerten Spiritualität formuliert. Dieses Umdenken drücke sich beispielweise im Schutz einheimischer Bäume und dem Pflanzen neuer Bäume aus. Auch eine achtsame Mülltrennung wurde als konkrete Umsetzung eines Schöpfungsbewusstseins genannt. Darüber hinaus wurden Schöpfungsmythen der Traditionellen Afrikanischen Religionen mit der biblischen Schöpfungsgeschichte in Dialog gebracht.

Um den Forderungen der Enzyklika Laudato Si’s noch besser nachkommen zu können, schlugen die Netzwerkpartner vor, auf kulturelle Werte zurückzugreifen, die bereits die Sorge für die Umwelt achten und fördern. Institute wie das Tamale Institute of Cross Cultural Studies in Tansania bieten Kursprogramme zu Öko-Spiritualität und Umweltfragen an, die sie gemeinsam mit der staatlichen Environmental Protection Agency durchführen. Die Teilnehmer lernen in diesen Kursen eine positive und fürsorgliche Einstellung gegenüber ihrer direkten Umwelt zu entwickeln. Zu einer erneuerten Einstellung gegenüber der Natur gehört auch die Erhaltung von natürlichen Ressourcen sowie der Stätten des Weltkulturerbes.   

missio war am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth sowie Dr. Stefan Voges vertreten.

Das dritte Treffen des Netzwerks Pastoral Afrika fand vom 06. – 09.11.2015 in Eldoret (Kenia) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von zehn Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Äthiopien, Kenia, Ghana, Nigeria, Mozambique, Tansania und Sambia.

Das Treffen thematisierte die Bedeutung des 2013 von Papst Franziskus veröffentlichen Apostolischen Schreibens Evangelii Gaudium für den afrikanischen Kontinent und dessen pastorales Selbstverständnis. Als ein erster Zugang zu einer interkulturellen Lesart des Schreibens diente die in Afrika stark rezipierte Metapher der Kirche als Familie Gottes, welche bereits durch die erste Afrikasynode 1994 aufgegriffen worden waren. Daran anschließend wurde die Bedeutung Evangelii Gaudiums für die Arbeit der afrikanischen Pastoralinstitute erschlossen. Ausführlicher wurde dabei das AMECEA Pastoral Institute vorgestellt, welches zugleich als Veranstaltungsort des Treffens diente. Dieses setzt sich für den Auf- und Ausbau von Kleinen Christlichen Gemeinschaften (KCG) ein, die das Bild der Familie Gottes abermals abbilden. Neben Forschungsprojekten und Publikationen zur Rolle der KCGs werden auch Workshops und Intensivkurse zu diesem Thema veranstaltet. Daneben wurde eine Initiative der Little Sisters of St. Francis of Assisi (LSOSF) in Kenia vorgestellt, die auf die pastorale Seelsorge von hörbehinderten Menschen zielt.

missio war am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth, Dr. Norbert Nagler sowie Dr. Stefan Voges vertreten.

Das zweite Treffen des Netzwerks Pastoral Afrika fand vom 22. – 27.11.2013 in Lilongwe/Mua (Malawi) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von acht Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Äthiopien, Kenia, Malawi, Nigeria, Mozambique, Tansania und Simbabwe.

Das Treffen diente den Netzwerkpartnern dazu, sich über die Herausforderungen einer inkulturierten Theologie im afrikanischen Kontext auszutauschen. Nachdem die Teilnehmer einander ihre Institute und die dortigen Anforderungen einer inkulturierten Theologie an das jeweilige Ausbildungs- und Forschungsprogramm vorgestellt hatten, zogen sie in einem abschließenden Statement folgendes Fazit:

„Inculturation is an on-going dialogue between Gospel and Culture, given that religion and culture can never be divided. Inculturation is a holistic and dynamic process, involving all dimensions of life, such as peace and justice, economics, gender, ecology, interreligious dialogue, art and liturgy.

Inculturation focuses on the past, present and future by empowering people to face the challenges of their lives based on Gospel values. Inculturation in Africa can be enriched by specific African views of humanity such as Ubuntu philosophy. Culture on the one hand gives flesh to the Gospel, and on the other hand, people are empowered to critique the culture in the light of the Gospel.

