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Religionsfreiheit ist Menschenrecht!

In vielen Ländern der Erde leiden Christinnen und Christen wegen ihres Glaubens unter Bedrängnis oder sogar Verfolgung. Diskriminierung und Einschüchterung gehören zu ihrem Alltag, Bedrohung und Gewalt sind für viele keine Seltenheit. Ihre Religions- und Gewissensfreiheit wird missachtet, da ihre Religionszugehörigkeit zum Grund für Ausgrenzungen und Benachteiligungen wird. Auch Menschen anderer Religionen und Überzeugungen sind betroffen, besonders wenn sie Minderheiten in einem Staat sind.

Die Verletzung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist die Verletzung eines Menschenrechts. Dieses Recht besteht vor allem in der Freiheit eines Menschen, ...

  • seine Glaubensüberzeugung frei zu bilden,
  • seinen Glauben ungestört auszuüben,
  • seinen Glauben zu leben und danach zu handeln.

Ihre Ansprechpartnerin für Menschenrechte

Lydia Klinkenberg

Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 268
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Katja Nikles

Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 366
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Katholische Kirche und Religionsfreiheit

Die Kirchen verstehen es als eine ihrer Aufgaben, sich dafür einzusetzen, dass dieses Recht für Menschen aller Religionen und Nationen Gültigkeit besitzt, und zwar unabhängig von politischen Interessen. Die Position der katholischen Kirche hat das Zweite Vatikanische Konzil in der Erklärung Dignitatis humanae über die Religionsfreiheit dargelegt:

Das Vatikanische Konzil erklärt, dass die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat. Diese Freiheit besteht darin, dass alle Menschen frei sein müssen von jedem Zwang sowohl von Seiten Einzelner wie gesellschaftlicher Gruppen, wie jeglicher menschlichen Gewalt, so dass in religiösen Dingen niemand gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln, noch daran gehindert wird, privat und öffentlich, als einzelner oder in Verbindung mit anderen – innerhalb der gebührenden Grenzen – nach seinem Gewissen zu handeln. Ferner erklärt das Konzil, das Recht auf religiöse Freiheit sei in Wahrheit auf die Würde der menschlichen Person selbst gegründet, so wie sie durch das geoffenbarte Wort Gottes und durch die Vernunft selbst erkannt wird. Dieses Recht der menschlichen Person auf religiöse Freiheit muss in der rechtlichen Ordnung der Gesellschaft so anerkannt werden, dass es zum bürgerlichen Recht wird.

Dignitatis humanae, 2

missio unterstützt das Engagement der katholischen Kirche für die Religionsfreiheit in der Welt und fördert den gemeinsamen Einsatz von Menschen unterschiedlicher Religionen und Überzeugungen für die Religionsfreiheit und für alle Menschenrechte.

Länderberichte Religionsfreiheit

Länderberichte Religionsfreiheit

In den Länderberichten beantworten Expertinnen und Experten die Frage, wie es in einzelnen Ländern um die Religionsfreiheit bestellt ist. Die Berichte liefern länderspezifische Informationen zur Lage eines bedrohten Menschenrechts – nicht nur für politische Entscheider und zivilgesellschaftliche Organisationen.

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Menschenrechtsstudien

Studien zur Situation der Menschenrechte

In der Reihe Menschenrechtsstudien schreiben Fachleute über die Situation der Menschenrechte in einzelnen Ländern oder über bestimmte Themen. Die Studien bieten hilfreiche Hintergrundinformationen, um aktuelle Fragestellungen im heiklen Feld der Menschenrechte einordnen zu können.

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Logo "religious freedom network"

Netzwerk Religionsfreiheit

Im Netzwerk Religionsfreiheit bringt missio Vertreter der Kirche und Experten zusammen, die in verschiedenen Ländern das gefährdete Recht auf Religionsfreiheit verteidigen. Auf diese Weise erhalten wir wertvolle Informationen aus erster Hand, die in unsere Bildungs- und Projektarbeit einfließen.

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Teilnehmer des Netzwerktreffens in Algerien sitzen um einen Tisch herum und unterhalten sich.

Konferenz zur Situation der Christen

Einmal im Jahr organisiert missio eine Konferenz, bei der die Situation der Christen in einem bestimmten Land im Mittelpunkt steht. Die Vorträge und Begegnungen dienen dazu, vor Ort einen Einblick in das Leben der Christen und die Situation von Minderheiten im jeweiligen Land zu gewinnen.

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