Everyone who is taking part in the process of inculturation is at the same time evangelizer and being evangelized. The basic attitudes required are awareness, respect, openness, love and passion.

After having reflected upon it in the African context, we see inculturation as an important aspect and integral part of the work and curricula of our pastoral institutes.“

missio war am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth, Dr. Norbert Nagler sowie Monika Kling vertreten.

Das erste Treffen des Netzwerks Pastoral Afrika fand vom 08. – 10.11.2013 in Johannesburg (Südafrika) statt. An der Zusammenkunft nahmen die Direktoren von fünf Pastoralinstituten teil. Vertreten waren Pastoralinstitute aus Kenia, Malawi, Mozambique, Südafrika und Simbabwe.

Das erste Netzwerktreffen diente der gegenseitigen Präsentation der Arbeitsschwerpunkte sowie Curricula der Institute. Diskutiert wurde darüber hinaus, was das spezifisch – in diesem Fall – afrikanische Verständnis von Pastoral ausmacht und wie dieses die Arbeit der einzelnen Institute prägt. Als Verständnis von Pastoral im afrikanischen Kontext wurde festgehalten:

Following Christ in our day today engagement in all sphere of life = political, social and economic. Accepting Christ and making him known to all, in all spheres of life. Christ has to speak to humanity in all circumstances. So Pastoral is a tool for Christ to be known.

Pastoral activity is being with and cooperating with others in our journeys to be fully alive through a life founded in friendship with Jesus – a friendship which has to be shared and lived with and through others.

Following the Option for the poor Pastoral Work is eager to bring the people life in its fullness (Jn 10.10). More and more people enable themselves, knowing and discovering Jesus in their lives and acting in the society like Jesus did. Together with the people, Pastoral Work supports the growth of faith, self-consciousness and spirituality of the individuals and the communities. This may be the solid ground to make the Kingdom of God reality. Work supports the growth of faith, self-consciousness and spirituality of the individuals and the communities. This may be the solid ground to make the Kingdom of God reality.

Pastoral attempts to help people live lives of human dignity, to be fully alive and life-giving in community. It is inspired by Jesus and sees his project of the “kingdom (reign) of God” as our shared destination. It appreciates the Catholic Church as a part realization of and privileged tool towards this “Kingdom”. It embraces all aspects of life holistically and respects cultural diversity, opts for the poor and works towards the common good. Practically it uses the pas-toral cycle approach.

Pastoral is a multifaceted concept that describes various activities of the Church that seek or aim at making the realities/ vision of the Kingdom of God proclaimed of Jesus Christ mean-ingful, relevant, present, tangible, here and now so that the people among whom those activities are carried out or to whom the activities are directed may have/ experience life and have it to the full.

In its pastoral ministry the church realizes it’s mission to be a sacrament in the world, a sign and instrument for the Kingdom of God. In the African context any pastoral approach is obliged to follow the option for the poor and aims at changing oppressing and exploiting realities so that people can experience the fullness of life which was pronounced by Jesus Christ.

To be pastoral, a human being, deeply in touch with Christ, is urged of His love to reach out to stress. This outreach is an expression of an individual’s own giftedness. It can take the form of humanitarian acts, research of the root causes of inequality, education in the best sense of the word “educare” or any other involvement which enhances the dignity and freedom of the human person.

The main focus of a true pastoral should be “the fear, the needs and the joys… of all human beings” (cf. GS, Nr. 1). The preferential option for the poor or marginalized children, women and men is a very important filter for all pastoral work. All people, no matter whether they are catholic, Christian, or whether they belong to other religions may take part in our prophetic work for the Kingdom of God. Jesus Christ is the starting point for the people of god’s mission; he is an idol, a friend and accompanies us. We aim for all people being fully alive. May the Holy Spirit help us!

missio war am Netzwerktreffen durch Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth, Dr. Norbert Nagler sowie Monika Kling vertreten.

Ihr Ansprechpartner

Professor Dr. mult. Klaus Vellguth

Abteilungsleiter Theologische Grundlagen
Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 351
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